Die Schweizer Meisterschaften auf dem Rotsee bilden den Höhepunkt der nationalen Regattasaison. Vom 3.–5. Juli wurde dieser wieder zum Zentrum des Schweizer Rudersports. 752 Boote aus 53 Clubs waren gemeldet – ein Rekordfeld, das den nationalen Saisonhöhepunkt noch dichter, lauter und lebendiger machte als sonst.
Die Bedingungen waren sommerlich trocken, die Rennen eng besetzt, und erstmals sorgten zusätzliche Mixed-Kategorien für neue Farbtupfer im Programm.
Mehr Herzblut als an der internationalen Regatta
Wer am Rotsee stand, spürte schnell: Diese Schweizer Meisterschaft war mehr als ein Abhaken von Zeiten und Ranglisten. Familien, Freunde, Freundinnen und Clubkolleginnen verteilten sich über den Regattaplatz, suchten Schatten, hielten Ausschau nach den Booten und machten aus den Finaltagen ein familiäres, nahbares Sportfest.
Gerade diese Nähe macht die Meisterschaft am Rotsee besonders. Während beim Weltcup die internationale Elite kommt, gewinnt und weiterzieht, bleiben an der Schweizer Meisterschaft die Geschichten der Clubs hängen: das Warten am Bootsplatz, die Gespräche am Zaun, die Nervosität vor den
Vorläufen und der Jubel, wenn ein Boot aus dem eigenen Verein ins Finale rudert.
Gold und Silber
Mit zehn Booten reiste der SCR an den Rotsee. Acht davon qualifizierten sich für den A-Final.
Für den ersten Meistertitel sorgte der U17-Doppelvierer mit Leo Bückmann, Santino Steinmann, Adrian Gätzi und Laurenz Knapp. Sie holten für Richterswil die Goldmedaille und liessen die Teams vom Seeclub Luzern und Seeclub Küsnacht deutlich hinter sich.
Adrian Gätzi erreichte im U17-Skiff zudem den guten 4. Schlussrang. Marco Staub ruderte sowohl im U15-Skiff als auch zusammen mit Vincent Dröschler im U15-Doppelzweier auf den starken 4. Platz. Laurenz Knapp und Santino Steinmann erreichten zusammen im U17-Doppelzweier den bemerkenswerten 6. Schlussrang.
Lucas Jordil zeigte sich in Bestform und holte Medaillen gleich in zwei Bootsklassen. Im U19-Einer startete der Athlet des Seeclubs Richterswil stark in die Meisterschaft. Im A-Final bestätigte Jordil seine Klasse eindrucksvoll. Zwar musste er Rémy Christ vom Seeclub Biel ziehen lassen, doch Jordil verteidigte Platz zwei und ruderte souverän zur Silbermedaille.
Seinen grössten Triumph feierte Jordil aber im U19-Doppelzweier. In der Renngemeinschaft mit Jonas Fröhndrich, Thalwil, holte er den Schweizermeistertitel.
Starke Leistung der Juniorinnen
Nach längerer Zeit war auch wieder einmal ein Frauen-Vierer aus Richterswil an einer Schweizer Meisterschaft vertreten. Der Wettkampf des U15-Doppelvierers mit Leonie Knapp, Aimée Weidenmann, Ella Bückmann und Lea Treichler endete mit dem ausgezeichneten 5. Schlussrang.
SCR stark in der Nachwuchsförderung
Mit zwei Schweizermeistertiteln, einer Silbermedaille und zahlreichen Top-6-Klassierungen blickt der Seeclub Richterswil auf eine weitere erfolgreiche Schweizer Meisterschaft zurück. Besonders freut den SCR der 5. Schlussrang in der schweizweiten Nachwuchswertung der U15- und U17-Kategorien.
Diese Wertung bestätigt die Breite und Qualität der Richterswiler Nachwuchsarbeit. Sie ist das Ergebnis nicht nur des grossen Einsatzes der jungen Sportlerinnen und Sportler, sondern auch der Arbeit eines ganzen Umfelds: Trainerinnen und Trainer, Eltern, Trainingspartner und eines Vereins, der junge Talente trägt und fördert.
Hitze, Wind und zwei Kilometer Wahrheit
Der Rotsee zeigte sich sommerlich, aber nicht ganz berechenbar. Die Hitze lag über dem Regattaplatz, doch ein Wind brachte immer wieder Abkühlung. Besonders am Sonntag kam der Wind ungewohnt gegen die Fahrtrichtung. Rekordzeiten waren so kaum zu erwarten – dafür wurden Technik, Rhythmus und mentale Ruhe umso wichtiger.
Auf den zwei Kilometern des Rotsees entscheidet sich, wer den Start kontrolliert, wer im Mittelteil sauber bleibt und wer im Endspurt noch einmal Druck aufbauen kann. Für junge Athleten wie Jordil ist genau diese Strecke ein Prüfstein: lang genug, um keine Schwäche zu verbergen, kurz genug, um jede Unruhe sofort zu bestrafen.
Was bleibt
Für den Schweizer Rudersport war die Schweizer Meisterschaft 2026 ein Wochenende der neuen Kategorien und grossen Clubduelle. Für den Seeclub Richterswil war sie vor allem ein Wochenende des Stolzes und eine Bestätigung der guten Nachwuchsarbeit.
Am Rotsee wurde nicht nur um Medaillen gerudert. Es wurde sichtbar, wie viel Herzblut in diesem Sport steckt – und dass Richterswil mittendrin ist. (e)
Die Schweizer Meisterschaften auf dem Rotsee bilden den Höhepunkt der nationalen Regattasaison. Vom 3.–5. Juli wurde dieser wieder zum Zentrum des Schweizer Rudersports. 752 Boote aus 53 Clubs waren gemeldet – ein Rekordfeld, das den nationalen Saisonhöhepunkt noch dichter, lauter und lebendiger machte als sonst.
Die Bedingungen waren sommerlich trocken, die Rennen eng besetzt, und erstmals sorgten zusätzliche Mixed-Kategorien für neue Farbtupfer im Programm.
Mehr Herzblut als an der internationalen Regatta
Wer am Rotsee stand, spürte schnell: Diese Schweizer Meisterschaft war mehr als ein Abhaken von Zeiten und Ranglisten. Familien, Freunde, Freundinnen und Clubkolleginnen verteilten sich über den Regattaplatz, suchten Schatten, hielten Ausschau nach den Booten und machten aus den Finaltagen ein familiäres, nahbares Sportfest.
Gerade diese Nähe macht die Meisterschaft am Rotsee besonders. Während beim Weltcup die internationale Elite kommt, gewinnt und weiterzieht, bleiben an der Schweizer Meisterschaft die Geschichten der Clubs hängen: das Warten am Bootsplatz, die Gespräche am Zaun, die Nervosität vor den
Vorläufen und der Jubel, wenn ein Boot aus dem eigenen Verein ins Finale rudert.
Gold und Silber
Mit zehn Booten reiste der SCR an den Rotsee. Acht davon qualifizierten sich für den A-Final.
Für den ersten Meistertitel sorgte der U17-Doppelvierer mit Leo Bückmann, Santino Steinmann, Adrian Gätzi und Laurenz Knapp. Sie holten für Richterswil die Goldmedaille und liessen die Teams vom Seeclub Luzern und Seeclub Küsnacht deutlich hinter sich.
Adrian Gätzi erreichte im U17-Skiff zudem den guten 4. Schlussrang. Marco Staub ruderte sowohl im U15-Skiff als auch zusammen mit Vincent Dröschler im U15-Doppelzweier auf den starken 4. Platz. Laurenz Knapp und Santino Steinmann erreichten zusammen im U17-Doppelzweier den bemerkenswerten 6. Schlussrang.
Lucas Jordil zeigte sich in Bestform und holte Medaillen gleich in zwei Bootsklassen. Im U19-Einer startete der Athlet des Seeclubs Richterswil stark in die Meisterschaft. Im A-Final bestätigte Jordil seine Klasse eindrucksvoll. Zwar musste er Rémy Christ vom Seeclub Biel ziehen lassen, doch Jordil verteidigte Platz zwei und ruderte souverän zur Silbermedaille.
Seinen grössten Triumph feierte Jordil aber im U19-Doppelzweier. In der Renngemeinschaft mit Jonas Fröhndrich, Thalwil, holte er den Schweizermeistertitel.
Starke Leistung der Juniorinnen
Nach längerer Zeit war auch wieder einmal ein Frauen-Vierer aus Richterswil an einer Schweizer Meisterschaft vertreten. Der Wettkampf des U15-Doppelvierers mit Leonie Knapp, Aimée Weidenmann, Ella Bückmann und Lea Treichler endete mit dem ausgezeichneten 5. Schlussrang.
SCR stark in der Nachwuchsförderung
Mit zwei Schweizermeistertiteln, einer Silbermedaille und zahlreichen Top-6-Klassierungen blickt der Seeclub Richterswil auf eine weitere erfolgreiche Schweizer Meisterschaft zurück. Besonders freut den SCR der 5. Schlussrang in der schweizweiten Nachwuchswertung der U15- und U17-Kategorien.
Diese Wertung bestätigt die Breite und Qualität der Richterswiler Nachwuchsarbeit. Sie ist das Ergebnis nicht nur des grossen Einsatzes der jungen Sportlerinnen und Sportler, sondern auch der Arbeit eines ganzen Umfelds: Trainerinnen und Trainer, Eltern, Trainingspartner und eines Vereins, der junge Talente trägt und fördert.
Hitze, Wind und zwei Kilometer Wahrheit
Der Rotsee zeigte sich sommerlich, aber nicht ganz berechenbar. Die Hitze lag über dem Regattaplatz, doch ein Wind brachte immer wieder Abkühlung. Besonders am Sonntag kam der Wind ungewohnt gegen die Fahrtrichtung. Rekordzeiten waren so kaum zu erwarten – dafür wurden Technik, Rhythmus und mentale Ruhe umso wichtiger.
Auf den zwei Kilometern des Rotsees entscheidet sich, wer den Start kontrolliert, wer im Mittelteil sauber bleibt und wer im Endspurt noch einmal Druck aufbauen kann. Für junge Athleten wie Jordil ist genau diese Strecke ein Prüfstein: lang genug, um keine Schwäche zu verbergen, kurz genug, um jede Unruhe sofort zu bestrafen.
Was bleibt
Für den Schweizer Rudersport war die Schweizer Meisterschaft 2026 ein Wochenende der neuen Kategorien und grossen Clubduelle. Für den Seeclub Richterswil war sie vor allem ein Wochenende des Stolzes und eine Bestätigung der guten Nachwuchsarbeit.
Am Rotsee wurde nicht nur um Medaillen gerudert. Es wurde sichtbar, wie viel Herzblut in diesem Sport steckt – und dass Richterswil mittendrin ist. (e)