Allgemein Richterswil

Vision von «Halle für Alle» weitest­gehend ausgearbeitet

Am Mittwoch, 2. November, trat die Gemeinde mit der Bevölkerung im Rahmen der «Gestern – Heute – Morgen»-Veranstaltung in Dialog und stellte als erstes die Pläne für die geplante «Halle für Alle» im Schulhaus Feld vor.

Text: Reni Bircher
Visualisierung: zvg

Für das Lernschwimmbecken in der Schulanlage Feld sowie die darüberliegende Turnhalle stehen in naher Zukunft Sanierungen an. Schon länger haben die dreissig Sportvereine mit über 3000 Mitgliedern in Richterswil-Samstagern mit Platzmangel an Trainingsmöglichkeiten zu kämpfen, was häufig eine Hallenanmiete und Anreise des Vereins in andere Gemeinden nötig machte. Die so kumulierten Umstände legten einen entsprechenden Vorstoss nah: es sollte eine turnierfähige Dreifachturnhalle, ein grosses Lernschwimmbecken mit einem teil- und verstellbaren Boden und mit besserem Zugang für die Öffentlichkeit, Nebenräume zur schulischen und vereinstechnischen Nutzung sowie eine Tiefgarage entstehen, alles behindertengerecht ausgebaut.
Die Einzelinitiative war am 15. März 2018 von der Gemeindeversammlung angenommen, der Projektierungskredit von CHF 1 450 000 am 17. November 2019 gesprochen worden.

Zeitplan und Details

Die zeitliche Abfolge nach der Annahme des Projektes beim Stimmvolk ist wie folgt geplant:
Baueingabe: Herbst 2023; Erhalt der Bewilligung: Winter 2023; Abriss/Baubeginn: Winter 2024; Fertigstellung: Winter 2026.
Ein Fragesteller aus dem Publikum wollte wissen, warum die Baueingabe nicht früher gemacht werde. Gemeinderätin Evelyn Meuter, Ressort Liegenschaften, erklärte, dass ein so komplexes Bauvorhaben zahlreiche Vorabklärungen benötigt, um dem Souverän den Objektkredit möglichst genau unterbreiten zu können.
Eine weitere Frage betraf die Energieeffizienz, und Meuter erläuterte, dass bereits bei der Aufstockung vom Schulhaus Feld 1 Erdsonden angelegt wurden. Dieses Erdsondenfeld werde beim Bau der Halle erweitert. «Wir überprüfen aber auch noch, ob zusätzlich eine Luft-Wärme-Pumpe eingebaut werden soll, oder ob wir das Gebäude an die bestehende Gasheizung anhängen, welche für diese Möglichkeit konzipiert ist». Das Flachdach wird so gebaut, dass später eine Photovoltaikanlage installiert werden kann. Diese wird jedoch mit einer separaten Abstimmung nach dem Hallenbau vom Stimmvolk genehmigt werden müssen und ist im jetzigen Baukredit nicht enthalten.
Aus dem Zuschauerraum kam die Frage nach einer integrierten Bühne im Turnhallenbereich, um Veranstaltungen mit mehr als 400 Leuten durchzuführen. Die Liegenschaftenvorsteherin erklärte, dass erfahrungsgemäss kaum je Veranstaltungen mit so vielen Menschen stattfinden, und Gemeindepräsident Marcel Tanner ergänzte, dass sich das Stimmvolk für eine bestimmte Variante mit entsprechenden Kosten ausgesprochen habe, respektive die Variante mit einer Mehrzwecksaal-Nutzung von der Gemeindeversammlung nicht angenommen wurde.
Der Präsident der IG «Halle für Alle», Hans Jörg Huber, richtete sein Wort an die Versammlung: «Wir wissen, dass wir von den Lehrpersonen viel verlangen, nachdem sie schon die Aufstockung des Schulhauses Feld 1 mitmachen mussten. Seitens der Schule wurden in den letzten Wochen aber auch einige Ideen an uns herangetragen, beispielsweise könnten klassenweise Sportlager organisiert werden». Von der letztendlichen Bereicherung für alle ist Huber fest überzeugt.
Vor der Abstimmung gelangt wie immer eine Weisungsbroschüre in alle Haushaltungen, welche die detaillierte Aufstellung aller anfallenden Kosten für den Neubau auflisten wird. Ebenso wird offengelegt, was der Neubau an Unterhaltskosten generieren wird, aber auch, was die Sanierung vom alten Hallenbad und Turnhalle kosten würde. n

«Halle für Alle»: Abstimmung
am 12. März 2023

www.halle-richterswil.ch

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