Am 26. April nahm das Schiff der Historischen Gesellschaft Wädenswil Kurs auf den Hafen und schloss nach drei Monaten seine Türen. 1913 Personen besuchten die erlebnisreiche Ausstellung «Seemeitli und Seebuebe? Am, im, unter Wasser» in der Kulturgarage.
Ein grosses illustriertes Schiff aus Karton empfing die Besuchenden beim Eingang und verdeutlichte: Man ist auf einem Schiff. Jeder Themenbereich entsprach einem Raum. ln der Kombüse ging es um das Trinkwasser, an Deck um die Ufergestaltung und die Freizeit, in der Latrine um die Abwässer oder auf der Kommandobrücke um die Seerettung. Im Salon stellte sich die zentrale Frage: Sind Sie ein Seemeitli oder ein Seebueb? Neben der Erklärung der Begriffsherkunft waren Videos von über 25 Personen allen Alters zu sehen, die von ihrer Beziehung zum See erzählten und zum Nachdenken anregten.
Das Publikum konnte sich auch aktiv mit einem Beitrag beteiligen. An einer Wand wurden eingesandte Bilder und Geschichten ausgestellt, an einem Schwimmflügeli-Vorhang hinterliessen manche ihre Gedanken, und im Kajütenbett konnte am Seemeitli- und Seebuebelied weitergedichtet werden. «Die Begegnungen mit den Besucherinnen und Besuchern, ihre Geschichten und Erlebnisse haben mich bewegt», erzählt Kuratorin Rebekka Stutz. «Wenn die Gäste in einer Ausstellung ins Diskutieren kommen, beginnt es zu leben.» Co-Kuratorin Anna Schneider ergänzte: «Diese Geschichten zeigen die enge Verbindung der Wädenswilerinnen und Wädenswiler mit dem See. Alle haben etwas zu erzählen.» Diese Beziehung war es wohl auch, die das Publikum so zahlreich in die Kulturgarage lockte.
Auch das Begleitprogramm der Ausstellung war stets sehr gut besucht. Die neun öffentlichen Führungen und der geführte Spaziergang entlang des Seeufers fanden grossen Anklang, im Seewasserwerk Horgen kamen drei Gruppen zur Besichtigung. An den beiden Soirées mit gemütlicher Atmosphäre kamen jeweils über 30 Portionen Fischknusperli der ZHAW auf die Teller. Am Zürisee-Liederabend begeisterte das Ensemble Zürilieder mit den dargebotenen Liedern und Texten. Den fulminanten Abschluss machte das Seebuebelied, kombiniert mit dem eigens von den Ausstellungsmacherinnen und-machern kreierten Seemeitlilied. Schliesslich genossen über 80 Personen die Ausfahrt mit dem Ledischiff inklusive Vortrag des archäologischen Tauchers Adelrich Uhr.
Fast gleichzeitig mit der Eröffnung der Badesaison schliesst die Ausstellung der Historischen Gesellschaft. Sie blickt auf ereignisreiche drei Monate mit vielen interessanten Begegnungen zurück. ln einem Sommerprojekt, das derzeit in Planung ist, werden Ausschnitte der Ausstellung für alle Seemeitli und Seebuebe direkt am See zu sehen sein. (e)
Am 26. April nahm das Schiff der Historischen Gesellschaft Wädenswil Kurs auf den Hafen und schloss nach drei Monaten seine Türen. 1913 Personen besuchten die erlebnisreiche Ausstellung «Seemeitli und Seebuebe? Am, im, unter Wasser» in der Kulturgarage.
Ein grosses illustriertes Schiff aus Karton empfing die Besuchenden beim Eingang und verdeutlichte: Man ist auf einem Schiff. Jeder Themenbereich entsprach einem Raum. ln der Kombüse ging es um das Trinkwasser, an Deck um die Ufergestaltung und die Freizeit, in der Latrine um die Abwässer oder auf der Kommandobrücke um die Seerettung. Im Salon stellte sich die zentrale Frage: Sind Sie ein Seemeitli oder ein Seebueb? Neben der Erklärung der Begriffsherkunft waren Videos von über 25 Personen allen Alters zu sehen, die von ihrer Beziehung zum See erzählten und zum Nachdenken anregten.
Das Publikum konnte sich auch aktiv mit einem Beitrag beteiligen. An einer Wand wurden eingesandte Bilder und Geschichten ausgestellt, an einem Schwimmflügeli-Vorhang hinterliessen manche ihre Gedanken, und im Kajütenbett konnte am Seemeitli- und Seebuebelied weitergedichtet werden. «Die Begegnungen mit den Besucherinnen und Besuchern, ihre Geschichten und Erlebnisse haben mich bewegt», erzählt Kuratorin Rebekka Stutz. «Wenn die Gäste in einer Ausstellung ins Diskutieren kommen, beginnt es zu leben.» Co-Kuratorin Anna Schneider ergänzte: «Diese Geschichten zeigen die enge Verbindung der Wädenswilerinnen und Wädenswiler mit dem See. Alle haben etwas zu erzählen.» Diese Beziehung war es wohl auch, die das Publikum so zahlreich in die Kulturgarage lockte.
Auch das Begleitprogramm der Ausstellung war stets sehr gut besucht. Die neun öffentlichen Führungen und der geführte Spaziergang entlang des Seeufers fanden grossen Anklang, im Seewasserwerk Horgen kamen drei Gruppen zur Besichtigung. An den beiden Soirées mit gemütlicher Atmosphäre kamen jeweils über 30 Portionen Fischknusperli der ZHAW auf die Teller. Am Zürisee-Liederabend begeisterte das Ensemble Zürilieder mit den dargebotenen Liedern und Texten. Den fulminanten Abschluss machte das Seebuebelied, kombiniert mit dem eigens von den Ausstellungsmacherinnen und-machern kreierten Seemeitlilied. Schliesslich genossen über 80 Personen die Ausfahrt mit dem Ledischiff inklusive Vortrag des archäologischen Tauchers Adelrich Uhr.
Fast gleichzeitig mit der Eröffnung der Badesaison schliesst die Ausstellung der Historischen Gesellschaft. Sie blickt auf ereignisreiche drei Monate mit vielen interessanten Begegnungen zurück. ln einem Sommerprojekt, das derzeit in Planung ist, werden Ausschnitte der Ausstellung für alle Seemeitli und Seebuebe direkt am See zu sehen sein. (e)