Zahlreiche Menschen säumten am Samstagabend die Strassen von Wädenswil, um den Nachtumzug zu erleben, der in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal stattfand. Von 19 bis 21 Uhr während des Umzugs und danach an der «Zugeri läbt» herrschte im Stadtzentrum ausgelassene Fasnachtsstimmung.
Text: Sabine Itting
Bilder: Alexia Bischof & Stefan Baumgartner
«Plaketten tragen ist Ehrensache», so stand es im Programmheft. Und daran erinnerten bereits vor dem offiziellen Beginn zahlreiche junge Verkäuferinnen und Verkäufer mit viel Humor und Charme. Drei Mädchen in herzigen Hasenkostümen etwa sprachen beim Glärnischkreisel Einheimische wie auch Touristen an – bei Bedarf sogar in fliessendem Englisch – und warben überzeugend für Umzugsbändel oder Plakette.
Im Hintergrund standen die Wagen bereit, hell erleuchtet und von blitzblank geputzten Traktoren in Position gebracht. Punkt 19 Uhr eröffnete der traditionelle Böllerschuss den Umzug und damit einen Anlass, der nur alle drei Jahre durchgeführt wird und entsprechend mit Spannung erwartet worden war.
Tausende, vor allem Einheimische, aber auch Touristen, liessen sich das Spektakel nicht entgehen. Schliesslich gilt die Wättischwiiler Fasnacht als eine der schönsten im Kanton Zürich. Nach Wochen mit grauem Himmel hatte man sich an das Hudelwetter längst gewohnt und liess sich den Anlass trotz anfänglich noch etwas Regen nicht entgehen. Die einzige Wolke des Abends verzog sich rasch und selbst ein paar Sterne am Himmel begleiteten den fantastischen nächtlichen Fasnachtsumzug. Entlang der Oberdorf-, der Schönenberg- und der Zugerstrasse reihten sich gut gelaunte Fasnachtsbegeisterte jeden Alters. Für die Kinder gab es viele Süssigkeiten, die Erwachsenen bekamen den ein oder anderen Kaffee Schnaps – oder auch Schnaps ohne Kaffee. Und immer wieder wirbelte Konfetti durch die Nacht.
Mehr als erwartet
Insgesamt 37 Gruppen, Guggen und Wagen sorgten für Stimmung, auch wenn im Programm ursprünglich 35 Teilnehmende aufgeführt waren. Offenbar hatte sich die närrische Schar unterwegs noch vergrössert, sehr zur Freude des Publikums, das jeden zusätzlichen Beitrag begeistert begrüsste.
Den Auftakt machte die Trychler-Gruppe Wädenswil, den Schlusspunkt setzten die «Friilänzer» unter dem Motto «10 Jahre Blau». Dazwischen bot sich den Zuschauerinnen und Zuschauern ein abwechslungsreiches Bild: leuchtende Kostüme, fantasievoll gestaltete Wagen und Gestalten zwischen himmlisch und höllisch. Teufel und Hexen mischten sich unter griechische Götter, Piraten und Ägypter, die Kinter Clique Wädenswil war ebenso mit dabei wie Bergtrychler Hütten/Schönenberg/Hirzel.
Die Dorfpüggel sorgten mit ihrem «Hard Rock Truck» und mitreissenden Klängen für Stimmung, die Bergföhn-Clique Samstagern griff das Thema Olympische Winterspiele auf und präsentierte stolz ihre – selbstverständlich goldenen – Medaillen.
Spektakel aus der Zentralschweiz
Ein besonderes Highlight boten die «Chlünteler»: Neben einem überdimensionalen Urnerstier als Wagensujet sorgte vor allem eine ehemalige Gondel der Stanserhorn-Bahn für Staunen. Die historische Kabine aus den 1990er-Jahren wurde spektakulär umgebaut. An einem massiven Mechanik-Arm befestigt, wirbelte sie durch die Luft und drehte sich komplett kopfüber, begleitet von wummernden Bässen und dichtem Konfettiregen. Mutigen, die in diese Gondel einstiegen, bot sich keine gemütliche Bergfahrt, sondern eine rasante Showeinlage, die Innerschweizer Seilbahngeschichte mit moderner Eventtechnik verband.
Feiern bis spät in die Nacht
Nach dem offiziellen Ende des Nachtumzugs war der Abend für viele noch lange nicht vorbei. Bereits um 21 Uhr fiel der Startschuss zu «Zugeri läbt» auf dem Konfetti-Platz. Rund um die Papeterie Köhler, das Nöihüüsli und bei den «Scharmbölze» wurde weitergefeiert, während Konzerte und Begegnungen die fünfte Jahreszeit in Wädenswil an diesem Abend gebührend ausklingen liessen.
Bereits am Sonntag ging es mit dem Frühschoppen weiter, bevor um 14 Uhr der grosse Umzug losging. Wiederum starteten 44 Gruppen von nah und fern und zogen an den tausenden Zuschauern vorbei – bei bestem Wetter notabene.
Der Montag dann wiederum gehörte traditionsgemäss den Kindern: mit einem weiteren Umzug und der darauffolgenden Prämierung in der Kulturhalle Glärnisch.
Dass die Stimmung grandios war, muss kaum extra erwähnt werden. Und wie es so schön heisst: «Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.» Viele Fotos lassen die Fasnacht 2026 in Wädenswil noch einmal lebendig Revue passieren.
Zahlreiche Menschen säumten am Samstagabend die Strassen von Wädenswil, um den Nachtumzug zu erleben, der in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal stattfand. Von 19 bis 21 Uhr während des Umzugs und danach an der «Zugeri läbt» herrschte im Stadtzentrum ausgelassene Fasnachtsstimmung.
Text: Sabine Itting
Bilder: Alexia Bischof & Stefan Baumgartner
«Plaketten tragen ist Ehrensache», so stand es im Programmheft. Und daran erinnerten bereits vor dem offiziellen Beginn zahlreiche junge Verkäuferinnen und Verkäufer mit viel Humor und Charme. Drei Mädchen in herzigen Hasenkostümen etwa sprachen beim Glärnischkreisel Einheimische wie auch Touristen an – bei Bedarf sogar in fliessendem Englisch – und warben überzeugend für Umzugsbändel oder Plakette.
Im Hintergrund standen die Wagen bereit, hell erleuchtet und von blitzblank geputzten Traktoren in Position gebracht. Punkt 19 Uhr eröffnete der traditionelle Böllerschuss den Umzug und damit einen Anlass, der nur alle drei Jahre durchgeführt wird und entsprechend mit Spannung erwartet worden war.
Tausende, vor allem Einheimische, aber auch Touristen, liessen sich das Spektakel nicht entgehen. Schliesslich gilt die Wättischwiiler Fasnacht als eine der schönsten im Kanton Zürich. Nach Wochen mit grauem Himmel hatte man sich an das Hudelwetter längst gewohnt und liess sich den Anlass trotz anfänglich noch etwas Regen nicht entgehen. Die einzige Wolke des Abends verzog sich rasch und selbst ein paar Sterne am Himmel begleiteten den fantastischen nächtlichen Fasnachtsumzug. Entlang der Oberdorf-, der Schönenberg- und der Zugerstrasse reihten sich gut gelaunte Fasnachtsbegeisterte jeden Alters. Für die Kinder gab es viele Süssigkeiten, die Erwachsenen bekamen den ein oder anderen Kaffee Schnaps – oder auch Schnaps ohne Kaffee. Und immer wieder wirbelte Konfetti durch die Nacht.
Mehr als erwartet
Insgesamt 37 Gruppen, Guggen und Wagen sorgten für Stimmung, auch wenn im Programm ursprünglich 35 Teilnehmende aufgeführt waren. Offenbar hatte sich die närrische Schar unterwegs noch vergrössert, sehr zur Freude des Publikums, das jeden zusätzlichen Beitrag begeistert begrüsste.
Den Auftakt machte die Trychler-Gruppe Wädenswil, den Schlusspunkt setzten die «Friilänzer» unter dem Motto «10 Jahre Blau». Dazwischen bot sich den Zuschauerinnen und Zuschauern ein abwechslungsreiches Bild: leuchtende Kostüme, fantasievoll gestaltete Wagen und Gestalten zwischen himmlisch und höllisch. Teufel und Hexen mischten sich unter griechische Götter, Piraten und Ägypter, die Kinter Clique Wädenswil war ebenso mit dabei wie Bergtrychler Hütten/Schönenberg/Hirzel.
Die Dorfpüggel sorgten mit ihrem «Hard Rock Truck» und mitreissenden Klängen für Stimmung, die Bergföhn-Clique Samstagern griff das Thema Olympische Winterspiele auf und präsentierte stolz ihre – selbstverständlich goldenen – Medaillen.
Spektakel aus der Zentralschweiz
Ein besonderes Highlight boten die «Chlünteler»: Neben einem überdimensionalen Urnerstier als Wagensujet sorgte vor allem eine ehemalige Gondel der Stanserhorn-Bahn für Staunen. Die historische Kabine aus den 1990er-Jahren wurde spektakulär umgebaut. An einem massiven Mechanik-Arm befestigt, wirbelte sie durch die Luft und drehte sich komplett kopfüber, begleitet von wummernden Bässen und dichtem Konfettiregen. Mutigen, die in diese Gondel einstiegen, bot sich keine gemütliche Bergfahrt, sondern eine rasante Showeinlage, die Innerschweizer Seilbahngeschichte mit moderner Eventtechnik verband.
Feiern bis spät in die Nacht
Nach dem offiziellen Ende des Nachtumzugs war der Abend für viele noch lange nicht vorbei. Bereits um 21 Uhr fiel der Startschuss zu «Zugeri läbt» auf dem Konfetti-Platz. Rund um die Papeterie Köhler, das Nöihüüsli und bei den «Scharmbölze» wurde weitergefeiert, während Konzerte und Begegnungen die fünfte Jahreszeit in Wädenswil an diesem Abend gebührend ausklingen liessen.
Bereits am Sonntag ging es mit dem Frühschoppen weiter, bevor um 14 Uhr der grosse Umzug losging. Wiederum starteten 44 Gruppen von nah und fern und zogen an den tausenden Zuschauern vorbei – bei bestem Wetter notabene.
Der Montag dann wiederum gehörte traditionsgemäss den Kindern: mit einem weiteren Umzug und der darauffolgenden Prämierung in der Kulturhalle Glärnisch.
Dass die Stimmung grandios war, muss kaum extra erwähnt werden. Und wie es so schön heisst: «Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.» Viele Fotos lassen die Fasnacht 2026 in Wädenswil noch einmal lebendig Revue passieren.