Ende November 2025 hat die Gemeinde Richterswil die Rezertifizierung zur Energiestadt geschafft und ist auf bestem Weg, das Label «Gold» zu erreichen. Dies auch dank aktiver Unterstützung der Bevölkerung.
Text: Reni Bircher
Das Energiestadt-Label zeichnet Gemeinden aus, die sich langfristig und systematisch für Energieeffizienz, erneuerbare Energien, umweltverträgliche Mobilität und Klimaschutz einsetzen. Das Label wird alle vier Jahre von externer Stelle überprüft und ist nicht nur eine Auszeichnung, sondern auch ein strategisches Führungs- und Planungsinstrument, das Kontinuität im energiepolitischen Handeln sicherstellt. Die aktuelle Rezertifizierung zeigt auf, welche Massnahmen Richterswil in den vergangenen Jahren umgesetzt hat und welche nächsten Schritte geplant sind.
Gemeinde auf dem Prüfstand
Von der Bewerbung bis zur Erteilung des Labels «Energiestadt» variieren die dafür notwendigen Punktzahlen, denn die energie- und klimapolitischen Handlungsmöglichkeiten einer Gemeinde sind stark abhängig von ihrer Grösse und Struktur sowie von den Kompetenzen in den relevanten Bereichen. Dieser Handlungsspielraum ist in 6 bzw. 7 vorgegebene Bereiche unterteilt:
• Entwicklungsplanung, Raumordnung
• Kommunale Gebäude, Anlagen
• Versorgung, Entsorgung
• Mobilität
• Interne Organisation
• Kommunikation, Kooperation
• Anpassung an den Klimawandel (optional)
Zertifizierungsstufen
Gemeinden, Städte oder Gemeindeverbünde erhalten das Label Energiestadt, wenn sie mehr als 50 Prozent ihrer Handlungsspielräume umgesetzt haben. Für die höchste Auszeichnung, Energiestadt Gold, benötigt eine Gemeinde einen Erfüllungsgrad von mindestens 75 Prozent. Dies ist die höchste Auszeichnung für Städte und Gemeinden, die sich kontinuierlich für eine effiziente Nutzung von Energie, erneuerbare Energien und Klimaschutz engagieren.
Seit März 2013 ist Richterswil-Samstagern als Energiestadt ausgewiesen, hat dann aber mehrere Jahre entwicklungstechnisch eher stagniert. Inzwischen hat sich Richterswil anderen Seegemeinden angenähert oder diese in ihren Bemühungen gar übertroffen. «Wir stehen jetzt bei einem Erfüllungsgrad von 73,3 %», hält Vasco Wüst, Projektleiter Energie und Umwelt, fest, also nah am Gold-Label. Aber: «Unser Ziel ist es nicht, mit kurzfristigen Aktionen diese wenigen Prozente einzuholen, bis wir die 75 erreichen», erklärt Christian Stalder, Ressortvorsteher Werke. Es sollen machbare Schritte in die richtige Richtung gegangen werden. «Seitdem wir Energiestadt sind, sollte es gar kein Thema sein, auf dem mindestens gleichen Level zu bleiben. Vielmehr müssen wir unseren Fokus auf langfristige und zukunftsgerichtete Projekte richten.»
Umgesetzte Massnahmen
In den vergangenen vier Jahren hat die Gemeinde ein umfassendes Energie- und Klimakonzept erarbeitet. Die Situation vor Ort wurde anhand der aktuellen Energie- und CO2-Bilanzen analysiert, so verursachen der Verkehr (42 %) und die Wärmeerzeugung (30 %) die grössten Emissionen. Mittels dieser Grundlage wurden Massnahmen für die Verwaltung und für das ganze Gemeindegebiet ausgearbeitet.
Der kommunale Energieplan wurde aktualisiert und dient der Bevölkerung nun als Orientierung, welche Wärmeerzeuger idealerweise eingesetzt werden. Der geplante Wärmeverbund im Dorf, welcher durch die Firma CKW umgesetzt werden soll, reiht sich nahtlos in dieses Planungsinstrument ein.
Als begleitende Massnahme gehört die umfassende Energieberatung dazu, die durch den innovativen Partner Energie Genossenschaft Zimmerberg (EGZ) durchgeführt wird. Auch die Fachausstellung «Energie – RichtiG Sanieren» vom März 2025 war Teil des Massnahmenplans, welche mit lokalen Gewerbeprofis organisiert wurde, um Private, Verwaltungen und Unternehmungen mit diversen Informationsangeboten und wichtigen Kontakten zu versorgen. Mitverantwortlich für diesen proaktiven Schritt seitens Gemeinde war der Ressortvorsteher der Werke. Zwar war die Zahl der Anmeldungen überschaubar, doch erwies sich das Interesse der Teilnehmenden als umso konkreter: «Wir haben mit diesem Anlass gezielt jene Personen erreicht, die sich ernsthaft mit energetischen Sanierungen ihrer Liegenschaften auseinandersetzen und hatten deshalb eine hohe Erfolgsquote.». Diverse Massnahmen wurden mit Privaten geplant und schon umgesetzt. Besonders erfreulich ist, dass dabei lokale Firmen und Anbieter einen Auftrag erhielten. Das fördert das Gewerbe und schont Ressourcen.
Dann wurde das Angebot an zusätzlichen Elektrofahrzeug-Ladestationen vergrössert. (Garage Feuerwehrgebäude). Ziel ist, noch 2026 verstärkt Ladesäulen im öffentlichen Raum anzubringen, damit Anwohnerinnen und Anwohner ohne eigene Garage oder wo der Vermieter keine Möglichkeit bieten will, ihr E-Fahrzeug laden können. Die Suche nach einem geeigneten Partner befindet sich im Abschluss des ordentlichen Submissionsverfahrens. Eindrücklich ist, dass 2025 bereits fast jedes 3. Auto, welches auf Gemeindegebiet in Verkehr gesetzt wurde, vollelektrisch ist (30,2 %).
Energiegewinnung für Mieter und Liegenschaftseigentümer
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Erzeugung von lokalem, erneuerbarem Strom mit Solaranlagen. Nebst einigen eigenen Anlagen, die bereits verbaut wurden, hat die Gemeinde auf den Dächern der Feuerwehr und dem Kindergarten zusammen mit der EGZ eine erste grössere Solaranlage im Crowdfunding-Modell erstellt. Vasco Wüst erläutert das Konzept: «Als Mieter, Bewohner einer geschützten Liegenschaft oder einer, deren Dach Richtung Norden ausgerichtet ist, besteht kaum die Möglichkeit dieser Energiegewinnung. Mit den gekauften Modulen auf dem Dach öffentlicher Gebäude profitieren sie vom erzeugten Strom mittels entsprechender Rückzahlung.» Dasselbe Prinzip soll auf weiteren grossen Dächern der Gemeinde, unter anderem auf dem Dach der «Halle für Alle», angewandt werden.
Um sich ein besseres Bild der Auswirkungen solcher PV-Anlage machen zu können, erläutert Vasco Wüst: «Der Stromverbrauch auf dem gesamten Gemeindegebiet beträgt aktuell knapp 50 000 MWh* pro Jahr. Mit der Ende 2025 installierten Leistung werden gut 10 000 MWh erzeugt.» Somit erzeugen Bevölkerung und Unternehmungen von Richterswil und Samstagern etwa 20 % des Strombedarfs selbst. Dabei handelt es sich um rund einen Fünftel des geeigneten Potenzials.
Ausblick
Zurück zu den zukünftigen Bestrebungen im Rahmen des Energiestadtlabels. Ein langfristiges und zukunftsgerichtetes Projekt ist auch das Fernwärmenetz, an dessen Entwicklung, Planung und Abklärungen mit Hochdruck gearbeitet wird.
Als Konfliktpotenzial können Schutzobjekte angesehen werden, bei denen der Denkmalschutz erschwert, dass beispielsweise eine Wärmedämmung gemacht wird. Ein solches Objekt ist das Gemeindehaus 1, bei dem ein Grossteil der Heizenergie sinnbildlich direkt nach aussen verpufft und eine energetische Sanierung aus Gründen der Denkmalpflege sehr aufwändig wäre. «Mit dem neuen Heizungsgesetz sind Elektroheizungen ab 2030 verboten», führt Christian Stalder aus. Sind alte Häuser im Dorfkern mit einem solchen ausgestattet, hoffen gerade die dortigen Anwohner auf das Fernwärmenetz. Das macht allerdings die Verlegung von einem Wärmeverteilsystem im Haus nötig. «Wir möchten die Hausbesitzer jetzt schon darauf hinweisen, damit sie rechtzeitig mit den jeweiligen Fachstellen Kontakt aufnehmen, um gezielte Massnahmen und Verpflichtungen abzuklären.» Ausserdem stehen nicht jedem Liegenschaftenbesitzer entsprechende finanziellen Möglichkeiten zur Verfügung und sie müssen umsichtig planen. «Vier Jahre vergehen schneller als man ahnt», gibt der Werkvorsteher zu bedenken.
Gemeinde bietet Unterstützung
Mit den vielen Fragen, die sich um das Thema erneuerbare Energie drehen, möchte die Gemeindeverwaltung allen Einwohnerinnen und Einwohnern unterstützend Hand bieten. «Das sind hochkomplexe Themen, und dieser Challenge müssen wir uns nun mal stellen. Die Energieberatung ist für alle da, und es soll sich dabei niemand allein gelassen fühlen», hält Vasco Wüst fest.
Möglichkeiten zur Selbstverantwortung gibt es viele, sei das mit dem Velo, zu Fuss oder mit den ÖV einkaufen und zur Arbeit gehen, kaputte Sachen flicken lassen, das Licht löschen, wenn man den Raum verlässt, usw.
* Die Kilowattstunde ist die Menge an Strom (Energie), die verbraucht oder produziert wird. Sie ist das, was am Stromzähler gemessen und auf der Stromrechnung angezeigt wird. Wenn eine Photovoltaikanlage eine Stunde lang 1 Kilowatt Leistung liefert, erzeugt sie 1 Kilowattstunde Energie.
** Kilowatt-Peak bezeichnet die maximale Leistung einer Photovoltaikanlage. Das ist die höchste Leistung, die sie unter idealen Bedingungen erreichen kann (z. B. bei voller Sonneneinstrahlung). Dieser Wert zeigt, wie stark die Anlage grundsätzlich ist.
Hilfreiche Links:
www.richterswil.ch/energiepolitik
energieberatung-richterswil.ch
Tel. 043 477 82 77
Ende November 2025 hat die Gemeinde Richterswil die Rezertifizierung zur Energiestadt geschafft und ist auf bestem Weg, das Label «Gold» zu erreichen. Dies auch dank aktiver Unterstützung der Bevölkerung.
Text: Reni Bircher
Das Energiestadt-Label zeichnet Gemeinden aus, die sich langfristig und systematisch für Energieeffizienz, erneuerbare Energien, umweltverträgliche Mobilität und Klimaschutz einsetzen. Das Label wird alle vier Jahre von externer Stelle überprüft und ist nicht nur eine Auszeichnung, sondern auch ein strategisches Führungs- und Planungsinstrument, das Kontinuität im energiepolitischen Handeln sicherstellt. Die aktuelle Rezertifizierung zeigt auf, welche Massnahmen Richterswil in den vergangenen Jahren umgesetzt hat und welche nächsten Schritte geplant sind.
Gemeinde auf dem Prüfstand
Von der Bewerbung bis zur Erteilung des Labels «Energiestadt» variieren die dafür notwendigen Punktzahlen, denn die energie- und klimapolitischen Handlungsmöglichkeiten einer Gemeinde sind stark abhängig von ihrer Grösse und Struktur sowie von den Kompetenzen in den relevanten Bereichen. Dieser Handlungsspielraum ist in 6 bzw. 7 vorgegebene Bereiche unterteilt:
• Entwicklungsplanung, Raumordnung
• Kommunale Gebäude, Anlagen
• Versorgung, Entsorgung
• Mobilität
• Interne Organisation
• Kommunikation, Kooperation
• Anpassung an den Klimawandel (optional)
Zertifizierungsstufen
Gemeinden, Städte oder Gemeindeverbünde erhalten das Label Energiestadt, wenn sie mehr als 50 Prozent ihrer Handlungsspielräume umgesetzt haben. Für die höchste Auszeichnung, Energiestadt Gold, benötigt eine Gemeinde einen Erfüllungsgrad von mindestens 75 Prozent. Dies ist die höchste Auszeichnung für Städte und Gemeinden, die sich kontinuierlich für eine effiziente Nutzung von Energie, erneuerbare Energien und Klimaschutz engagieren.
Seit März 2013 ist Richterswil-Samstagern als Energiestadt ausgewiesen, hat dann aber mehrere Jahre entwicklungstechnisch eher stagniert. Inzwischen hat sich Richterswil anderen Seegemeinden angenähert oder diese in ihren Bemühungen gar übertroffen. «Wir stehen jetzt bei einem Erfüllungsgrad von 73,3 %», hält Vasco Wüst, Projektleiter Energie und Umwelt, fest, also nah am Gold-Label. Aber: «Unser Ziel ist es nicht, mit kurzfristigen Aktionen diese wenigen Prozente einzuholen, bis wir die 75 erreichen», erklärt Christian Stalder, Ressortvorsteher Werke. Es sollen machbare Schritte in die richtige Richtung gegangen werden. «Seitdem wir Energiestadt sind, sollte es gar kein Thema sein, auf dem mindestens gleichen Level zu bleiben. Vielmehr müssen wir unseren Fokus auf langfristige und zukunftsgerichtete Projekte richten.»
Umgesetzte Massnahmen
In den vergangenen vier Jahren hat die Gemeinde ein umfassendes Energie- und Klimakonzept erarbeitet. Die Situation vor Ort wurde anhand der aktuellen Energie- und CO2-Bilanzen analysiert, so verursachen der Verkehr (42 %) und die Wärmeerzeugung (30 %) die grössten Emissionen. Mittels dieser Grundlage wurden Massnahmen für die Verwaltung und für das ganze Gemeindegebiet ausgearbeitet.
Der kommunale Energieplan wurde aktualisiert und dient der Bevölkerung nun als Orientierung, welche Wärmeerzeuger idealerweise eingesetzt werden. Der geplante Wärmeverbund im Dorf, welcher durch die Firma CKW umgesetzt werden soll, reiht sich nahtlos in dieses Planungsinstrument ein.
Als begleitende Massnahme gehört die umfassende Energieberatung dazu, die durch den innovativen Partner Energie Genossenschaft Zimmerberg (EGZ) durchgeführt wird. Auch die Fachausstellung «Energie – RichtiG Sanieren» vom März 2025 war Teil des Massnahmenplans, welche mit lokalen Gewerbeprofis organisiert wurde, um Private, Verwaltungen und Unternehmungen mit diversen Informationsangeboten und wichtigen Kontakten zu versorgen. Mitverantwortlich für diesen proaktiven Schritt seitens Gemeinde war der Ressortvorsteher der Werke. Zwar war die Zahl der Anmeldungen überschaubar, doch erwies sich das Interesse der Teilnehmenden als umso konkreter: «Wir haben mit diesem Anlass gezielt jene Personen erreicht, die sich ernsthaft mit energetischen Sanierungen ihrer Liegenschaften auseinandersetzen und hatten deshalb eine hohe Erfolgsquote.». Diverse Massnahmen wurden mit Privaten geplant und schon umgesetzt. Besonders erfreulich ist, dass dabei lokale Firmen und Anbieter einen Auftrag erhielten. Das fördert das Gewerbe und schont Ressourcen.
Dann wurde das Angebot an zusätzlichen Elektrofahrzeug-Ladestationen vergrössert. (Garage Feuerwehrgebäude). Ziel ist, noch 2026 verstärkt Ladesäulen im öffentlichen Raum anzubringen, damit Anwohnerinnen und Anwohner ohne eigene Garage oder wo der Vermieter keine Möglichkeit bieten will, ihr E-Fahrzeug laden können. Die Suche nach einem geeigneten Partner befindet sich im Abschluss des ordentlichen Submissionsverfahrens. Eindrücklich ist, dass 2025 bereits fast jedes 3. Auto, welches auf Gemeindegebiet in Verkehr gesetzt wurde, vollelektrisch ist (30,2 %).
Energiegewinnung für Mieter und Liegenschaftseigentümer
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Erzeugung von lokalem, erneuerbarem Strom mit Solaranlagen. Nebst einigen eigenen Anlagen, die bereits verbaut wurden, hat die Gemeinde auf den Dächern der Feuerwehr und dem Kindergarten zusammen mit der EGZ eine erste grössere Solaranlage im Crowdfunding-Modell erstellt. Vasco Wüst erläutert das Konzept: «Als Mieter, Bewohner einer geschützten Liegenschaft oder einer, deren Dach Richtung Norden ausgerichtet ist, besteht kaum die Möglichkeit dieser Energiegewinnung. Mit den gekauften Modulen auf dem Dach öffentlicher Gebäude profitieren sie vom erzeugten Strom mittels entsprechender Rückzahlung.» Dasselbe Prinzip soll auf weiteren grossen Dächern der Gemeinde, unter anderem auf dem Dach der «Halle für Alle», angewandt werden.
Um sich ein besseres Bild der Auswirkungen solcher PV-Anlage machen zu können, erläutert Vasco Wüst: «Der Stromverbrauch auf dem gesamten Gemeindegebiet beträgt aktuell knapp 50 000 MWh* pro Jahr. Mit der Ende 2025 installierten Leistung werden gut 10 000 MWh erzeugt.» Somit erzeugen Bevölkerung und Unternehmungen von Richterswil und Samstagern etwa 20 % des Strombedarfs selbst. Dabei handelt es sich um rund einen Fünftel des geeigneten Potenzials.
Ausblick
Zurück zu den zukünftigen Bestrebungen im Rahmen des Energiestadtlabels. Ein langfristiges und zukunftsgerichtetes Projekt ist auch das Fernwärmenetz, an dessen Entwicklung, Planung und Abklärungen mit Hochdruck gearbeitet wird.
Als Konfliktpotenzial können Schutzobjekte angesehen werden, bei denen der Denkmalschutz erschwert, dass beispielsweise eine Wärmedämmung gemacht wird. Ein solches Objekt ist das Gemeindehaus 1, bei dem ein Grossteil der Heizenergie sinnbildlich direkt nach aussen verpufft und eine energetische Sanierung aus Gründen der Denkmalpflege sehr aufwändig wäre. «Mit dem neuen Heizungsgesetz sind Elektroheizungen ab 2030 verboten», führt Christian Stalder aus. Sind alte Häuser im Dorfkern mit einem solchen ausgestattet, hoffen gerade die dortigen Anwohner auf das Fernwärmenetz. Das macht allerdings die Verlegung von einem Wärmeverteilsystem im Haus nötig. «Wir möchten die Hausbesitzer jetzt schon darauf hinweisen, damit sie rechtzeitig mit den jeweiligen Fachstellen Kontakt aufnehmen, um gezielte Massnahmen und Verpflichtungen abzuklären.» Ausserdem stehen nicht jedem Liegenschaftenbesitzer entsprechende finanziellen Möglichkeiten zur Verfügung und sie müssen umsichtig planen. «Vier Jahre vergehen schneller als man ahnt», gibt der Werkvorsteher zu bedenken.
Gemeinde bietet Unterstützung
Mit den vielen Fragen, die sich um das Thema erneuerbare Energie drehen, möchte die Gemeindeverwaltung allen Einwohnerinnen und Einwohnern unterstützend Hand bieten. «Das sind hochkomplexe Themen, und dieser Challenge müssen wir uns nun mal stellen. Die Energieberatung ist für alle da, und es soll sich dabei niemand allein gelassen fühlen», hält Vasco Wüst fest.
Möglichkeiten zur Selbstverantwortung gibt es viele, sei das mit dem Velo, zu Fuss oder mit den ÖV einkaufen und zur Arbeit gehen, kaputte Sachen flicken lassen, das Licht löschen, wenn man den Raum verlässt, usw.
* Die Kilowattstunde ist die Menge an Strom (Energie), die verbraucht oder produziert wird. Sie ist das, was am Stromzähler gemessen und auf der Stromrechnung angezeigt wird. Wenn eine Photovoltaikanlage eine Stunde lang 1 Kilowatt Leistung liefert, erzeugt sie 1 Kilowattstunde Energie.
** Kilowatt-Peak bezeichnet die maximale Leistung einer Photovoltaikanlage. Das ist die höchste Leistung, die sie unter idealen Bedingungen erreichen kann (z. B. bei voller Sonneneinstrahlung). Dieser Wert zeigt, wie stark die Anlage grundsätzlich ist.
Hilfreiche Links:
www.richterswil.ch/energiepolitik
energieberatung-richterswil.ch
Tel. 043 477 82 77