Am Samstag, 9. Mai, öffneten das neue Feuerwehrgebäude und der Kindergarten Mettlen Tür und Tor für die Bevölkerung. Auch das Rahmenprogramm fand grossen Anklang beim durchmischten Publikum.
Text & Bilder: Reni Bircher
Beim Rundgang durch das Feuerwehrgebäude mit Feuerwehrkommandant Philipp Widmer offenbart sich die durchdachte und grosszügige Infrastruktur des Gebäudes. Auf die Frage, wie es sei, hier zu arbeiten und Einsätze zu machen, sagt Widmer strahlend: «Einfach genial!» Für die Feuerwehr sei das neue Depot ein Mehrwert; sei das wegen der Fahrzeuge, den Abläufen beim Ausrücken oder der Infrastruktur, sowohl bei den Arbeitsplätzen wie auch bei Pausen- und Schulungsräumen.
Seit Bezug des Depots im November 2025 fanden bereits 24 Einsätze statt: Dreimal wegen Bränden, weiter ging es um Strassenrettungen, Unfälle, technische Hilfeleistung und auch Tragehilfen bei Rettungen, oder aber um das Auspumpen von Kellern und Tierrettungen. «Erst kürzlich sind wir wegen eines zwischen Ziegeln eingeklemmten Spatzes ausgerückt», muss der Kommandant lachen. Das sei zwar ein teurer Einsatz, aber der Spatz hat dadurch überlebt. «Es ist ja ein Lebewesen, deshalb ist das dann auch richtig so und schön.»
Weil es strenge Regeln gibt, wie Fahrzeuge, Material und Kleidung nach einem Einsatz zu warten und zu reinigen sind, befinden wir uns als Erstes in der Waschstrasse. Die Einsatzfahrzeuge müssen hier drin gereinigt werden, wo das Abwasser einer eigenen Kläranlage zugeführt wird. Kleidung, welche bei einem Brand getragen wurde, muss ebenfalls in einem dafür vorgesehenen Raum abgelegt werden, weil sich daran gesundheitsschädliche Kunststoffpartikel befinden können, die nicht in andere Räumlichkeiten getragen werden sollen. Sie werden in Säcke verpackt und in einem separaten Waschraum gereinigt.
Zur Waschstrasse gehört eine gewaltige vollautomatische Schlauchpflegeanlage, welche die Wasserschläuche reinigt, prüft und wieder aufrollt.
Als nächste Station stand die Atemschutzretablierung auf dem Programm, wo die Atemmasken gereinigt und mit einem Lungengerät geprüft werden. Ausserdem werden dort auch die Sauerstoffflaschen wieder aufgefüllt.
Grosszügige Garderoben für Männer und Frauen stehen bereit, Helme und Kleidung sind sorgsam aufgehängt für den nächsten Einsatz. Seit fast zwei Jahren sind auch zwei Frauen bei der Feuerwehr Richterswil-Samstagern tätig.
Im Mehrzweckraum im Obergeschoss, welcher Platz für 25 Personen bietet, wird der Film über die Entstehung des Feuerwehrgebäudes gezeigt. Büroräume, sanitäre Anlagen und ein Pausenraum mit Kaffeeküche vervollständigen den Trakt neben der grossen Fahrzeughalle.
Rahmenprogramm
In dem Depot sind acht Fahrzeuge stationiert, die Hälfte davon sind Grossfahrzeuge. Diese dürfen von den Besucherinnen und Besuchern bestaunt werden, andere sind mit Gästen bei Rundfahrten im Dauereinsatz.
Für die Demonstration der Jugendfeuerwehr Bezirk Horgen wurde ein Teil der Sunnegartenstrasse abgesperrt und ein eigens dafür gebautes kleines Holzhaus von «Fachmann» Daniel Wohlwend in Brand gesteckt. Die Zuschauerschar wurde Zeuge, wie 13- bis 17-Jährige die Vorbereitungen zur Brandbekämpfung angingen und zum Brandherd vorrückten. Die gewaltige Hitze, welche vom Holzhaus ausging, liess die Schaulustigen zurückweichen, was auch gut war, denn nun folgte der Einsatz des Wasserschlauches, und eine riesige Dampf- und Rauchwolke stieg auf. Die Flammen waren weg, doch nun wurde dem Häuschen mit dem Beil zu Leibe gerückt und erneut mit Wasser gelöscht, damit sich durch ein verstecktes Glutnest nichts mehr entzünden kann.
Die Demonstration wurde mit grossem Applaus verdankt.
Der Männerchor Frohsinn und das Alphorn-Trio des Alt-Kommandanten der Feuerwehr, Karl «Käre» Rusterholz, haben das Einweihungsfest musikalisch begleitet, ebenso wie die Kindergartenkinder mit ihrem eigens dafür einstudierten Beitrag.
Vierfachkindergarten Mettlen
Das Farbkonzept von Feuerwehr und Kindergarten ist identisch: ein guter Mix aus einem satten Rotbraun und Naturholz. Grossen Anklang bei den Kindern dürfte die Riesenrutsche vom oberen in den unteren Stock finden – vielleicht ein Ausgleich zum «Fehlen» der Rutschstange bei der Feuerwehr, die man nur noch aus Filmen kennt. Der Indoor-Spielplatz verspricht Spass.
Die grosszügig mit Fenstern bedachten Räume sind mit hellen Möbeln eingerichtet und mittels Abwinklungen in separate Bereiche gegliedert für Spiel, Unterricht und Rückzugsmöglichkeiten.
Auf dem Mettlenspielplatz sind die Feuerwehrspiele aufgebaut worden, und die Kinder versuchten sich an Wasserschlauch und -pumpe, andere tollten bei herrlichem Frühlingswetter auf den Spielgeräten herum.
Alles in allem darf gesagt werden: Es hat alles gepasst und bei der in grosser Zahl aufmarschierten Gästeschar Anklang gefunden.
Am Samstag, 9. Mai, öffneten das neue Feuerwehrgebäude und der Kindergarten Mettlen Tür und Tor für die Bevölkerung. Auch das Rahmenprogramm fand grossen Anklang beim durchmischten Publikum.
Text & Bilder: Reni Bircher
Beim Rundgang durch das Feuerwehrgebäude mit Feuerwehrkommandant Philipp Widmer offenbart sich die durchdachte und grosszügige Infrastruktur des Gebäudes. Auf die Frage, wie es sei, hier zu arbeiten und Einsätze zu machen, sagt Widmer strahlend: «Einfach genial!» Für die Feuerwehr sei das neue Depot ein Mehrwert; sei das wegen der Fahrzeuge, den Abläufen beim Ausrücken oder der Infrastruktur, sowohl bei den Arbeitsplätzen wie auch bei Pausen- und Schulungsräumen.
Seit Bezug des Depots im November 2025 fanden bereits 24 Einsätze statt: Dreimal wegen Bränden, weiter ging es um Strassenrettungen, Unfälle, technische Hilfeleistung und auch Tragehilfen bei Rettungen, oder aber um das Auspumpen von Kellern und Tierrettungen. «Erst kürzlich sind wir wegen eines zwischen Ziegeln eingeklemmten Spatzes ausgerückt», muss der Kommandant lachen. Das sei zwar ein teurer Einsatz, aber der Spatz hat dadurch überlebt. «Es ist ja ein Lebewesen, deshalb ist das dann auch richtig so und schön.»
Weil es strenge Regeln gibt, wie Fahrzeuge, Material und Kleidung nach einem Einsatz zu warten und zu reinigen sind, befinden wir uns als Erstes in der Waschstrasse. Die Einsatzfahrzeuge müssen hier drin gereinigt werden, wo das Abwasser einer eigenen Kläranlage zugeführt wird. Kleidung, welche bei einem Brand getragen wurde, muss ebenfalls in einem dafür vorgesehenen Raum abgelegt werden, weil sich daran gesundheitsschädliche Kunststoffpartikel befinden können, die nicht in andere Räumlichkeiten getragen werden sollen. Sie werden in Säcke verpackt und in einem separaten Waschraum gereinigt.
Zur Waschstrasse gehört eine gewaltige vollautomatische Schlauchpflegeanlage, welche die Wasserschläuche reinigt, prüft und wieder aufrollt.
Als nächste Station stand die Atemschutzretablierung auf dem Programm, wo die Atemmasken gereinigt und mit einem Lungengerät geprüft werden. Ausserdem werden dort auch die Sauerstoffflaschen wieder aufgefüllt.
Grosszügige Garderoben für Männer und Frauen stehen bereit, Helme und Kleidung sind sorgsam aufgehängt für den nächsten Einsatz. Seit fast zwei Jahren sind auch zwei Frauen bei der Feuerwehr Richterswil-Samstagern tätig.
Im Mehrzweckraum im Obergeschoss, welcher Platz für 25 Personen bietet, wird der Film über die Entstehung des Feuerwehrgebäudes gezeigt. Büroräume, sanitäre Anlagen und ein Pausenraum mit Kaffeeküche vervollständigen den Trakt neben der grossen Fahrzeughalle.
Rahmenprogramm
In dem Depot sind acht Fahrzeuge stationiert, die Hälfte davon sind Grossfahrzeuge. Diese dürfen von den Besucherinnen und Besuchern bestaunt werden, andere sind mit Gästen bei Rundfahrten im Dauereinsatz.
Für die Demonstration der Jugendfeuerwehr Bezirk Horgen wurde ein Teil der Sunnegartenstrasse abgesperrt und ein eigens dafür gebautes kleines Holzhaus von «Fachmann» Daniel Wohlwend in Brand gesteckt. Die Zuschauerschar wurde Zeuge, wie 13- bis 17-Jährige die Vorbereitungen zur Brandbekämpfung angingen und zum Brandherd vorrückten. Die gewaltige Hitze, welche vom Holzhaus ausging, liess die Schaulustigen zurückweichen, was auch gut war, denn nun folgte der Einsatz des Wasserschlauches, und eine riesige Dampf- und Rauchwolke stieg auf. Die Flammen waren weg, doch nun wurde dem Häuschen mit dem Beil zu Leibe gerückt und erneut mit Wasser gelöscht, damit sich durch ein verstecktes Glutnest nichts mehr entzünden kann.
Die Demonstration wurde mit grossem Applaus verdankt.
Der Männerchor Frohsinn und das Alphorn-Trio des Alt-Kommandanten der Feuerwehr, Karl «Käre» Rusterholz, haben das Einweihungsfest musikalisch begleitet, ebenso wie die Kindergartenkinder mit ihrem eigens dafür einstudierten Beitrag.
Vierfachkindergarten Mettlen
Das Farbkonzept von Feuerwehr und Kindergarten ist identisch: ein guter Mix aus einem satten Rotbraun und Naturholz. Grossen Anklang bei den Kindern dürfte die Riesenrutsche vom oberen in den unteren Stock finden – vielleicht ein Ausgleich zum «Fehlen» der Rutschstange bei der Feuerwehr, die man nur noch aus Filmen kennt. Der Indoor-Spielplatz verspricht Spass.
Die grosszügig mit Fenstern bedachten Räume sind mit hellen Möbeln eingerichtet und mittels Abwinklungen in separate Bereiche gegliedert für Spiel, Unterricht und Rückzugsmöglichkeiten.
Auf dem Mettlenspielplatz sind die Feuerwehrspiele aufgebaut worden, und die Kinder versuchten sich an Wasserschlauch und -pumpe, andere tollten bei herrlichem Frühlingswetter auf den Spielgeräten herum.
Alles in allem darf gesagt werden: Es hat alles gepasst und bei der in grosser Zahl aufmarschierten Gästeschar Anklang gefunden.