Der Gemeinderat von Wädenswil hat sich am 4. Mai erstmals in seiner neuen Zusammensetzung zu seiner konstituierenden Sitzung getroffen.
Text: Ernst Brändli
Bilder: Stefan Baumgartner
Der amtsältesten Gemeinderätin Charlotte Bär war die Ehre zugetan, diese Sitzung zu eröffnen. In ihrer Rede kam zu Tage, dass sie auch ihre achte Legislaturperiode mit voller Motivation antreten werde. Anschliessend an die Würdigung der Gemeinderatsarbeit des neuen Stadtrats Martin Bislin schritt sie zur ersten Amtshandlung. Christoph Mahler (EVP) wurde mit 35 von 35 möglichen Stimmen zum höchsten Wädenswiler gewählt. Somit durfte er auf dem «Bock» Platz nehmen und seine Amtszeit als Wädenswiler Gemeinderatspräsident beginnen. In seiner Ansprache zeigte Christoph Mahler auf, wie er sich die Arbeit des Wädenswiler Gemeinderats in seinem Präsidialjahr vorstellt: Der Gemeinderat soll effektiv (Zeit ist Geld), progressiv (vorwärts schauend) und attraktiv (offen gegenüber der Bevölkerung) sein. Seine Aussage: «So richtig in Fahrt komme ich dann, wenn jemand sagt, das sei schon immer so gewesen», wurde beim Ablauf der Geschäfte deutlich dargelegt. Speditiv und zielführend wurden die Wahlen der beiden Vizepräsidien durchgeführt. Zum ersten Vizepräsidenten wurde Marco Kronauer (SVP) mit 35 Stimmen und zur zweiten Vizepräsidentin Corinna Martinelli (SP) mit 30 Stimmen gewählt.
Nachdem das komplette Ratspräsidium in geheimer Wahl bestätigt war, schritt die Versammlung zu den offenen Wahlen der drei Stimmenzähler, des Ratssekretärs, dessen Stellvertreterin und der diversen Kommissionen. In sämtliche Kommissionen wurden auch gleich deren Präsidenten bestimmt. Somit waren diese Gremien nach Abschluss der Gemeinderatssitzung bereits arbeitsfähig. Dies war erstmalig in der Geschichte von Wädenswil der Fall. Ein erstes Ziel, welcher der neue Gemeinderatspräsident umgesetzt hat.
Feier im Weinbaumuseum
Anschliessend an die Versammlung lud der neue Gemeindepräsident alle Ratsmitglieder zu seiner Wahlfeier ins Weinbaumuseum auf der Halbinsel Au ein. Durch den geselligen Abend führte Andreas Muheim (EVP). Sein Versuch, von jeder Partei/Fraktion eine internationale oder nationale Politikgrösse zu finden, welche dem neuen Gemeinderatspräsidenten seine Aufwartung machen könnte, stiess vielerorts auf ein Schmunzeln. Sogar ein fiktives Telefonat mit Präsident Trump fehlte dabei nicht. Er fand jedoch im Kreise des Wädenswiler Parlaments grossartige Vertretungen. Den Anfang der Glückwünsche überbrachte kein Geringerer als der neue Stadtpräsident Christof Wolfer. Simon Bass von der Mitte bedankte sich dafür, dass alle Gemeinderäte zu dieser Wahlfeier eingeladen waren und betonte mit einem Schmunzeln im Gesicht, dass dies durchaus nachahmenswert sei. Als Geschenk überbrachte die Mitte ein grosses Guetsli in Form eines Pinsels für den neuen Anstrich im Gemeinderat.
Die SP-Fraktion übergab Christoph Mahler für seinen Weg als Gemeinderat neben Wanderstöcken ganz viele passende Utensilien, welche alle in der Parteifarbe Rot gehalten waren.
Grüne und SVP überreichten Christoph Mahler je einen reichhaltigen Geschenkkorb mit vielen feinen Wädenswiler Spezialitäten.
Die Idee, ein Rednerpult einzuführen, wie es vom Präsidenten während der Sitzung erwähnt wurde, hatte auch die FDP/BFPW-Fraktion aufgenommen. Sie übergaben standesgemäss ein Portrait des neuen Präsidenten und ein dazu passendes Rednerpult.
Die GLP fand heraus, dass Mahlers Heimatgemeinde Menznau genau wie Wädenswil ebenfalls aus drei Dörfern besteht und er somit Erfahrung in diesem politischen Umfeld habe. Für einen allfälligen Notfall im Rat bekam er ein Solarpanel geschenkt, damit die Energie nie ausgehe.
Zum Schluss bedankte sich Christoph Mahler bei allen Anwesenden für die guten Wünsche und Geschenke. Er freue sich auf eine gute Zusammenarbeit im kommenden Jahr mit allen wiedergewählten und insbesondere auch den neuen Gemeinderäten.
Mit einem dezenten Hinweis auf die am anderen Morgen stattfindende Geschäftsleitungssitzung wünschte er seinen Gästen ein gemütliches Zusammensein.
Der neue Gemeinderatspräsident Christoph Mahler lebt seit 2010 mit seiner Frau und seinen zwei Söhnen in der Au. Dort konnten sie im Jahr 2010 das Haus der Grosseltern seiner Frau übernehmen und haben es komplett erneuert. Christoph Mahler hat sich während seiner Jugendzeit sehr viel auf dem Bauernhof seiner Grosseltern aufgehalten. Dort war Politik stets ein Thema, und Christoph Mahler wurde davon geprägt. Insbesondere der Spruch seines Grossvaters: «Christoph, du muesch emal Bundesrat werde», hat ihm schon sehr Eindruck gemacht.
Auch sein Jura-Studium im Bereich öffentliches Recht hat seinen Weg in die Politik mitgestaltet. Eine weitere prägende Figur auf seinem politischen Werdegang ist sein langjähriger Freund und Nationalrat Nik Gugger.
Nach seiner Rückkehr aus dem Ausland und der definitiven Niederlassung in der Au stellte sich für Christoph Mahler die Frage, wie er sich am besten in der Stadt Wädenswil einbringen könnte. Mit der Wahl zum Gemeinderat im November 2023 und dem jetzigen Ratspräsidium prägt er die Wädenswiler Politik nun massgeblich mit.
Der Gemeinderat von Wädenswil hat sich am 4. Mai erstmals in seiner neuen Zusammensetzung zu seiner konstituierenden Sitzung getroffen.
Text: Ernst Brändli
Bilder: Stefan Baumgartner
Der amtsältesten Gemeinderätin Charlotte Bär war die Ehre zugetan, diese Sitzung zu eröffnen. In ihrer Rede kam zu Tage, dass sie auch ihre achte Legislaturperiode mit voller Motivation antreten werde. Anschliessend an die Würdigung der Gemeinderatsarbeit des neuen Stadtrats Martin Bislin schritt sie zur ersten Amtshandlung. Christoph Mahler (EVP) wurde mit 35 von 35 möglichen Stimmen zum höchsten Wädenswiler gewählt. Somit durfte er auf dem «Bock» Platz nehmen und seine Amtszeit als Wädenswiler Gemeinderatspräsident beginnen. In seiner Ansprache zeigte Christoph Mahler auf, wie er sich die Arbeit des Wädenswiler Gemeinderats in seinem Präsidialjahr vorstellt: Der Gemeinderat soll effektiv (Zeit ist Geld), progressiv (vorwärts schauend) und attraktiv (offen gegenüber der Bevölkerung) sein. Seine Aussage: «So richtig in Fahrt komme ich dann, wenn jemand sagt, das sei schon immer so gewesen», wurde beim Ablauf der Geschäfte deutlich dargelegt. Speditiv und zielführend wurden die Wahlen der beiden Vizepräsidien durchgeführt. Zum ersten Vizepräsidenten wurde Marco Kronauer (SVP) mit 35 Stimmen und zur zweiten Vizepräsidentin Corinna Martinelli (SP) mit 30 Stimmen gewählt.
Nachdem das komplette Ratspräsidium in geheimer Wahl bestätigt war, schritt die Versammlung zu den offenen Wahlen der drei Stimmenzähler, des Ratssekretärs, dessen Stellvertreterin und der diversen Kommissionen. In sämtliche Kommissionen wurden auch gleich deren Präsidenten bestimmt. Somit waren diese Gremien nach Abschluss der Gemeinderatssitzung bereits arbeitsfähig. Dies war erstmalig in der Geschichte von Wädenswil der Fall. Ein erstes Ziel, welcher der neue Gemeinderatspräsident umgesetzt hat.
Feier im Weinbaumuseum
Anschliessend an die Versammlung lud der neue Gemeindepräsident alle Ratsmitglieder zu seiner Wahlfeier ins Weinbaumuseum auf der Halbinsel Au ein. Durch den geselligen Abend führte Andreas Muheim (EVP). Sein Versuch, von jeder Partei/Fraktion eine internationale oder nationale Politikgrösse zu finden, welche dem neuen Gemeinderatspräsidenten seine Aufwartung machen könnte, stiess vielerorts auf ein Schmunzeln. Sogar ein fiktives Telefonat mit Präsident Trump fehlte dabei nicht. Er fand jedoch im Kreise des Wädenswiler Parlaments grossartige Vertretungen. Den Anfang der Glückwünsche überbrachte kein Geringerer als der neue Stadtpräsident Christof Wolfer. Simon Bass von der Mitte bedankte sich dafür, dass alle Gemeinderäte zu dieser Wahlfeier eingeladen waren und betonte mit einem Schmunzeln im Gesicht, dass dies durchaus nachahmenswert sei. Als Geschenk überbrachte die Mitte ein grosses Guetsli in Form eines Pinsels für den neuen Anstrich im Gemeinderat.
Die SP-Fraktion übergab Christoph Mahler für seinen Weg als Gemeinderat neben Wanderstöcken ganz viele passende Utensilien, welche alle in der Parteifarbe Rot gehalten waren.
Grüne und SVP überreichten Christoph Mahler je einen reichhaltigen Geschenkkorb mit vielen feinen Wädenswiler Spezialitäten.
Die Idee, ein Rednerpult einzuführen, wie es vom Präsidenten während der Sitzung erwähnt wurde, hatte auch die FDP/BFPW-Fraktion aufgenommen. Sie übergaben standesgemäss ein Portrait des neuen Präsidenten und ein dazu passendes Rednerpult.
Die GLP fand heraus, dass Mahlers Heimatgemeinde Menznau genau wie Wädenswil ebenfalls aus drei Dörfern besteht und er somit Erfahrung in diesem politischen Umfeld habe. Für einen allfälligen Notfall im Rat bekam er ein Solarpanel geschenkt, damit die Energie nie ausgehe.
Zum Schluss bedankte sich Christoph Mahler bei allen Anwesenden für die guten Wünsche und Geschenke. Er freue sich auf eine gute Zusammenarbeit im kommenden Jahr mit allen wiedergewählten und insbesondere auch den neuen Gemeinderäten.
Mit einem dezenten Hinweis auf die am anderen Morgen stattfindende Geschäftsleitungssitzung wünschte er seinen Gästen ein gemütliches Zusammensein.
Der neue Gemeinderatspräsident Christoph Mahler lebt seit 2010 mit seiner Frau und seinen zwei Söhnen in der Au. Dort konnten sie im Jahr 2010 das Haus der Grosseltern seiner Frau übernehmen und haben es komplett erneuert. Christoph Mahler hat sich während seiner Jugendzeit sehr viel auf dem Bauernhof seiner Grosseltern aufgehalten. Dort war Politik stets ein Thema, und Christoph Mahler wurde davon geprägt. Insbesondere der Spruch seines Grossvaters: «Christoph, du muesch emal Bundesrat werde», hat ihm schon sehr Eindruck gemacht.
Auch sein Jura-Studium im Bereich öffentliches Recht hat seinen Weg in die Politik mitgestaltet. Eine weitere prägende Figur auf seinem politischen Werdegang ist sein langjähriger Freund und Nationalrat Nik Gugger.
Nach seiner Rückkehr aus dem Ausland und der definitiven Niederlassung in der Au stellte sich für Christoph Mahler die Frage, wie er sich am besten in der Stadt Wädenswil einbringen könnte. Mit der Wahl zum Gemeinderat im November 2023 und dem jetzigen Ratspräsidium prägt er die Wädenswiler Politik nun massgeblich mit.