Mit Kreisler, Ravel, De Falla, Scriabin und Bach hat sich der erst 19-jährige Alexander Sahatci ein Programm zusammengestellt, das viel Abwechslung brachte und den grossen Gefühlen einen weiten Raum bot. Apropos 19-jährig: Die 33. Saison Konzerte im Neugut bietet über die ganze Spielzeit hinweg besonders jungen, aufstrebenden Künstlerpersönlichkeiten eine Plattform.
Sahatci eröffnete die Matinee denn auch mutig mit J. S. Bachs Italienischem Konzert, wobei er nach dem wirbligen Allegro im folgenden Andante zu einem ruhigen Ausdruck fand und im abschliessenden Presto fröhlich, wie sich ein Wildbach über die Felsen stürzt, zum Finale kam.
Scriabins Fantasie Op. 28 entführt in eine ganz andere Welt. Mit donnernden Bässen lotet er die Möglichkeiten des Flügels aus, und nur hier und da blitzen wie in einem Gewitter Diskantakkorde dazwischen. Kraftvoll meisterte der junge Musiker die Hürden, die sich ihm hier boten.
Doch dann folgte die eigentliche Überraschung des Morgens. In der Folge vertauschte Sahatci das Klavier mit der Geige, auf der er ebenso virtuos unterwegs ist wie auf dem Tasteninstrument. Eugène Ysaÿes tief emotionale Sonate Nummer 4 meisterte er grossartig und mit viel Leidenschaft. Und wenn er schon eine Komposition des Jahrhundertgeigers Fritz Kreisler spielte, wählte er geschickt ein wenig bekanntes Rezitativ Kreislers aus, das den Schwerpunkt nicht auf reine Virtuosität, sondern auch auf Innerlichkeit und Ruhe legt.
Zurück am Klavier stand Maurice Ravels Jeux d’Eau auf dem Programm, und wiederum klang eine quirlige Musik im Raum, Wasserspielen nachträumend und die Phantasie anregend.
Den Schluss machte Manuel De Fallas Danza Ritual da Fuega, ein stampfendes, feuriges Ballettstück, donnernd wiederum und ein Bravourstück, um sich für weitere Konzerte zu empfehlen. (e)
www.artarena.ch
Mit Kreisler, Ravel, De Falla, Scriabin und Bach hat sich der erst 19-jährige Alexander Sahatci ein Programm zusammengestellt, das viel Abwechslung brachte und den grossen Gefühlen einen weiten Raum bot. Apropos 19-jährig: Die 33. Saison Konzerte im Neugut bietet über die ganze Spielzeit hinweg besonders jungen, aufstrebenden Künstlerpersönlichkeiten eine Plattform.
Sahatci eröffnete die Matinee denn auch mutig mit J. S. Bachs Italienischem Konzert, wobei er nach dem wirbligen Allegro im folgenden Andante zu einem ruhigen Ausdruck fand und im abschliessenden Presto fröhlich, wie sich ein Wildbach über die Felsen stürzt, zum Finale kam.
Scriabins Fantasie Op. 28 entführt in eine ganz andere Welt. Mit donnernden Bässen lotet er die Möglichkeiten des Flügels aus, und nur hier und da blitzen wie in einem Gewitter Diskantakkorde dazwischen. Kraftvoll meisterte der junge Musiker die Hürden, die sich ihm hier boten.
Doch dann folgte die eigentliche Überraschung des Morgens. In der Folge vertauschte Sahatci das Klavier mit der Geige, auf der er ebenso virtuos unterwegs ist wie auf dem Tasteninstrument. Eugène Ysaÿes tief emotionale Sonate Nummer 4 meisterte er grossartig und mit viel Leidenschaft. Und wenn er schon eine Komposition des Jahrhundertgeigers Fritz Kreisler spielte, wählte er geschickt ein wenig bekanntes Rezitativ Kreislers aus, das den Schwerpunkt nicht auf reine Virtuosität, sondern auch auf Innerlichkeit und Ruhe legt.
Zurück am Klavier stand Maurice Ravels Jeux d’Eau auf dem Programm, und wiederum klang eine quirlige Musik im Raum, Wasserspielen nachträumend und die Phantasie anregend.
Den Schluss machte Manuel De Fallas Danza Ritual da Fuega, ein stampfendes, feuriges Ballettstück, donnernd wiederum und ein Bravourstück, um sich für weitere Konzerte zu empfehlen. (e)
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