Wädenswil

Kunstfenster Schönenberg: Landschaften von Werner Eggenberger

Das Sommer-Kunstfenster in Schönenberg soll dieses Jahr dem Sommer, der Natur und der Landschaft gewidmet sein. Werner Eggenberger aus Wädenswil zeigt Landschaften in ihrer farbigen Pracht und Vielfalt. Der Künstler lebt auf dem Furthof im Wädenswiler Berg und ist auch dort von einem prächtigen Garten und Wiesen umgeben.

Text & Bild: Ingrid Eva Liedtke

Werner Eggenberger hat schon immer gerne gezeichnet und gemalt. Nach seiner Pensionierung im Jahr 2007 richtete er sich ein eigenes Atelier ein und widmet sich seither intensiv der Malerei. In Malkursen vertieft er seine Fertigkeiten. Er lernt auch aus Büchern alter Meister, und Anleitungen aus dem Internet setzt er ebenfalls in seinen Bildern um.

Sein Skizzenbuch und der kleine Aquarell-Malkasten sind ständige Begleiter. In seinem Atelier arbeitet er konzentriert und für sich an seinen Werken. Werner Eggenberger besucht gerne Malkurse, aus denen er bereichernde Begegnungen und kreative Inspirationen mitnimmt. Urban-Sketching-Kurse, in denen schnelles Arbeiten, beschränkt auf die wesentlichen Linien, geübt wird, finden in Zoos und Tierparks statt. Andere Malstunden, die er besucht, sind hingegen geprägt vom exakten Umsetzen eines Themas mit Aquarellfarben oder manchmal auch Zeichenstiften in einem ruhigen Atelier. Malferien im Ausland erlauben dem Künstler das Eintauchen in unbekannte Gegenden mit reizvollen Landschaften und Städten, immer verbunden mit kulturellen Aktivitäten.

Nachfolgend ein paar Fragen an Werner Eggenberger zu seiner künstlerischen Entwicklung:

Wer bist Du?
Ich bin Werner Eggenberger, 81 Jahre alt, und lebe mit meiner Frau und unserer erwachsenen Tochter sowie zwei weiteren Familien auf dem Furthof im Wädenswiler Berg.

Wie kamst Du zur Malerei?
Ich habe schon als Bub immer gerne gezeichnet und gemalt.

Wie lange malst Du schon?
So richtig intensiv zu malen, mit eigenem Atelier und Malkursen, habe ich gleich am ersten Tag nach meiner Pensionierung begonnen.

Was hast Du beruflich gemacht, und war Malen immer ein Hobby oder mehr als das? Was bedeutet es Dir?
Nach einer Lehre als Tiefbauzeichner und dem Ingenieurstudium in Winterthur sowie einigen Jahren Praxis, stieg ich bereits in den Anfängen der elektronischen Datenverarbeitung ein. Da waren Zeichnen und Malen immer nur in den Ferien möglich.

Welches ist Deine bevorzugte Technik?
Ich habe keine Präferenzen. Begonnen habe ich mit Acrylfarbe, später Gouache und Aquarell. Ich zeichne auch gerne mit Kreide, Kohle und Rötel.

Du machst ja sehr oft Skizzen, auch Reiseskizzen. Was bedeuten sie Dir? Welche Technik wendest Du dabei an?
Mein Skizzenbuch ist mein Tagebuch in Bildern. Dank diesem «Handtaschenatelier» gibt es keinen Grund, an einem Tag nicht gemalt zu haben. Dabei kommen Tuschfüller und ein reduzierter Satz Aquarellfarben oder auch Farbstifte zum Einsatz.

Sind es vor allem Landschaften, die Dich faszinieren, oder gibt es andere Sujets, die Du gerne wählst?
Ich bevorzuge keineswegs Landschaften, sondern, wenn ich etwas sehe und wahrnehme, das mir gefällt, überlege ich mir, wie ich es gestalten kann.

Wenn Du auf die letzten Jahre und auch auf Deine Anfänge zurückschaust – das tut man ja manchmal mit fortschreitendem Alter –, wie hat sich Deine Malerei entwickelt?
Ich lege vermehrt Gewicht auf das Handwerkliche in der Malerei, denn ich bin überzeugt: Können kommt vor der Kunst.

Ist die Malerei eine Konstante in Deinem Leben?
Absolut! Ich kann meine Kreativität heute ohne ökonomischen Druck ausleben. Zusammen mit dem Engagement für unser denkmalgeschütztes Anwesen mit grossem Umschwung ist für ausreichend Aktivität gesorgt.

Gibt es bezüglich Malerei noch ein Ziel, das Du erreichen möchtest, etwas, das Du allenfalls noch lernen möchtest?
Ich möchte vermehrt versuchen, die realistische, konkrete Darstellung mit expressiver Gestaltung zu verbinden, damit das Bild auch die Geschichte seiner Entstehung erzählt.
Was sind essenzielle Aussagen, die Du zu Deinem Malen machen möchtest?
Dranbleiben, so lange wie möglich.

Ausstellungen
Die inzwischen traditionellen Werkschauen im Waschhaus auf dem Furthof finden seit 2010 alle zwei Jahre statt. Auch dieses Jahr findet im September wieder eine Ausstellung im Waschhaus auf dem Furthof statt. Gelegentlich nimmt Werner an Gemeinschaftsausstellungen teil und hängt seine Bilder auch in Restaurants in der Umgebung aus.

2024
• Bilder im Café City, Wädenswil
• Offene Malerei-Workshops, Freizeitanlage Wädenswil

2023
• Offene Malerei-Workshops,
Freizeitanlage Wädenswil
• Bilder im Café City, Wädenswil

2022
• Kulturmühle Lyss, Gruppenausstellung
• Bilder im Café City, Wädenswil

2021
• Bilder im Café City, Wädenswil

2020
• Wechselausstellungen im Restaurant Feld, Wädenswil (2013–2020)

2018
• Bilder «Die vier Elemente», Praxis für Naturheilkunde Wädenswil

2017
• Bilder im Hotel Engel, Wädenswil
• Bilder in den Räumen der Acanta AG, Wädenswil

2015
• Ausstellung in der Cafeteria Spyrigarten, Hirzel

2013
• Bilder in der Cafeteria Spyrigarten, Hirzel

Die Bilder von Werner Eggenberger sind vom 16. Juni an in den Schönenberger Kunstfenstern zu sehen.

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