Wädenswil

Generalversammlung Historische Gesellschaft

Am Dienstag, 21. April 2026, fand die 22. Generalversammlung der Historischen Gesellschaft Wädenswil statt. Wie jedes Jahr sassen die Mitglieder quasi in der Ausstellung, welche sich dieses Jahr dem Thema See widmete.

Tex: Alexia Bischof

Nach dem Tätigkeitsbericht vom letzten Vereinsjahr des Präsidenten Christian Winkler wurde es erst richtig spannend, denn es wurde aus dem Nähkästchen – oder eben auf gut Zürichdeutsch dem «Fadezäindli» – berichtet. Hajo Heyck, welcher für den historischen Fundus zuständig ist, informierte über lustige Geschichten, bei welchen spezielle Gegenstände den Weg zum Verein gefunden haben. Ein noch funktionierendes Harmonium aus dem alten Spital Wädenswil, welches im Jahr 2005 eine Pflegekraft mit nach Hause nehmen durfte, fand nun wieder zurück in den Heimatort. Im Hotel Du Lac, welches gerade abgerissen wird, montierten sie zu zweit, nicht ganz suva-konform, das Aussenschild und die über 50 Kilogramm schwere Tafel über der Rezeption ab. Vom «Cindy’s Diner» im Herrlisberg erstanden sie ein legendäres Outfit der Servicekräfte während der Verhöckerung des Inventars. Vom Veloclub Wädenswil gab es eine Fahne, Tricots und Pokale. Eine spezielle Fahne von 1962 gab es auch vom ehemaligen Satus, dem Schweizerischer Arbeiter-Turn- und Sportverband, gegründet 1898, welcher 1987 in den Fitnessclub übergegangen ist.

Ausstellung

Die diesjährige Ausstellung «Seemeitli und Seebuebe» fand grossen Anklang, und die Besucherzahlen lagen sehr viel höher als letztes Jahr bei «Sonntag. Kein Tag wie jeder andere». Dass das Geheimnis für das neue Projekt 2027 noch nicht gelüftet werden konnte, hatte seinen Grund. Die beiden Kuratorinnen Rebekka Stutz und Anna Schneider widmen sich anderen Aufgaben. Nun sucht die Historische Gesellschaft «frisches Blut», am liebsten wieder mit zwei Historikerinnen oder Historiker. «An möglichen Themen liegt es nicht», so der Präsident. Bis zu den Sommerferien sollte die Crew bestimmt sein, damit termingerecht mit den Arbeiten begonnen werden kann.

Fischzucht in alter Brauerei

Nach dem geschäftlichen Teil bot Philipp Treichler Einsicht in die Fischzucht in Richterswil. Im alten Gemäuer, vis-à-vis der ARA, wo einstmals das Wolf-Bier gebraut wurde, sind nun etliche Fischbecken platziert. Es geht um die Zucht des Saiblings. «Ein Fisch, welcher dank einem hohen Fettanteil in der Küche beinahe jedem gelingt», so der Vortragende. Gezüchtet wird schon seit vier Jahren, und es ist und bleibt wohl ein Hobby der beiden Herren Philipp Treichler und Ruben Rod. Viel Herzblut schwimmt in den Bottichen. Die Verarbeitung der Fische überlassen sie einem Berufsfischer in der Nähe. Einen grossen Teil verkaufen sie samstags an ihrem Standort, liefern ab und zu an regionale Restaurants oder Fachgeschäfte.

Freitag, 25. September: Museumsnacht Richterswil bis Rüschlikon «versteckt und entdeckt»
Donnerstag, 12. November: Jahrbuchvernissage der 52. Ausgabe

historische.ch

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