Richterswil

Wohlig-wollene Symphonie der Farben

Am Samstag, 18. April, wurde bei mildem Frühlingswetter auf dem Wisshusplatz die Openair-Ausstellung «Richti verstrickt» eröffnet. Die farbenfrohen Beiträge sind noch bis im Juni zu bewundern.

Text & Bilder: Reni Bircher

Engagierte Strickerinnen und Stricker haben in den vergangenen Monaten auf diesen Moment hingearbeitet: Bunte Streifen, Rechtecke, Deckchen, Kordeln und andere Strickwaren sollten zu einer farbenfrohen Dorfkulisse beitragen.
In den Tagen vor der offiziellen Eröffnung nähten fleissige Hände die Strickdeckchen zusammen und umhüllten damit diverse Objekte im Dorfkern. Einzelne Akteure brachten spezielle Werke an, verzierten Häuserfassaden («Warm up» an der Ecke Poststrasse/Farbweg, gestrickt von der Rentnerin Ruth Liebermann) und Baugerüste («Häsch au chli Farb»). Schulklassen aus dem Feld kleideten Sitzhocker als Monster an – die hoffentlich nicht beissfreudig sind – und umgarnten geschickt ein ganzes Velo. Die Töss-Kinder bestückten mit unzähligen Pompons die Wiese beim Gemeindehaus 1. Dieses erhielt zudem an der rückseitigen Türe einen sehr eleganten Vorhang, gestrickt von Claudia Pfirter und Adrian Gloor.
Der Verein der Fachgeschäfte Richterswil lud am 18. April zur Vernissage ein, die Gemeinde offerierte einen grosszügigen Apéro auf dem Wisshusplatz. Werkvorsteher und Gemeinderat Christian Stalder hielt die Eröffnungsrede und zeigte sich begeistert ob der grossen Zuschauermenge. Er betonte mit Stolz und Freude, dass es die Richterswiler verstehen würden, gemeinsam etwas zu erarbeiten, neue Begegnungen zu fördern und sowohl kulturelle wie festliche Anlässe in einem spürbaren Miteinander geniessen. Sein Dank ging an alle Strickerinnen, Stricker, Helferinnen und Helfer und natürlich an die Fachgeschäfte, welche diesen Anlass ins Leben gerufen hatten. Damit wurden alle Anwesenden in den kunstvoll bunten Dorfkern entlassen.

Alle Kunstwerke wurden mit viel Liebe aus Restwolle gefertigt – nachhaltig, kreativ und einzigartig.
Besuchen Sie die Ausstellung und lassen Sie sich von der Vielfalt und Wärme dieser besonderen Gemeinschaftsarbeit verzaubern.
Sie bleibt bis zum 1. Juni bestehen.

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