Wädenswil

Bundesfeier in Hütten: Auch ohne Höhenfeuer ein gelungener Abend

«Für eine schöne Bundesfeier braucht es nicht unbedingt ein Feuer, sondern vor allem gute Menschen», sagte Andreas Staub vom Füürwehrverein Hütten in seiner Eröffnungsrede auf der Schanz. Das traditionelle Höhenfeuer musste wegen des Feuerverbots ausfallen. Dass dies der Feier keinen Abbruch tat, zeigte sich am Samstagabend schon vor dem offiziellen Beginn: Das Festzelt war bis auf den letzten Platz besetzt.

Text & Bilder: Sabine Itting

Staub dankte zudem den zahlreichen Unterstützerinnen und Unterstützern, die zum Gelingen der Bundesfeier beigetragen hatten. Ohne deren Einsatz wäre die Durchführung eines solchen Anlasses nicht möglich, sagte er.

Gute Stimmung und schöne Kulisse

Während des ganzen Abends stand der Füürwehrverein Hütten im Einsatz und kümmerte sich um die Bewirtung der Gäste. Serviert wurden kühle Getränke sowie frisch zubereitete Grilladen, ergänzt durch ein reichhaltiges Kuchenbuffet mit Selbstgebackenem.

Auch wenn das Höhenfeuer in diesem Jahr fehlte, bot die Schanz den Besucherinnen und Besuchern eine besondere Kulisse. Während die Sonne langsam hinter den Hügeln verschwand, tauchte sie die Landschaft rund um Hütten und Wädenswil in warmes Licht. Eine Besucherin brachte dabei auf den Punkt, was auch bei den Gästen um sie herum auf Zustimmung stiess: Es sei ein Privileg, hier leben zu dürfen.

Musik und Begegnungen

Der Musikverein und der Männerchor Hütten gestalteten das Abendprogramm im Wechsel mit Blasmusik, Gesang und Jodel. Die Darbietungen wurden mit reichlich Applaus und Zugabeforderungen belohnt. Neben der Musik prägte die vertraute Atmosphäre den Anlass: In den Pausen nutzten Gäste, Musizierende sowie Chorleiterin Jasmin Egli und die Dirigentin des Musikvereins, Marzena Paciocha, die Zeit für Gespräche und Begegnungen.

Stadtpräsident sprach über Zusammenhalt

Zwischen den musikalischen Beiträgen richtete Stadtpräsident Christof Wolfer das Wort an die Festgemeinschaft. Mit einem Augenzwinkern bemerkte er eingangs, dass nach seinem Eindruck mehr Wädenswilerinnen und Wädenswiler den Weg an die Bundesfeier nach Hütten gefunden hätten als Hüttnerinnen und Hüttner am Vormittag zur Feier nach Wädenswil.

In seiner Ansprache ging Wolfer der Frage nach, was am 1. August eigentlich gefeiert werde. Nicht die Geschichten rund um Wilhelm Tell oder den Rütlischwur stünden im Zentrum, sondern die Idee des Zusammenschlusses: Menschen und Regionen, die gemeinsam Verantwortung übernehmen und füreinander einstehen. Als wichtige Grundlagen der Schweiz nannte er Demokratie, Föderalismus und gemeinsame Werte. Der Zusammenhalt und die Bereitschaft, miteinander zu reden und gemeinsam Lösungen zu suchen, seien wichtige Voraussetzungen für den Erfolg des Landes.

Nationalhymne bildete den Abschluss

Den offiziellen Schlusspunkt setzte das gemeinsame Singen der Nationalhymne, begleitet vom Musikverein Hütten. Für viele Gäste war der Abend damit jedoch noch nicht zu Ende. Sie blieben auf der Schanz, genossen die laue Sommernacht und liessen den Nationalfeiertag bei Gesprächen und in geselliger Runde ausklingen. 

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