Die «Handelszeitung» kürt jedes Jahr im Februar die «Besten Arbeitgeber» der Schweiz – und die Stiftung Bühl darf sich bereits zum vierten Mal in Folge dazu zählen. In diesem Jahr erreicht sie erstmals eine Platzierung in den Top Ten. In der Kategorie «Gesundheit und Soziales» belegt die Stiftung mit Sitz in Wädenswil sogar den zweiten Rang.
Seit 155 Jahren setzt sich die Stiftung Bühl für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit geistiger Behinderung oder Lernbehinderung ein. Ihr Engagement basiert auf hoher Fachkompetenz, Innovationskraft und – wie die aktuelle Umfrage der Handelszeitung bestätigt – einer gelebten, vorbildlichen Unternehmenskultur.
Interview mit Brigitte Steimen, Direktorin der Stiftung Bühl:
Was sind die Hauptgründe für das hervorragendes Standing bei den Mitarbeitenden?
Wir freuen uns sehr, dass unsere langjährige Arbeit solche Früchte trägt. Es sind mehrere Faktoren, die stimmen müssen. Sicherlich müssen die Arbeitsbedingungen attraktiv sein: Homeoffice nach Möglichkeit, faire Anstellungsbedingungen, gute soziale Absicherung, beispielsweise bei Krankheit. Das bieten aber viele Arbeitgebende auch.
Weiter sollten keine schwerwiegenden strategische Fehler passieren, beispielsweise eine missglückte Reorganisation, schlecht kommunizierte Veränderungen oder fehlkalkulierte Investitionen. Solche Fehler können schnell dazu führen, dass die Fluktuation steigt und gute Mitarbeitende die Organisation verlassen.
Matchentscheidend ist jedoch die Organisationskultur. Eckwerte unserer Kultur sind Transparenz, Fairness, Respekt und Wertschätzung. Das sind Werte, die in vielen Leitbildern stehen – aber im Alltag oft sträflich verletzt werden. Sie sind kein Wohlfühlprogramm, es ist harte Arbeit, diese Werte im Alltag konsequent zu leben. Dazu braucht es Führungskräfte, die diese Haltung teilen, was bei der Rekrutierung stark gewichtet werden muss. Zudem sind wir überzeugt, dass wir unseren Mitarbeitenden den nötigen Gestaltungsraum geben müssen, wo sie sich ausprobieren und sich entwickeln können. Mikromanagement von Seiten der Führung ist völlig falsch. Eine fehlerfreundliche und insbesondere angstfreie Kultur ist zentral. Wir nehmen die Mitarbeitenden ernst und ringen in Diskussionen um gute Lösungen für anstehende Herausforderungen. So stossen wir im Kleinen und im Grossen immer wieder Innovationen an. Führungsleute müssen aber auch in der Lage sein, nach fundierten Diskussionen einen klaren Entscheid zu treffen.
Gibt es etwas, was Sie heute anders machen als noch vor fünf Jahren und was sich besonders positiv auf die Zufriedenheit der Mitarbeitenden ausgewirkt hat?
Nein, wir arbeiten seit Jahren stetig an unserer Kultur und dürfen jetzt die Früchte ernten …
Welche Werte und Eigenschaften sollten Bewerbende mitbringen, damit sie sich in Ihrer Kultur wohlfühlen beziehungsweise Erfolg haben?
Menschen, die bei uns arbeiten, müssen unsere Werte teilen und ihren Kolleginnen und Kollegen, ihren Mitarbeitenden und natürlich den Kindern und Jugendlichen entsprechend begegnen. Sie müssen Herzblut und Leidenschaft für unsere Aufgabe haben: Wir begleiten und fördern Kinder und Jugendliche mit einer geistigen Behinderung oder einer Lernbehinderung. (e)
Die «Handelszeitung» kürt jedes Jahr im Februar die «Besten Arbeitgeber» der Schweiz – und die Stiftung Bühl darf sich bereits zum vierten Mal in Folge dazu zählen. In diesem Jahr erreicht sie erstmals eine Platzierung in den Top Ten. In der Kategorie «Gesundheit und Soziales» belegt die Stiftung mit Sitz in Wädenswil sogar den zweiten Rang.
Seit 155 Jahren setzt sich die Stiftung Bühl für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit geistiger Behinderung oder Lernbehinderung ein. Ihr Engagement basiert auf hoher Fachkompetenz, Innovationskraft und – wie die aktuelle Umfrage der Handelszeitung bestätigt – einer gelebten, vorbildlichen Unternehmenskultur.
Interview mit Brigitte Steimen, Direktorin der Stiftung Bühl:
Was sind die Hauptgründe für das hervorragendes Standing bei den Mitarbeitenden?
Wir freuen uns sehr, dass unsere langjährige Arbeit solche Früchte trägt. Es sind mehrere Faktoren, die stimmen müssen. Sicherlich müssen die Arbeitsbedingungen attraktiv sein: Homeoffice nach Möglichkeit, faire Anstellungsbedingungen, gute soziale Absicherung, beispielsweise bei Krankheit. Das bieten aber viele Arbeitgebende auch.
Weiter sollten keine schwerwiegenden strategische Fehler passieren, beispielsweise eine missglückte Reorganisation, schlecht kommunizierte Veränderungen oder fehlkalkulierte Investitionen. Solche Fehler können schnell dazu führen, dass die Fluktuation steigt und gute Mitarbeitende die Organisation verlassen.
Matchentscheidend ist jedoch die Organisationskultur. Eckwerte unserer Kultur sind Transparenz, Fairness, Respekt und Wertschätzung. Das sind Werte, die in vielen Leitbildern stehen – aber im Alltag oft sträflich verletzt werden. Sie sind kein Wohlfühlprogramm, es ist harte Arbeit, diese Werte im Alltag konsequent zu leben. Dazu braucht es Führungskräfte, die diese Haltung teilen, was bei der Rekrutierung stark gewichtet werden muss. Zudem sind wir überzeugt, dass wir unseren Mitarbeitenden den nötigen Gestaltungsraum geben müssen, wo sie sich ausprobieren und sich entwickeln können. Mikromanagement von Seiten der Führung ist völlig falsch. Eine fehlerfreundliche und insbesondere angstfreie Kultur ist zentral. Wir nehmen die Mitarbeitenden ernst und ringen in Diskussionen um gute Lösungen für anstehende Herausforderungen. So stossen wir im Kleinen und im Grossen immer wieder Innovationen an. Führungsleute müssen aber auch in der Lage sein, nach fundierten Diskussionen einen klaren Entscheid zu treffen.
Gibt es etwas, was Sie heute anders machen als noch vor fünf Jahren und was sich besonders positiv auf die Zufriedenheit der Mitarbeitenden ausgewirkt hat?
Nein, wir arbeiten seit Jahren stetig an unserer Kultur und dürfen jetzt die Früchte ernten …
Welche Werte und Eigenschaften sollten Bewerbende mitbringen, damit sie sich in Ihrer Kultur wohlfühlen beziehungsweise Erfolg haben?
Menschen, die bei uns arbeiten, müssen unsere Werte teilen und ihren Kolleginnen und Kollegen, ihren Mitarbeitenden und natürlich den Kindern und Jugendlichen entsprechend begegnen. Sie müssen Herzblut und Leidenschaft für unsere Aufgabe haben: Wir begleiten und fördern Kinder und Jugendliche mit einer geistigen Behinderung oder einer Lernbehinderung. (e)