Richterswil

Gemeinde Richterswil – Budget 2024

Den Gesamtaufwendungen von CHF 109 005 400 stehen Erträge von CHF 109 106 700 gegenüber. Dadurch resultiert ein Ertragsüberschuss von CHF 101 300.

In der Erfolgsrechnung zeigt sich dank des höheren Beitrags aus dem Finanzausgleich (CHF 6,2 statt CHF 2,8 Mio.) und einer Rückerstattung der Versorgertaxen (CHF 4,0 Mio.) ein Anstieg der Erträge. Die Gemeinden können die Versorgertaxen für Aufenthalte in beitragsberechtigten Zürcher Kinder- und Jugendheimen und in ausserkantonalen IVSE*-anerkannten Kinder- und Jugendheimen vom Kanton einmalig zurückfordern, welche die Gemeinden gestützt auf die bisherige, inzwischen aufgehobene, Jugendheimgesetzgebung geleistet haben.

Investitionsrechnung

Neben der Erfolgsrechnung sind Nettoinvestitionen ins Verwaltungsvermögen von insgesamt 21,8 Mio. CHF vorgesehen. Das sind weiterhin hohe Nettoinvestitionen. Der Hauptanteil davon fliesst in die Infrastruktur.

Finanzierung
der Investitionen

Die voraussichtlichen Nettoinvestitionen lassen sich im Jahr 2024 lediglich zu 22% aus der Selbstfinanzierung decken und können somit nicht vollständig aus eigener Kraft finanziert werden. Sofern alle vorgesehenen Investitionen umgesetzt werden, müsste zusätzliches Geld auf dem Geldmarkt aufgenommen werden.

Bilanzzahlen (exkl. Gebührenhaushalt)

Der Eigenkapitalbestand beträgt Ende 2024 geschätzte 73,1 Mio. CHF, allerdings nicht als flüssige Mittel, sondern investiert in Gemeinde- und Schulliegenschaften sowie Infrastruktur.
Das Verwaltungsvermögen auf der Aktivseite wird Ende 2024 bei rund 85,7 Mio. CHF liegen. Beim Verwaltungsvermögen handelt es sich um Sachwerte, welche für die Erfüllung der Gemeindeaufgaben benötigt werden und noch nicht abgeschrieben sind. Diese Werte werden somit in Form von Abschreibungen künftig von den Einwohnerinnen und Einwohnern finanziert (Schulhäuser, Strassen usw.).
Per Ende 2024 ist eine Nettoschuld von 12,6 Mio. CHF zu erwarten. Die Nettoschuld ist derjenige Teil des Finanzvermögens (veräusserbare Werte), der durch Fremdkapital finanziert ist.
Steuerfuss

Der Steuerhaushalt steht per 31.12.2024 mit einer erwarteten Nettoschuld pro Einwohnenden von CHF 881 da. Aufgrund der vergangenen Jahresabschlüsse 2018 bis 2022 (Ertragsüberschuss von kumuliert über 21 Mio. CHF), beantragt der Gemeinderat der Gemeindeversammlung, den Steuerfuss der Gemeinde Richterswil auf 99% zu belassen.

Übersicht Finanz- und Aufgabenplan 2023–2027; Zusammenfassung
und Ausblick

Die Konjunkturaussichten sind weiterhin intakt, auch wenn mit der Energie- und Bankenkrise sowie dem Ukrainekrieg deutliche Abwärtsrisiken vorhanden sind. Der Gemeinderat geht von einem Anstieg der Erträge aus.

Belastend wirken allerdings die vorübergehend höhere Teuerung sowie die Kapitalfolgekosten der Investitionen. Mit total 73 Mio. Franken ist ein vergleichsweise hohes Investitionsvolumen vorgesehen (v.a. Dreifach-Turnhalle, Feuerwehrgebäude, Hochwasserschutz, Infrastruktur etc.).

Mit einer Selbstfinanzierung von insgesamt 14 Mio. Franken resultiert im Steuerhaushalt ein Defizit von zirka 49 Mio. Franken. Die verzinslichen Schulden dürften um diesen Betrag zunehmen. Das Nettovermögen wird vollständig abgebaut. Am Ende der Planung wird eine Nettoschuld von zirka 45 Mio. Franken erwartet (3000 Franken/Einwohner). Im Gebührenhaushalt zeichnen sich beim Abfall und Gas Tarifsenkungen ab, Wasser und Abwasser bleiben stabil.
Obschon die Steuerkraft von Richterswil unter dem kantonalen Mittel liegt, will die Gemeinde auch steuerlich eine möglichst attraktive Gemeinde sein. Der Steuerfuss soll weiterhin im Bereich des kantonalen Mittelwerts liegen. Aktuell beträgt der kantonale Mittelwert rund 100%. Ri

* Interkantonale ­Vereinbarung für soziale Einrichtungen

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