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Entschlackungskur-Tipps

Fühlen Sie sich müde, erschöpft und unausgeglichen? Vielleicht sollten Sie einmal über eine Frühjahrskur nachdenken. Gerade nach der langen Winterzeit ist dies oftmals der richtige Moment, um den Körper zu entschlacken und wieder in Schwung zu bringen.

Der Begriff des Entschlackens wird im Volksmund häufig gebraucht. Doch was genau ist damit eigentlich gemeint? Eine gute Erklärung findet sich im «Medizin Zitate Lexikon» von Ernst Lautenbach: «Entschlackung ist eine durch besondere therapeutische Massnahmen angeregte Ausscheidung von Stoffwechselprodukten zur Entgiftung und Reinigung des Organismus.

Der Säure-Basen-Haushalt

Was ist eigentlich der pH-Wert? Er gibt an, ob eine Flüssigkeit sauer, neutral oder basisch ist. Für einen gesunden Stoffwechsel ist es wichtig, dass unsere verschiedenen Körperflüssigkeiten und Gewebe einen bestimmten pH-Wert aufweisen, d. h. ein ausgewogener Säure-Basen-Haushalt muss vorliegen. Verschiedene Regulationsmechanismen, sogenannte Puffersysteme, sorgen dafür, dass der pH-Wert ständig gleich bleibt und nicht aus dem Ruder läuft. Sie funktionieren sozusagen wie Stossdämpfer im Auto, die Erschütterungen abpuffern.

Wenn der Körper sauer wird

Falls sich der pH-Wert des Blutes nicht mehr im normalen Bereich (pH 7,38–7,42) befindet und zu sauer wird, spricht die Schulmedizin von einer Übersäuerung. Das ist ein kritischer Zustand, der unter anderem bei schlecht eingestellten Diabetikern oder Nierenkranken auftreten kann. Beim gesunden Mensch ist der pH-Wert des Blutes in der Regel im erforderlichen Bereich. Dennoch können die Puffersysteme in besonderen Situationen stark beansprucht werden. Dazu gehören Stress, Schlafmangel, eine durchgemachte Krankheit, eine falsche Ernährung und Alkohol. In solchen Fällen ist gemäss der Erfahrungsmedizin eine latente Übersäuerung möglich. Dabei werden überschüssige Säuren vorübergehend im Gewebe zwischengelagert. Wir sind dann zwar nicht ernsthaft krank und der Blut-pH ist in Ordnung, aber Erschöpfung, Reizbarkeit und andere gesundheitliche Probleme können auftreten. Was ist zu tun? Bereits 1913 veröffentlichte der schwedische Chemiker Ragnar Berg Tabellen, in denen er basenbildende und säurebildende Nahrungsmittel unterschied.

Die Säure-Basen-Küche

Die meisten Obst- und Gemüsesorten zählen zu den Basenbildnern. Hingegen gehören Getreide-, Milch-, Fisch- und Fleischprodukte vorwiegend zu den Säurebildnern. Für eine gesunde Ernährung ist es nicht entscheidend, auf ein quasi «böses» Nahrungsmittel zu verzichten. Es ist viel besser, wenn Sie säure- und basenbildende Lebensmittel in einem sinnvollen Verhältnis von 30:70 kombinieren. Essen Sie also Ihr saftiges Steak anstatt mit Teigwaren lieber mit Kartoffeln und viel Gemüse. Spinat ist übrigens ein extra starker Basenbildner. So müssen Sie nicht auf leckere Köstlichkeiten verzichten und können dabei eine basische Bilanz ziehen. Unterstützend können Sie ganz gezielt eine ausgleichende Säure-Basen-Kur machen. Dafür eignen sich diverse Pulver oder Tabletten mit basischen Mineralsalzen.

Leber, Niere & Co.

Nicht nur zu viele Säuren können unseren Körper belasten. Er ist ständig damit beschäftigt, schädliche oder nicht benötigte Stoffe loszuwerden. Die Leber spielt dabei eine wichtige Rolle, denn sie ist unser zentrales Entgiftungsorgan. Hier werden Alkohol, Medikamente und andere Substanzen umgewandelt und abgebaut. Über die Niere und Blase erfolgt schliesslich die Ausscheidung im Harn. Daneben nimmt der schlecht wasserlösliche Teil den Weg über die Galle und den Stuhl. Verschiedene Heilpflanzen eignen sich sehr gut, um die Ausscheidungsorgane bei einer Entschlackungskur anzukurbeln. Sie können aus ihnen einen Tee zubereiten oder fertige Tinkturen sowie auch spagyrische Mischungen verwenden.

Tipps rund um das Thema Entschlackung

• Schlafen Sie regelmässig und ausreichend.
• Bringen Sie Ihre Nieren richtig in Schwung, indem Sie viel Spargel essen. Das schlanke Gemüse ist stark harntreibend und enthält wertvolle Inhaltsstoffe. Lassen Sie sich in Ihrer Drogerie als Ergänzung eine harntreibende Spagyrikmischung herstellen.
• Wie wäre es mit einem leckeren Löwenzahnsalat, der die Leber und Galle anregt oder Tinkturen mit Mariendistel und Artischocke?
• Legen Sie in Ihr Naschfach lieber getrocknete Früchte anstelle von Süssigkeiten.
• Gönnen Sie sich ein wohltuendes Bad mit basischen Badesalzen.
• Vermeiden Sie den wiederholten Gang zur Kaffeemaschine.
• Bewegen Sie sich regelmässig und treiben Sie Sport.
• Trinken Sie den Stoffwechsel anregende Teemischungen oder Basentees oder machen Sie eine Trinkkur mit Gemüse- und Fruchtsäften.

Wir beraten Sie gerne!
Drogerie Süess, Julius Jezerniczky & Team

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