Lokalsport Vereine Wädenswil

6. Moos-Schwinget auf dem Hof Korrodi in Schönenberg

Bereits zum 6. Mal trafen sich total 51 Aktiv-Schwinger auf dem wunderschön gelegenen Schwingplatz zum Moos-Schwinget. 

Text & Bilder: Ernst Brändli

Der grosse Teil der Schwinger stammte aus dem Kanton Zürich. Die Organisatoren durften aber auch 20 Gäste aus den Kantonen Appenzell, Schwyz, St. Gallen, Thurgau und Zug begrüssen. Zum Appell am 18. Juli 2026 kurz vor 16.00 Uhr traten auch acht Schwinger des veranstaltenden Schwingklub am Zürichsee linkes Ufer (skzlu) an. Das Starterfeld war bestückt mit sechs Teilverbands- und neun Kantonalkranzgewinnern, welche ihre Vormachtstellung natürlich beweisen wollten.

Für sie alle stand ein grosszügiger Gabentempel bereit. Als Siegerpreis lockte das Jungrind Tessa, welches aus der Original-Braunvieh-Zucht von Hofbesitzer Paul Korrrodi stammt.

Die sehr hohen Temperaturen und nicht gerade einladende Wetteraussichten mit angesagtem Gewitter trugen wahrscheinlich dazu bei, dass sich weniger Zuschauer als erhofft auf dem perfekt hergerichteten Schwingplatz einfanden. Es herrschte eine fröhliche, familiäre Stimmung in und ums Festzelt. Auf den Bänken sah man Familienangehörige, Freunde, langjährige Schwingsportkenner, ehemalige Schwinger, aber auch Besucher, die zum ersten Mal an einem Schwingfest dabei waren. So zum Beispiel die Familie Steiner/Schilling aus Zürich mit ihren Kindern. Sie weilten in der Region in den Ferien und genossen es sichtlich, von den Sitznachbarn Details über den Schwingsport zu erfahren. Der Ablauf des Festes, die Infrastruktur mit den zahlreichen Bauten und die gut funktionierende Festwirtschaft zeigten einmal mehr, dass es der Schwingklub versteht, ein perfektes Fest auf die Beine zu stellen. 

Einzig Petrus wurde wahrscheinlich zu wenig an die OK-Sitzungen eingeladen. Die Schwingerfamilie liess sich aber von den Wetterkapriolen nicht beeindrucken. Trotz zwischenzeitlichem Regen konnte das Fest ordnungsgemäss durchgeführt werden. Nur vor dem Schlussgang musste eine kurze Wetterpause eingelegt werden.

Die Ambitionen der Spitzenschwinger wurden schon bald erkennbar. Sie gewannen entweder von Beginn weg –  oder arbeiteten sich von Gang zu Gang weiter Richtung Spitze. Den Schlussgang bestritten Pascal Heierli und Philipp Lehmann. Da dieser Gang gestellt endete, konnte sich Marco Nägeli aus Mettmenstetten als lachender Dritter auf die Schultern heben lassen. Für ihn war es sicher eine grosse Genugtuung nach dem verlorenen Schlussgang des Vorjahres, das Siegerrind in Empfang zu nehmen. Von den insgesamt 24 Auszeichnungen blieben fünf auf heimischem Sägemehlboden: Janik Korrodi, Martin Schuler, Jano Müller, Remo Lusti und Kevin Rusterholz vom Schwingklub am Zürichsee linkes Ufer konnten mit ihren Leistungen eine dieser begehrten Auszeichnung gewinnen.

Direkt vor dem Schlussgang absolvierte Martin Schuler seinen letzten Gang als Schwinger. Er blieb dabei gegen Silvan Krebser siegreich und verabschiedete sich damit vom aktiven Schwingsport. Im Ring wurde er für seine Schwingerfolge geehrt und seine Dienste für den Klub verdankt. Die Zuschauer spendeten einen kräftigen Applaus, als er sich von zwei Klubkollegen auf die Schultern heben liess. 

Das 6. Moos-Schwinget ist Geschichte und darf als kleines, aber feines gelungenes Fest in die Geschichte eingehen.

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