Wädenswil

GV des Quartiervereins Au

Am 12. April führte der Quartierverein Au seine alljährliche Generalversammlung durch. Präsident Paul Meier konnte im Gasthof Oberort wiederum zahlreiche Örtlerinnen und Örtler, aber auch viele weitere Interessierte, darunter auch Stadträtin Alexia Bischof und Delegationen der neu gebildeten Quartiervereine Schönenberg und Hütten, begrüssen. Die Parlamentsmitglieder aus der Au glänzten durch Abwesenheit.

Höhepunkt war der Programmteil, welcher den statutarischen Traktanden folgten. Viktoria Diener, amtierende Coiffeur-Weltmeisterin, informierte über ihren Werdegang zu diesem seltenen Titel. Der Vorstand hat sich verjüngt und ist um drei Mitglieder reicher geworden. 

Der Jahresbericht liess die verschiedenen Anlässe des vergangenen Vereinsjahres 2018 wieder aufleben, das schon am 2. Januar mit dem Neujahrs­apéro begann und an dem über fünfzig Personen teilnahmen. 

Im März folgte das Helferessen im Restaurant «Schützenhaus», womit den vielen Helferinnen und Helfer der Dank für geleistete Dienste übermittelt werden konnte. «Eine Seefahrt, die ist lustig» – unter diesem Motto liessen sich mehr als fünfzig Personen im Juli zu einer Seerundfahrt verführen, derweil am Sommernachtsfest im Spätsommer im Gasthof «Oberort» über 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu verzeichnen waren, die sich durch die schlechte Witterung nicht abhalten liessen. 

Beim traditionellen «Räbeliechtli»-Umzug Ende Oktober war dieses Jahr plötzlich «Konkurrenz» zu verzeichnen, weil am Vortag die Kindergärten in der Au einen eigenen Umzug durchführten, was dazu führte, dass beide Anlässe an reduzierter Beteiligung litten und die Kindergärtler am Vortrag auf die Begleitung der Jugendmusik verzichten mussten. Das soll in Zukunft besser gemacht werden. 

Der traditionelle Behörden-Informationsabend am 1. November war ebenfalls gut besucht, sämtliche Stadträte waren anwesend und haben zu den im Voraus gestellten Fragen ihre Antworten erteilt. Bei einem Apéro blieb genügend Zeit für einen informellen Gedankenaustausch. 

Jahresrechnung, Revisorenbericht und die Festlegung der Mitgliederbeitrags gaben zu keinen Diskussionen Anlass, auch in Zukunft ist jede Privatperson für dreissig Franken dabei, Familien bezahlen vierzig und juristische Personen entrichten einen Obolus von fünfzig Franken. 

In seiner Vorschau orientierte der Präsident über verschiedene Anlässe des laufenden Jahres. Am 10. Juli wird der Quartierverein anlässlich der traditionellen Abend-Schifffahrt in See stechen und sich am 31. August zum Sommernachtsfest im Gasthof «Oberort» treffen. Es soll wieder ein einziger «Räbeliechtli»-Umzug – entweder am 25. oder 26. Oktober – durchgeführt und das Jahr mit dem Behörden-Informationsabend am 31. Oktober 2019 abgeschlossen werden. 

Verjüngung im Vorstand
Nach über 18 Jahren Tätigkeit scheidet Roberto Frigg aus dem Vorstand aus. Als Aktuar, aber auch als Verbindungsmann zur Verkehrskommission Wädenswil hat er nachhaltig die Anliegen der Au vertreten. Der Präsident verdankt seinen grossen Einsatz, der in der Folge von einem nachhaltigen Applaus der Versammlung unterstrichen worden ist. 

Während des vergangenen Jahres ist immer wieder zur Erneuerung des Vorstandes aufgerufen worden. Diese Anstrengungen sind von Erfolg gekrönt und so durften gleich drei neue Vorstandsmitglieder begrüsst und gewählt werden. Es sind dies Nadine Putscher, Ursula Schachtler und Joël Uttiger. Alle drei sind in der Au wohnhaft, zum Teil politisch tätig und werden zu einer Verjüngung dieses Gremiums beitragen.

Eine haarig-erfreuliche Geschichte zum Abschluss
Im Anschluss an die Generalversammlung durfte Präsident Paul Meier Viktoria Diener, wohnhaft in der Au und amtierende Coiffeur-Weltmeisterin, begrüssen. Er tat dies nicht ohne Stolz, denn weltmeisterliche Generalversammlungen kommen nicht alle Tage vor. 

Auf sympathische und kurzweilige Art berichtete die Preisträgerin über den Weg zum Erfolg. Er war steinig – zuerst musste ein Auswahlverfahren durchlaufen und gewonnen werden. Während vier Monaten wurde in der Nationalmannschaft auf diesen Anlass hin trainiert, zuerst einmal pro Woche, wobei sich die Kadenz bis hin zu täglichen Einsätzen steigerte. Dies geschah nicht nur gruppenweise, sondern auch einzeln. Die «Modelle» bestanden aus Puppenköpfen und haben so immer schön ruhig gehalten. Dabei sind Hunderte von Frisuren entstanden, die immer weiter verfeinert wurden. Als Resultat sind wahre Kunstwerke entstanden, die zum Teil Skulpturen glichen. «Leistung in der Zeit» lautete die Devise, und an der Weltmeisterschaft in Paris musste eine Frisur innerhalb von weniger als dreissig Minuten fertig sein. Dabei durfte kein einziges Härchen hervorstehen, die verschiedenen Ebenen mussten haargenau aufeinander abgestimmt sein, und auch farblich musste die Einheit je Lage gewährleistet bleiben. 

An diesem Wettbewerb nahmen 45 Nationen teil, und Viktoria Diener gewann den Weltmeistertitel im Einzel im «Ladies Commercial Cut». Die preisgekrönte Frisur war ein einfacher Pagenschnitt, der aber beim genaueren Betrachten aufzeigte, dass das gar keine einfache Sache, sondern eine sehr raffiniert aufgebaute Frisur war. Sie war auch Mitglied der Coiffeur-Nationalmannschaft, die ebenfalls den Weltmeistertitel gewann und so eine weitere Goldmedaille nach Hause brachte. 

Mit dem traditionellen «Würstli»- und Kuchenbuffet wurde ein eigentlich normaler, aber dank weltmeisterlicher Beteiligung einzigartiger Anlass abgeschlossen. (e)