Aktuell Richterswil

„Tertianum Etzelblick Pavillon“ wird diesen Winter bezogen

Bald ist es soweit: das Wohn- und Pflegezentrum «Tertianum Etzelblick» zieht in das Provisorium am Haslenweg 8 in Samstagern. Der «Pavillon» wird für zwei Jahre zum neuen Zuhause werden.

«Wir wollten eigentlich Anfang November umziehen, aber der Pavillon braucht ein Fundament und bei dessen Bau gab es eine Verzögerung», sagt Marianne Häuptli, seit sechs Jahren Regionenleiterin für das Tertianum Mittelland und Zentralschweiz. Ende Dezember wird der «Pavillon» jedoch dem Unternehmen übergeben werden können und dann wird eingerichtet. Betten, Büromöbel sowie Möbel für das Bistro/Restaurant werden neu gekauft und zwei Jahre später in die neuen Häuser an der Gartenstrasse mitgenommen. Geschäftsführer Stefan Hartmann zeigt sich mit dem Vorgehen zufrieden: «Das ist schon ein grosses Volumen, welches wir nicht zügeln müssen, weil alles neu eingerichtet wird in Samstagern».

Die derzeitigen Bewohner werden vom «Tertianum Etzelblick»-Team persönlich mit dem Behindertentaxi nach Samstagern gefahren und können dort ihr eigenes Zimmer beziehen. Die persönlichen Sachen und Möbel werden bereits vorher von Leuten einer erfahrenen Umzugsfirma hingebracht worden sein. Jedes Zimmer hat eine eigene Nasszelle und die meisten werden auch grösser (ca. 18 m3 plus WC/Dusche) sein als die alten Räumlichkeiten im «Tertianum Etzelblick» an der Gartenstrasse.

Dass der Umzug verschoben wurde, stört Geschäftsführer Stefan Hartmann insofern nicht, weil er sich jetzt keine Gedanken mehr darum machen muss, wie er die «Tertianum Etzelblick»-Gäste an die Räbenchilbi und zurück nach Samstagern befördern soll.

 

Umgeben von Natur

Der «Tertianum Etzelblick Pavillon» steht am Haslenweg, mitten im Grünen auf einer Gemeindewiese, unweit der Bushaltestellen nach Richterswil bzw. Samstagern. Der Ausblick auf den See und die Berge ist spektakulär. Im Erdgeschoss befindet sich der Empfang, das Restaurant mit grosszügiger Terrasse, Büros, Zimmer für die Bewohner sowie die Demenzabteilung, welche ihre eigene Terrasse mit Weglaufschutz haben wird. Diese Abteilung ist zum aktuellen Zeitpunkt ein geschützter Wohnbereich, was bedeutet, dass diese nicht abgeschlossen ist, die Infrastruktur es den Patienten jedoch erschwert, sich von allein daraus zu entfernen. Im oberen Stock des Provisoriums – per Lift und Treppe zu erreichen – sind ausschliesslich Zimmer für die Bewohner untergebracht.

Rein von der Infrastruktur her ist es ein Upgrade zur Gartenstrasse. Es ist sehr übersichtlich, die Zimmer (30 an der Zahl) gehen beidseitig vom durchgehenden Gang ab. Das macht es für die Pflegegäste einfacher, sich zurechtzufinden. Dass es drei Zimmer weniger hat im «Pavillon» wird kein Problem darstellen, denn es finden sich immer wieder Bewohner ein für eine Akut- und Übergangspflege und das lässt sich entsprechend koordinieren.

 

Restaurantbetrieb aufrecht erhalten

Wie bisher wird in Samstagern das Restaurant für die Öffentlichkeit zugänglich sein und die beliebten und gemütlichen Treffen zum Essen (Spaghetti- oder Fondueplausch, Brunch usw.), Kaffee und Kuchen weiterhin angeboten. Es soll für die Bevölkerung auch eine Möglichkeit sein, das Wohn- und Pflegezentrum kennenzulernen, vielleicht auch hinsichtlich eines möglichen Umzugs ab 2022 in eine der neuen Alterswohnungen im Herzen von Richterswil. «Das Tertianum soll Raum bieten für die Menschen, um sich zu treffen, ein bisschen zu ‹sein›, sich der sozialen Vereinsamung zu entziehen», erklärt Häuptli.

 

Was ist das Tertianum?

«Wenn die Leute ‹Tertianum› hören, dann denken sie häufig an einen teuren Lebensabend», sagt Marianne Häuptli. Jedoch muss ein Unterschied gemacht werden bei der weiterführenden Bezeichnung «Residenz» und «Wohn- und Pflegezentrum». Die Residenzen sind zum Teil tatsächlich eher kostspielig für die Bewohner und eher mit einem Hotelbetrieb zu vergleichen. Anders verhält es sich bei den Wohn- und Pflegezentren, bei denen zusätzliche Leistungen gebucht werden können, ansonsten aber wie andere Seniorenbetriebe einzuordnen sind.

«Das Wachstum bei den Bewohnern findet in der Mittelklasse statt», ergänzt Häuptli und erklärt somit, warum von den rund 80 schweizweit von Tertianum betriebenen Häusern gerade mal 14 Residenzen sind. Deshalb entwickelt sich das Unternehmen seit Jahren in diese Richtung.

Das Tertianum setzt auf eine liebevolle und familiäre Betreuung seiner Gäste mit guter gesunder Küche, körperlicher Bewegung, Schönheits- und Gesundheitspflege. Die Abwechslung im Alltag ist wichtig, darum finden zum Beispiel nebst Konzerten, Ausflügen, Lesungen, Film- und Spielenachmittage auch unterschiedliche Interaktionen unter den Gästen statt. Diese variieren von Haus zu Haus. «In Zürich haben wir eine Residenz, in welcher jeweils dienstags alternierend Englisch- und Französischkonversation stattfinden, und im Wohn- und Pflegezentrum in Opfikon jassen sie gern. Wir machen halt das, was die Leute mögen, das ist sehr unterschiedlich», freut sich Marianne Häuptli. (rb)

 

Für das neue Wohnen im «Tertianum Etzelblick Pavillon» wurde eigens eine Broschüre erstellt. Darin enthalten sind auch die diversen Formen der Aufenthaltsmöglichkeiten aufgezeigt. Diese Broschüre darf man sich gerne beim Tertianum geben lassen.

Im Frühling (Datum wird noch bekannt gegeben) findet die offizielle Einweihung des «Tertianum Etzelblick Pavillon» statt. Verwandte, Bekannte und Bevölkerung sind herzlich dazu eingeladen.

 

www.etzelblick.tertianum.ch