Das City Bistro war am 12. März proppenvoll. Das Thema trifft einen Nerv: Wie wird das Wädenswiler Ortszentrum lebendiger und attraktiver? Die Mitte Wädenswil hatte dazu den Luzerner City-Manager Erich Felber eingeladen. Im Interview erklärt der Experte, worauf es ankommt – und warum sich jemand gezielt um das Zentrum kümmern sollte.
Bistros statt Barbershops: Wie bringen wir wieder mehr Leben in unsere Ortszentren? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Veranstaltung der Mitte Wädenswil. Zu Gast war Erich Felber, City-Manager der Stadt Luzern. Er sorgt dafür, dass sich Innenstädte gezielt entwickeln und die verschiedenen Akteure zusammenspielen.
Viele Städte – auch kleinere – setzen heute bewusst auf solche Funktionen. Nicht zuletzt, um Leerstände zu reduzieren, die Vielfalt im Zentrum zu erhalten und die Aufenthaltsqualität zu steigern. Im Gespräch erklärt Felber, weshalb es dafür eine klare Verantwortung braucht.
Erich Felber, was macht eigentlich ein City-Manager?
Meine Aufgabe ist es, den Überblick über die Entwicklung der Innenstadt zu behalten und die verschiedenen Akteure zusammenzubringen. Ein Zentrum funktioniert nur, wenn viele Zahnräder ineinandergreifen: Detailhandel, Gastronomie, Eigentümer von Liegenschaften, Veranstalter und die Stadtverwaltung müssen zusammenarbeiten. Als City-Manager versuche ich, die Interessen zu koordinieren und gemeinsam Lösungen zu entwickeln, damit das Zentrum attraktiv bleibt.
Warum braucht eine Stadt dafür eine eigene Organisation?
Weil Innenstädte komplexe Systeme sind. Wenn jeder nur auf seinen eigenen Bereich schaut, entsteht schnell ein Flickenteppich. Mit einem City-Management kann man dem entgegenwirken. Es ist eine Investition in die Lebensqualität für die ganze Stadt.
Welche Themen beschäftigen Sie besonders?
Ein grosses Thema ist der Nutzungsmix. Eine lebendige Innenstadt braucht unterschiedliche Angebote: Läden, Restaurants, Dienstleistungen, Kultur und Begegnungsorte. Ebenso wichtig ist die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum.
Das heisst?
Menschen kommen nicht nur zum Einkaufen ins Zentrum, sie möchten sich dort auch gerne aufhalten. Plätze, Begrünung, Sitzgelegenheiten oder Veranstaltungen spielen dabei eine wichtige Rolle. Die Innenstadt ist wie ein zweites Wohnzimmer.
Was passiert, wenn sich niemand gezielt um diese Themen kümmert?
Einzelne Nutzungen häufen sich, andere verschwinden. Man kennt das aus vielen Städten: Wenn ein Ladenlokal frei wird, zieht einfach das nächste gleiche Angebot ein. Auf Dauer führt das zu Einseitigkeit und schwächt die Attraktivität eines Zentrums. Hier setzen wir unseren «Fuss» rein. (e)
Neue Ideen und politisches Wirken für unsere Ortszentren
Die Mitte Wädenswil nutzte den Anlass auch, um eigene Ideen vorzustellen. Sie präsentierte ihren Masterplan für das Wädenswiler Zentrum sowie für die Ortskerne von Schönenberg und Hütten. Im Mittelpunkt stehen attraktivere Strassen und Plätze mit mehr Bäumen, Grünflächen, Sitzgelegenheiten und Spielmöglichkeiten sowie weniger Verkehr. Besonders im Fokus stehen die Zugerstrasse, die Gerbestrasse und der Seeplatz sowie die Ortskerne in Schönenberg und Hütten.
Gemeinderat und Stadtratskandidat Martin Bislin hat im Gemeinderat zusätzlich ein Postulat zum Thema City-Management eingereicht. Ziel ist es, das Thema langfristig voranzubringen.
Weitere Informationen:
waedenswil.die-mitte.ch
Das City Bistro war am 12. März proppenvoll. Das Thema trifft einen Nerv: Wie wird das Wädenswiler Ortszentrum lebendiger und attraktiver? Die Mitte Wädenswil hatte dazu den Luzerner City-Manager Erich Felber eingeladen. Im Interview erklärt der Experte, worauf es ankommt – und warum sich jemand gezielt um das Zentrum kümmern sollte.
Bistros statt Barbershops: Wie bringen wir wieder mehr Leben in unsere Ortszentren? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Veranstaltung der Mitte Wädenswil. Zu Gast war Erich Felber, City-Manager der Stadt Luzern. Er sorgt dafür, dass sich Innenstädte gezielt entwickeln und die verschiedenen Akteure zusammenspielen.
Viele Städte – auch kleinere – setzen heute bewusst auf solche Funktionen. Nicht zuletzt, um Leerstände zu reduzieren, die Vielfalt im Zentrum zu erhalten und die Aufenthaltsqualität zu steigern. Im Gespräch erklärt Felber, weshalb es dafür eine klare Verantwortung braucht.
Erich Felber, was macht eigentlich ein City-Manager?
Meine Aufgabe ist es, den Überblick über die Entwicklung der Innenstadt zu behalten und die verschiedenen Akteure zusammenzubringen. Ein Zentrum funktioniert nur, wenn viele Zahnräder ineinandergreifen: Detailhandel, Gastronomie, Eigentümer von Liegenschaften, Veranstalter und die Stadtverwaltung müssen zusammenarbeiten. Als City-Manager versuche ich, die Interessen zu koordinieren und gemeinsam Lösungen zu entwickeln, damit das Zentrum attraktiv bleibt.
Warum braucht eine Stadt dafür eine eigene Organisation?
Weil Innenstädte komplexe Systeme sind. Wenn jeder nur auf seinen eigenen Bereich schaut, entsteht schnell ein Flickenteppich. Mit einem City-Management kann man dem entgegenwirken. Es ist eine Investition in die Lebensqualität für die ganze Stadt.
Welche Themen beschäftigen Sie besonders?
Ein grosses Thema ist der Nutzungsmix. Eine lebendige Innenstadt braucht unterschiedliche Angebote: Läden, Restaurants, Dienstleistungen, Kultur und Begegnungsorte. Ebenso wichtig ist die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum.
Das heisst?
Menschen kommen nicht nur zum Einkaufen ins Zentrum, sie möchten sich dort auch gerne aufhalten. Plätze, Begrünung, Sitzgelegenheiten oder Veranstaltungen spielen dabei eine wichtige Rolle. Die Innenstadt ist wie ein zweites Wohnzimmer.
Was passiert, wenn sich niemand gezielt um diese Themen kümmert?
Einzelne Nutzungen häufen sich, andere verschwinden. Man kennt das aus vielen Städten: Wenn ein Ladenlokal frei wird, zieht einfach das nächste gleiche Angebot ein. Auf Dauer führt das zu Einseitigkeit und schwächt die Attraktivität eines Zentrums. Hier setzen wir unseren «Fuss» rein. (e)
Neue Ideen und politisches Wirken für unsere Ortszentren
Die Mitte Wädenswil nutzte den Anlass auch, um eigene Ideen vorzustellen. Sie präsentierte ihren Masterplan für das Wädenswiler Zentrum sowie für die Ortskerne von Schönenberg und Hütten. Im Mittelpunkt stehen attraktivere Strassen und Plätze mit mehr Bäumen, Grünflächen, Sitzgelegenheiten und Spielmöglichkeiten sowie weniger Verkehr. Besonders im Fokus stehen die Zugerstrasse, die Gerbestrasse und der Seeplatz sowie die Ortskerne in Schönenberg und Hütten.
Gemeinderat und Stadtratskandidat Martin Bislin hat im Gemeinderat zusätzlich ein Postulat zum Thema City-Management eingereicht. Ziel ist es, das Thema langfristig voranzubringen.
Weitere Informationen:
waedenswil.die-mitte.ch