Richterswil

Kleine Gesten mit grosser Wirkung

2026 ist das internationale Jahr der Freiwilligen. Pro Senectute Schweiz möchte hierzu ein besonderes Zeichen setzen und lanciert den «Prix Merci», um den rund 15 800 Freiwilligen, welche sich für die ältere Bevölkerung stark machen, ihre Wertschätzung zu zeigen.

Text: Reni Bircher
Bild: zvg

Ohne die vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer im Alltag könnte eine Gemeinschaft nicht funktionieren und bestehen. Vieles davon passiert im Hintergrund, sodass diese Dienste gar nicht richtig wahrgenommen werden. Das reicht vom Aufbau der Festtische an einem Anlass und dessen Planung, über Gratiskaffee am Treffpunkt, dem Aufbau eines Angebotes für diverse Zielgruppen, jemandem vorlesen, einen Einkauf tätigen für jemand anderen und noch Weiteres mehr, von dem wir alle profitieren dürfen.
Die Pro Senectute rückt dieses Engagement ins Rampenlicht und verleiht Ende 2026 erstmals eine Auszeichnung an eine Person, welche sich mit Herz und Tatkraft für ältere Menschen einsetzt.

Im Kanton Zürich engagieren sich über 2800 Freiwillige bei Pro Senectute. Sie füllen die Angebote für Seniorinnen und Senioren mit Leben und machen diese erst möglich. Stellvertretend für alle schickt Pro Senectute Kanton Zürich Fredi Reist ins Rennen für den «Prix Merci». Er ist Leiter der Ortsvertretung Richterswil und Samstagern und Freiwilliger im Treuhanddienst der Stiftung. Er plant neue Angebote und bereichert mit grossem Engagement und zusammen mit seinem Team das Leben älterer Menschen im Dorf.
Wer den Preis erhält, bestimmt die Bevölkerung, die Abstimmung hat bereits begonnen.
Somit könnte der «Prix Merci» nach Richterswil an Fredi Reist gehen.

Der Richterswiler Anzeiger hat nachgefragt, was das beim Votierten so auslöst:

Fredi, Du wurdest von der Pro Senectute Kanton Zürich ausgewählt und stellvertretend für die vielen Freiwilligen des Kantons ins Rennen um die Auszeichnung «Prix Merci» geschickt. Was bedeutet Dir das?
Für mich ist dies eine grosse Ehre, die Freiwilligen im Kanton zu vertreten. Jedoch hätte diese Nomination ein jeder von ihnen ebenfalls verdient.

Denkst Du, dass es nötig ist, auf die Freiwilligenarbeit aufmerksam zu machen?
Ja, unbedingt. Viele ältere Personen benötigen Hilfe in irgendeiner Form und wissen oft nicht, wo diese zu finden ist.

Weshalb hast Du Dich entschieden, bei der Pro Senectute mitzumachen? Freiwilligenarbeit kann ja an vielerlei Orten stattfinden …
Nach meinem Firmenaustritt in der EDV war es eher ein Zufall, dass ich beim Mittagstisch gelandet bin. Als Hobbykoch ist aber ein Weg zum Mahlzeiten-Service naheliegend.
2023 hast Du den Mittagstisch von Ehepaar Diem übernommen und einen Filmnachmittag mit Kaffee und Kuchen eingeführt. Warum die Angebotserweiterung?
Bereits beim Start meiner Mitarbeit beim Mittagstisch 2018 hat mir etwas gefehlt nach dem Essen. So habe ich begonnen, jeweils nach dem Dessert Filme zu zeigen. Ein Flyer in meinem Briefkasten von der Himmelsbühne im Hotel Drei Könige war der Auslöser für das Angebot «Film mit Kaffee und Kuchen».

Sind es immer in etwa die gleichen Gäste, welche ihr an diesen Anlässen begrüssen dürft?
Wir haben einen grossen Teil Stammgäste. Bei jeder Veranstaltung gibt es aber auch neue Gesichter unter den Gästen.

Ist es schwierig, die Anlässe zu planen?
Nein. Das Wesentliche ist die Reservation der Veranstaltungsräume. Und das Filmprogramm. Alles Weitere erfolgt oft spontan.
Mittagstisch und Filmnachmittag ist aber nicht das Einzige, was Du an Hilfe anbietest …
Nein. In der Ortsvertretung machen wir auch die Gratulationen, haben einen Besuchs- und einen Fahrdienst und vieles mehr.
Daneben bin ich aktiv als Freiwilliger im Treuhanddienst von Pro Senectute und betreue jeweils vier Personen in all ihren finanziellen und administrativen Belangen.

Was gefällt Dir an Deinem Engagement für ältere Menschen?
Ich gebe ihnen Zufriedenheit und etwas Freude im Alltag.

Was machst Du in Deiner Freizeit?
Ich bin gerne in den Bergen unterwegs mit dem SAC. Daneben reisen wir gerne in ferne Länder. Die Fliegerei hat einen grossen Stellenwert, im Winter das Schneeschuhwandern, und ich lese gerne.

Wofür bist Du dankbar?
Dass ich soweit gesund bin und diese Tätigkeiten ausführen kann.

Wo siehst Du Dich in fünf Jahren?
Wenn es meine Gesundheit erlaubt, werde ich noch einige Jahre so weitermachen. Vielleicht mit etwas kleinerem Programm.

Danke für diese Einblicke, Fredi, und viel Erfolg beim Voting! (n)

Das Publikumsvoting läuft bis Ende August. Machen Sie mit und geben Sie Fredi Reist Ihre Stimme:
www.pszh.ch/prix-merci

Zum Angebot der Ortsvertretung Richterswil und Samstagern:
www.pszh.ch/richterswil

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