Am Frühlingsmarkt kommt der Seeclub Wädenswil «an Land», genauer gesagt auf den Gerbeplatz vor dem UBS-Gebäude. Dort stellt er zwei Ergometer auf, auf denen sonst die Ruderinnen und Ruderer im Bootshaus auf der Giessen-Halbinsel an ihrer Technik und Kondition feilen. Am Frühlingsmarkt kann die ganze Bevölkerung mitrudern und sich mit den Seeclüblern in 200 Meter Sprints messen. Power und Wettkampffieber sind bei der Ergo Challenge gefragt, der Spass aber ebenso. Um 15 Uhr werden die Schnellsten an der Siegerehrung gefeiert.
So offen und einladend war der Seeclub nicht von Anfang an. In seiner ersten Zeit hatte er einen elitären Anstrich. Angesehene Bürger Wädenswils gründeten ihn 1901. Wer zu ihrem Kreis gehören und rudern wollte, benötigte die Empfehlung von zwei Mitgliedern und musste einen Aufnahme-Beitrag bezahlen. Die Pioniere trugen im Boot eine Art Uniform, die aus einer weissen Hose, einer blauen Jacke und der Clubmütze bestand. Lange hielt sich die Bezeichnung «Kravatten-Club». Dass die Herren im Seeclub lange unter sich blieben, erstaunt deshalb wohl nicht.
Traditionsreich, aber nicht verstaubt
Heute weht ein ganz anderer Wind im Seeclub Wädenswil. Die Frauen haben schon lange aufgeholt. Und das Wissen wird nicht mehr nur von den eigenen Mitgliedern weitergegeben wie in den Anfangszeiten. Die Sparte Leistungssport hat sich professionalisiert. Der Club beschäftigt seit über 25 Jahren Profis, welche die Regattierenden betreuen und trainieren. Die vielen Pokale im Clubhaus erinnern an zahlreiche nationale und internationale Erfolge.
Mit dem generellen technischen Fortschritt veränderte sich auch das Bootsmaterial. Ursprünglich wurde in geklinkerten Booten gerudert. Es folgten Schalenboote mit einer dünnen Holzschale über einem tragenden Gerippe. Später hielt Kunststoff Einzug.
Die fragilen Ruderboote können nicht auf dem Wasser aufbewahrt werden. In den ersten Jahren brachte der Club seine Boote in einem Schopf in der Nähe des Bahnhofs unter. Schon 1906 bauten die Gründer ein erstes Bootshaus am heutigen Standort auf der Halbinsel Giessen. Es wurde laufend erneuert, erweitert und modernisiert, brannte 1971 jedoch ab. Schon ein Jahr später war der Wiederaufbau vollendet. Auch in dieses Gebäude stecken die Club-Mitglieder Geld und Arbeitsstunden, um es den wechselnden Bedürfnissen und der wachsenden Mitgliederzahl anzupassen.
Der Seeclub Wädenswil hat eine lange Geschichte, ist aber alles andere als verstaubt. Er pflegt ein abwechslungsreiches Vereinsleben und bietet Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen viele Möglichkeiten, den schönen Rudersport zu erlernen und auszuüben. Die Ergo Challenge am Frühlingsmarkt will nicht zuletzt auch die Freude am Rudern vermitteln.
Samstag, 28. März, 8 bis 15 Uhr, vor dem UBS-Gebäude. Siegerehrung um 15 Uhr.
Am Frühlingsmarkt kommt der Seeclub Wädenswil «an Land», genauer gesagt auf den Gerbeplatz vor dem UBS-Gebäude. Dort stellt er zwei Ergometer auf, auf denen sonst die Ruderinnen und Ruderer im Bootshaus auf der Giessen-Halbinsel an ihrer Technik und Kondition feilen. Am Frühlingsmarkt kann die ganze Bevölkerung mitrudern und sich mit den Seeclüblern in 200 Meter Sprints messen. Power und Wettkampffieber sind bei der Ergo Challenge gefragt, der Spass aber ebenso. Um 15 Uhr werden die Schnellsten an der Siegerehrung gefeiert.
So offen und einladend war der Seeclub nicht von Anfang an. In seiner ersten Zeit hatte er einen elitären Anstrich. Angesehene Bürger Wädenswils gründeten ihn 1901. Wer zu ihrem Kreis gehören und rudern wollte, benötigte die Empfehlung von zwei Mitgliedern und musste einen Aufnahme-Beitrag bezahlen. Die Pioniere trugen im Boot eine Art Uniform, die aus einer weissen Hose, einer blauen Jacke und der Clubmütze bestand. Lange hielt sich die Bezeichnung «Kravatten-Club». Dass die Herren im Seeclub lange unter sich blieben, erstaunt deshalb wohl nicht.
Traditionsreich, aber nicht verstaubt
Heute weht ein ganz anderer Wind im Seeclub Wädenswil. Die Frauen haben schon lange aufgeholt. Und das Wissen wird nicht mehr nur von den eigenen Mitgliedern weitergegeben wie in den Anfangszeiten. Die Sparte Leistungssport hat sich professionalisiert. Der Club beschäftigt seit über 25 Jahren Profis, welche die Regattierenden betreuen und trainieren. Die vielen Pokale im Clubhaus erinnern an zahlreiche nationale und internationale Erfolge.
Mit dem generellen technischen Fortschritt veränderte sich auch das Bootsmaterial. Ursprünglich wurde in geklinkerten Booten gerudert. Es folgten Schalenboote mit einer dünnen Holzschale über einem tragenden Gerippe. Später hielt Kunststoff Einzug.
Die fragilen Ruderboote können nicht auf dem Wasser aufbewahrt werden. In den ersten Jahren brachte der Club seine Boote in einem Schopf in der Nähe des Bahnhofs unter. Schon 1906 bauten die Gründer ein erstes Bootshaus am heutigen Standort auf der Halbinsel Giessen. Es wurde laufend erneuert, erweitert und modernisiert, brannte 1971 jedoch ab. Schon ein Jahr später war der Wiederaufbau vollendet. Auch in dieses Gebäude stecken die Club-Mitglieder Geld und Arbeitsstunden, um es den wechselnden Bedürfnissen und der wachsenden Mitgliederzahl anzupassen.
Der Seeclub Wädenswil hat eine lange Geschichte, ist aber alles andere als verstaubt. Er pflegt ein abwechslungsreiches Vereinsleben und bietet Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen viele Möglichkeiten, den schönen Rudersport zu erlernen und auszuüben. Die Ergo Challenge am Frühlingsmarkt will nicht zuletzt auch die Freude am Rudern vermitteln.
Samstag, 28. März, 8 bis 15 Uhr, vor dem UBS-Gebäude. Siegerehrung um 15 Uhr.