Wädenswil

Grossandrang am Tag der offenen Tür der Musikschule

Text & Bild: Ernst Brändli

Martin Albrecht, Schulleiter der Musikschule Wädenswil-Richterswil, kam beim Eingang zum Event kaum mehr aus dem Händeschütteln heraus. Die Mehrheit der Besucher waren sicher Kinder, aber er durfte alle Altersklassen willkommen heissen.

Wenn man glaubt, dass die Musikschule nur für Kinder offen ist, täuscht man sich. Martin Albrecht erklärt, dass immer mehr Senioren das Interesse am Erlernen eines Musikinstrumentes bekunden oder einen Wiedereinstieg in ihre Musikerlaufbahn starten möchten.
Den interessierten Besuchern wurde ein reichhaltiges Konzertprogramm der Gruppenkurse geboten. So konnten im Halbstundentakt Darbietungen von Ukulele, Musigchindsgi, Eltern/Kind-Musizieren, Perkussion, Gitarrenensemble und Wädi Voices bestaunt werden. Erstaunlich, wie die Jugendlichen schon eine Genauigkeit im Zusammenspiel zu Tage legten und sehr schöne Melodien erklingen liessen.
An ca. 20 verschieden Instrumentenposten durften die Interessierten ausprobieren, wie es sich anfühlt, wenn Töne aus den Instrumenten erklingen. Die Lehrer und Lehrerinnen gaben geduldig Tipps und Tricks, wie die Lippen geformt werden müssen und Finger geschickt eingesetzt werden konnten. Auf den Kindergesichtern stellte sich sofort ein Strahlen ein, wenn die Töne sauber erklangen oder sogar eine ganze Tonfolge gespielt werden konnte. Dies begeisterte auch die Instruktoren. Aaron Schmid, welcher Posaune spielt und den Kindern dieses Instrument näherbrachte, freut sich über die schönen Erlebnisse mit den Neomusikanten.
Die 10-jährige Zoe versuchte sich am Schlagzeug und konnte schon ganze Rhythmus-Abfolgen spielen. Kein Wunder, spielt sie doch schon zwei Jahre Klarinette. Sie wirkt in der Jugendmusik Wädenswil mit und wird auch am Jubiläum der Musikschule am 13. Juni aufspielen. Sie findet es interessant andere Instrumente auszutesten. Obwohl ihr die Trompete sehr gut gefallen hat, wird sie aber ganz sicher bei ihrer Klarinette bleiben.
Beim Besuch dieses Infoanlasses wird verdeutlicht, was Musik alles erreichen kann. Musik machen fördert eine universelle Verständigung. Gerade bei den Gruppenaufführungen erkennt man deutlich, wie Jugendliche lernen, aufeinander zu hören, Rhythmen zu synchronisieren und sich gegenseitig zu unterstützen.
Jeder Einzelne ist wichtig für das Gesamtergebnis. So wird das Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Gruppe geschärft und die Teambildung gefördert. Wichtig an diesem Tag waren aber auch die einzelnen Erfolge mit den ersten Tönen, welche die Kinder auf einem Instrument erzielen konnten.
Sicher ist, dass sich einige von ihnen inspirieren lassen haben und ein Instrument erlernen werden.

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