Wädenswil

Verabschiedungen OSW

Ende Schuljahr ist Zeit, sich zu verabschieden. Wir danken ­allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die die OSW verlassen, für ihren Einsatz an der OSW und wünschen ihnen alles Gute auf dem weiteren Lebensweg – in der Pension oder bei neuen Tätigkeiten und sowieso im Privatleben.

Verena Dressler

Liebe Verena, nach acht Jahren als Schulpräsidentin der OSW, weiteren acht Jahren als Mitglied der Schulpflege und gesamthaft 24 Jahren Behördentätigkeit, hast Du Dich entschieden, Dein Amt weiterzugeben. Was geht Dir durch den Kopf, wenn Du den Abschluss so vor Augen hast?
Ich bin sehr dankbar, durfte ich während dieser langen Zeit so sinnvolle und spannende Aufgaben übernehmen. Ich habe mich immer sehr wohl gefühlt. In einer Exekutive mitzuwirken ist Teamarbeit. Gemeinsam gute Lösungen zu finden und umzusetzen, das gefällt mir.

Wieso hast Du Dich vor 16 Jahren für die Schulpflege zur Verfügung gestellt, und vor acht Jahren dann für das Präsidium kandidiert?
Ich bin selber in die OSW zur Schule gegangen. Auch meine Kinder haben einen Teil ihrer Schulzeit an der OSW verbracht. Mich an dieser Schule einzubringen, hat mich gereizt.
Im Nachhinein kann ich sagen, dass das eine gute Entscheidung war. Zu sehen, wie viel an unserer Schule gemacht wird, damit die Jugendlichen sich wohlfühlen, wachsen und sich entfalten können, erfüllt mich mit grosser Dankbarkeit den Mitarbeitenden gegenüber, die in diesem anspruchsvollen Job tagtäglich ihr Bestes geben.

Was hat Dir in Deiner Arbeit in der Schulpflege am meisten Freude gemacht?
Das gute Miteinander auf allen Ebenen machte wirklich Freude.
Da ich sehr kontaktfreudig bin, sind es auch all die Anlässe, an denen ich Menschen treffen durfte.

Du bist selbst an der OSW zur Schule gegangen. Was ist seit damals gleichgeblieben?
Das Wichtigste für den Schulerfolg ist nach wie vor die Beziehung zwischen den Lernenden und den Lehrpersonen.

Und was hat sich am meisten verändert?
Es wird viel Gewicht auf individuelle Förderung gelegt, und es wird in Lernlandschaften gearbeitet. Das hätte mir als Jugendliche bestimmt gefallen.
Heute hat man das Gefühl, es sei alles viel lockerer. Aber auch heute ist das Ziel klar definiert. Alle Lernenden brauchen eine Anschlusslösung, eine Lehrstelle oder einen Platz an einer weiterführenden Schule.

Was wirst Du vermissen in Deinem Leben ohne OSW?
All die schönen Begegnungen!
Seit vier Jahren macht die Schulpflege keine Schulbesuche mehr. Sie ist immer mehr strategisch unterwegs. Ich möchte die vielen Stunden in den Klassenzimmern und Lehrerzimmern nicht missen. Es ist wunderbar, wenn man so viele Leute kennt und das Vertrauen spürt.

Welches Erlebnis im Zusammenhang mit der OSW wirst Du nicht so schnell vergessen?
In Zeiten von Corona, als wir die Schule schliessen mussten. Das war schlimm und darf nicht wieder passieren. Denn die Schule ist nicht nur zum Lernen da. Sie ist auch ein Ort der Begegnungen.

Liebe Verena, wir danken Dir von Herzen für Deinen grossen und langjährigen Einsatz für die OSW in Deiner Tätigkeit in der Schulpflege.

Yolanda Schibli Zimmermann

Liebe Yolanda, nach acht Jahren in der Schulpflege der OSW hast Du Dich entschieden, Deine Behörden­tätigkeit zu beenden. Wenn Du zurückdenkst an Deinen Start an der OSW, woran erinnerst Du Dich bis heute?
Ich erinnere mich gut und gerne an meinen ersten Besuch an der OSW noch vor der Wahl.
Ich bekam bereits einen persönlichen Einblick in die OSW und die spezielle Unterrichtsart mit den Lernlandschaften. Speziell schön, aufschlussreich und interessant war die Führung durch die Schule, kompetent geführt von zwei Schülerinnen der Schule.
Nach diesem «Rendezvous» war für mich klar: Ja, ich möchte Teil dieser Schule, bzw. dieses Schulpflege-Teams werden.

Während der nun abgeschlossenen Amtsdauer hast Du Dich – neben anderen Themen – sehr stark für das Wädenswilerhaus und die Musikschule eingesetzt. Wieso hast Du vor vier Jahren diese Ressorts übernommen?
Die «Brückenfunktion» zur Musik­schule Wädenswil-Richterswil hatte ich seit Anfang meiner Schulpflege-Tätigkeit an der OSW inne. Bestimmt hat mein Beruf, meine Leidenschaft als Musiklehrerin und Musikerin dazu geführt, dass ich für diese Funktion «auserkoren» wurde. Die OSW ist sehr «musikliebend» und «musikfördernd» unterwegs – deshalb war diese Aufgabe auch stets äusserst angenehm.
Beim Wädenswilerhaus lief es etwas anders. Als «Nicht-Wädenswilerin» war mir unser Gruppenhaus eigentlich nicht bekannt. Ich lernte es in meiner ersten Amtsdauer zuerst nur aus Distanz kennen. Aus den immer wiederkehrenden Diskussionen erfuhr ich, dass es einerseits für eine Schule ein Privileg ist, ein eigenes Gruppenhaus zu besitzen. Andererseits besteht seit vielen Jahren das leidige Thema der jährlichen finanziellen Verluste, der nötigen Renovationen usw.
Nach einer relativ turbulenten Zeit gegen Ende der ersten Amtsdauer mit Beratungen rund um das Wädenswilerhaus und seine Zukunft, habe ich mich entschlossen, dieses Ressort mit viel Energie, Zuversicht, Mut und Vertrauen zu übernehmen.
Zu meinem Abschluss wünsche ich, dass die OSW mit dem Wädenswilerhaus in eine gute, stabile und hoffentlich auch kreativ-innovative Zukunft schreiten kann.

Was hat Dir in Deiner Arbeit in der Schulpflege am meisten Freude gemacht?
Am meisten Freude verspürte ich immer, wenn ich an Anlässen mit Schülerinnen und Schülern dabei sein durfte. Es ist wunderbar zu sehen und spüren, wie engagiert, interessiert, selbstbewusst und «gwundrig» diese jungen Leute agieren. Sehr viel Freude haben mir während der ersten Legislatur auch die Schulbesuche gemacht. Ich fand es spannend und bereichernd zu erfahren und erleben, wie Lehrpersonen methodisch und didaktisch tätig sind und wie sie mit besonderen Herausforderungen im Unterricht umgehen. Da kann ich rückblickend nur sagen: Wir haben ein enorm engagiertes Lehrpersonen-Team mit Weitblick.

Was wirst Du vermissen in Deinem Leben ohne OSW?
Selbstverständlich werde ich die Kontakte zu so vielen interessanten und lieben Leute der OSW vermissen; meinen Schulpflege-Kolleginnen und -Kollegen, dem Team der Schulverwaltung (das mir immer, vor allem im Zusammenhang mit dem Wädenswilerhaus, eine enorm grosse Unterstützung war), der Schulleitung, den Lehrpersonen und natürlich auch den «guten Geistern» aus der Hausverwaltung. Merci für Euer grosses Engagement!

Welches Erlebnis im Zusammenhang mit der OSW wirst Du nicht so schnell vergessen?
Das ist klar das Jubiläums-Wochenende «60 Jahre Wädenswilerhaus» in Obersaxen im Juli 2024! Nach einer intensiven, aber auch extrem spannenden Vorbereitungszeit, durften wir ein tolles Fest mit vielen zufriedenen Gästen durchführen. Die Erinnerungen sind bis heute sehr wach.

Liebe Yolanda, wir wünschen Dir alles Gute für Dein Leben nach der OSW, mit Deinen Musikprojekten und wieder mehr Zeit für andere Themen als die OSW. Herzlichen Dank für alles, was Du für die OSW gemacht hast!

Gabriela und Urs Zurbuchen

Liebe Gabriela, lieber Urs, nach fast 32 Jahren an der OSW seid Ihr seit April in Pension. Wie habt Ihr den Übergang erlebt?
Da mit unserer Pensionierung der Frühling gekommen ist, haben wir den Übergang gut erlebt. Das Draussensein, der Garten und andere Tätigkeiten haben geholfen, die Zeit ohne die Arbeit an der OSW anzugehen.

Was hat sich in den letzten Monaten in Eurem Leben verändert?
Urs: Ich gehe immer noch früh ins Bett, muss aber nicht mehr immer gleich früh aufstehen. Beim Einschlafen kommen mir keine Gedanken mehr an die Schule, was am nächsten Tag anstehen wird oder ob alle Türen geschlossen sind. Aber ich habe immer noch Kontakt zu meinen ehemaligen Hauswartkollegen an der OSW und freue mich über die Begegnungen mit Bekannten der OSW im Dorf.
Gabi: Ich habe mehr Zeit, um zu lesen. Die Enkel betreuen wir im gleichen Umfang wie vorher. Aber wir haben jetzt mehr Zeit für uns, für den Garten, sind mehr mit dem Velo unterwegs. Das Velofahren nimmt jetzt einen viel wichtigeren Platz ein. Oder wir nehmen uns einfach einmal Zeit, um im Garten zu sitzen.

Woran denkt Ihr gerne zurück?
Beide: Wir haben viele gute Erinnerungen und Gedanken an das Team in unserem Schulhaus Fuhr. Die 32 Jahre gingen im Rückblick so schnell vorbei. Wir waren immer sehr froh um die Flexibilität, die uns gewährt wurde. Das hat uns sehr geholfen, zum Beispiel in der Zeit, als unsere Kinder noch klein waren. Wir konnten uns auch einmal gegenseitig aushelfen.
Urs: Ich vermisse die Gespräche, die Kontakte im Schulhaus. Wir waren immer Teil des Teams.

Welche Erinnerungen an Eure lange Zeit an der OSW kommen Euch spontan in den Sinn?
Urs: Ich war ein strenger Hauswart, aber zu allen gleich. Die Schule hat früher allgemein anders funktioniert. Man war im Miteinander «strenger». Unsere eigenen Kinder waren auch an der OSW. Aber sie waren nicht in unserem Schulhaus. Für uns alle war das kein Problem.
Gabi: Wenn Urs den Schüler:innen zu streng war, kamen sie jeweils zu mir. Sie haben mich auch gefragt, wieso Urs sie so streng anschaue. Bei Begegnungen im Dorf haben sie dann aber nur Urs gegrüsst.
Beide: Wir haben uns immer sehr wohl gefühlt im Team und wurden sehr unterstützt. Wenn jemand von uns einmal ausgefallen war, haben die Lehrpersonen immer mitgeholfen. Es war ein schönes Geben und Nehmen.

Und was hat sich während Eurer Zeit an der OSW am meisten verändert?
Ein grosser Wechsel war die Einführung der LiLOs. Über die ganze Zeit gab es viele Veränderungen im Team und in der Art, wie die Zusammenarbeit war. Als wir an die OSW gekommen sind, waren die Lehrpersonen älter als wir. Mit den Sek-Lehrpersonen war man per Sie. Im Realschulhaus Fuhr waren wir aber schon per Du. Es gab im Fuhr zuerst nur Männer bei den Lehrpersonen. Die einzigen Frauen waren die Handarbeits- und ­Kochlehrerinnen.

Liebe Gabi, lieber Urs, vielen Dank für Eure unglaublich lange Zeit, während der Ihr das Schulhaus Fuhr und die ganze OSW durch Euren Einsatz und Eure Persönlichkeiten geprägt habt. Wir wünschen Euch alles Gute für
die kommenden Jahre!

Ruth Hauser

Liebe Ruth, nach 30 Jahren an der OSW hast Du Dich entschieden, den Schritt in einen neuen Lebensabschnitt zu machen. Wenn Du zurückdenkst an Deinen Start an der OSW, woran erinnerst Du Dich bis heute?
Angefangen habe ich als Werklehrerin – heute TTG – in der Werkstatt im alten Schulhaus Rotweg. Damals war ich die einzige Werklehrerin, und die Kollegen mussten sich zuerst an eine Frau in der Werkstatt gewöhnen.

Für die letzten rund 10 Jahre hast Du den Rollenwechsel von der Klassenlehrerin zur Schulischen Heilpädagogin gemacht. Was war Dein Antrieb für diesen Wechsel?
Nach so vielen Jahren des Unterrichtens habe ich gemerkt, dass ich mich weiterentwickeln und mein Spektrum erweitern möchte – vor allem, um auch den Jugendlichen gerecht zu werden, denen das Lernen nicht so leichtfällt. Es ist mir wichtig, Wege zu finden, wie ich sie gezielter erreichen und fördern kann.

Was hat sich in Deiner Arbeit durch diesen Wechsel verändert?
Mein Arbeitsfeld ist vielseitiger geworden. Ich begleite die Schüler:innen individuell, habe mit Behörden zu tun und arbeite stärker auf der Beziehungsebene, statt in der praktischen Wissensvermittlung. Es brauchte aber auch einen Haltungswechsel und die Erkenntnis, dass grundsätzlich alle Jugendlichen ihr Bestes geben möchten, dies jedoch nur dann können, wenn die Bedingungen stimmen. Wir haben es in der Hand, diese Bedingungen anzupassen und so Entwicklung und Erfolge zu ermöglichen. Durch meine Arbeit habe ich sehr viel Wertschätzung erfahren dürfen, die mich auf meinem Weg bestärkt haben. Besonders bereichernd ist für mich zu sehen, welche Fortschritte und Erfolge möglich werden, wenn Jugendliche die Unterstützung erhalten, die sie brauchen.

In welcher Hinsicht hat sich die OSW als Ganzes in Deinen 30 Jahren am stärksten verändert?
Die Veränderungen waren enorm, von Struktur und Organisation der Schule bis zum täglichen Unterricht. Vor 30 Jahren zum Beispiel gab es keine Schulleitung, wie wir sie heute kennen, und die Lehrerpersonen arbeiteten autonom in ihrem Klassenzimmer.
Gleichzeitig gibt es auch Dinge, welche unverändert geblieben sind: Die Schülerinnen und Schüler stehen nach wie vor im Zentrum. Unser Ziel ist es, sie so zu begleiten, dass sie nach drei Jahren die Oberstufe gestärkt verlassen und wissen, welchen Weg sie als Nächstes einschlagen möchten.

Was wirst Du vermissen in Deinem Leben ohne fast täglich OSW?
Das Lachen mit meinen Kolleg:innen, das Gefühl gemeinsam etwas erfolgreich voranzutreiben und die vielen kuriosen Alltagssituationen mit den Jugendlichen.

Welches Erlebnis im Zusammenhang mit der OSW wirst Du nicht so schnell vergessen?
Da gibt es unzählige. Spontan fallen mir die vielen Ski- und Klassenlager ein, die ich nicht missen möchte. Zudem haben meine Arbeitskolleg:innen einen humorvollen, grandios gespielten, James-Bond-artigen Film über meinen Schulalltag gedreht, welchen wir gemeinsam unter lautem Gelächter geschaut haben – es gibt keine schönere Hommage, ich danke Euch von Herzen.

Liebe Ruth, wir wünschen dir alles Gute für die kommende Zeit, ob aktiv oder mit Ruhe – auf jeden Fall mit viel Genuss!

Im Schuljahr 2025/26 haben wir uns ebenfalls von folgenden ­Personen verabschiedet:

Doris Meldau hat drei Jahre über die offizielle Pensionierung hinaus weiterhin Logopädielektionen unterrichtet und per Ende Schuljahr nach 39 Jahren an der OSW ihre lange Berufszeit abgeschlossen. Liebe Doris, wir danken Dir im Namen der OSW und der vielen Jugendlichen, die von Deiner Unterstützung profitiert haben, für Dein langjähriges Engagement an der OSW und wünschen Dir alles Gute.
Ebenfalls per Ende Schuljahr verlassen folgende Personen die OSW: Tanja Steiner, Tabea Grünberg, Klassenlehrpersonen; Annina Räth, Patricia Vinzens, Antonio Savarese, Olivera Milic, Marco Grätzer, Fachlehrpersonen; Moritz Wandeler, Leiter Schulverwaltung; Marlon Oechsle, Zivi (per Ende August 2026).
Bereits während des Schuljahres haben wir uns von weiteren Personen verabschiedet: Willi Jakob, Liftprojekt; Andrin Schäfer, IT; Manuela Kraushofer, Hausdienst Steinacher.

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