Am 17. Juli 1826 machte Heinrich Rusterholz aus einer Schnapsbrennerei eine Brauerei – und begründete damit die Wädenswiler Brautradition. Auf den Tag genau 200 Jahre später lädt Braumeister Adrian Gnos in «di alt fabrik» und verschenkt ein eigens eingebrautes Jubiläumsbier. Wer Wädenswiler Bier liebt, sollte sich das Datum vormerken.
Wer am 17. Juli in der alten Fabrik ein kühles Bier in die Hand gedrückt bekommt, erhält mehr als ein Feierabendgetränk: Er erhält 200 Jahre Wädenswiler Geschichte im Glas. Braumeister Adrian Gnos hat zum Jubiläum ein eigenes Bier eingebraut – und schenkt es an jenen Tagen aus, an denen vor genau zwei Jahrhunderten alles begann.
Es soll ein feiner, kleiner Anlass werden: Im Sudhaus und in der Mall gibt es am Freitag, 17., und am Samstag, 18. Juli 2026, Jubiläumsbier und Bierstengel – und ein Bier zum Mitnehmen nach Hause. Alles offeriert, für alle, die das Wädenswiler Bier lieben.
Eine Familie, 100 Jahre Bier
Für Gnos ist das weit mehr als ein Anlass im Kalender, denn seine Familie feiert ein Stück weit auch sich selbst: Sein Grossvater trat 1925 in die Brauerei Wädenswil ein und arbeitete dort rund 50 Jahre. Seine Mutter machte Werbung für den Schweizer Bierbrauerverein und war dabei, als 1973 in Wädenswil das erste Cardinal gebraut wurde. Er selbst und sein Bruder absolvierten ihre Brauerlehre in Wädenswil – und Gnos stand 1992 beim Neustart des Wädi-Brau-Huus als Braumeister am Sudkessel. «Von 200 Jahren sind wir hundert mit dabei», sagt er. Und weil seine Kinder nichts anderes kennen als Brauerei und Bier, ist die Familie längst in der vierten Generation angekommen. Nach dem Konkurs des Wädi-Brau-Huus Ende 2024 hat Gnos das Wädenswiler Bier gerettet – und feiert das Jubiläum nun dort, wo bis heute gebraut wird. «Wädenswil lässt mich einfach nicht los», sagt er.
Vom Felsenkeller bis aufs Schiff
Die Geschichte, die er weiterführt, hat es in sich: Was Heinrich Rusterholz 1826 begann, prägte ab 1856 vor allem Braumeister Michael Weber. Beim Giessen-Wasserfall liess er einen der ersten Felsenkeller der Schweiz in den Sandstein sprengen, um Bier zu lagern. In der Blütezeit lieferte die Brauerei über zehn Millionen Liter Bier aus – transportiert wurde es sogar per Schiff über den Zürichsee. Eines dieser Schiffe ziert bis heute das historische Logo. Selbst die beiden Weltkriege überstand der Familienbetrieb. 1990 schloss die alte Brauerei im Giessen, 1992 übernahm das Wädi-Brau-Huus die Tradition. Wer vorbeischaut, stösst also nicht einfach auf ein Bier, sondern auf eine Tradition, die nach Konkursen, Kriegen und Wiederanläufen immer noch lebt. (e)
200 Jahre Wädenswiler Brautradition – Jubiläumsfeier
Freitag, 17. Juli 2026, 11 bis 19 Uhr
Samstag, 18. Juli 2026, 11 bis 17 Uhr
Einkaufszentrum «di alt fabrik», Sudhaus/Mall, Wädenswil. Eintritt frei. Jubiläumsbier, Bierstengel und ein Bier zum Mitnehmen – offeriert, solange der Vorrat reicht.
Am 17. Juli 1826 machte Heinrich Rusterholz aus einer Schnapsbrennerei eine Brauerei – und begründete damit die Wädenswiler Brautradition. Auf den Tag genau 200 Jahre später lädt Braumeister Adrian Gnos in «di alt fabrik» und verschenkt ein eigens eingebrautes Jubiläumsbier. Wer Wädenswiler Bier liebt, sollte sich das Datum vormerken.
Wer am 17. Juli in der alten Fabrik ein kühles Bier in die Hand gedrückt bekommt, erhält mehr als ein Feierabendgetränk: Er erhält 200 Jahre Wädenswiler Geschichte im Glas. Braumeister Adrian Gnos hat zum Jubiläum ein eigenes Bier eingebraut – und schenkt es an jenen Tagen aus, an denen vor genau zwei Jahrhunderten alles begann.
Es soll ein feiner, kleiner Anlass werden: Im Sudhaus und in der Mall gibt es am Freitag, 17., und am Samstag, 18. Juli 2026, Jubiläumsbier und Bierstengel – und ein Bier zum Mitnehmen nach Hause. Alles offeriert, für alle, die das Wädenswiler Bier lieben.
Eine Familie, 100 Jahre Bier
Für Gnos ist das weit mehr als ein Anlass im Kalender, denn seine Familie feiert ein Stück weit auch sich selbst: Sein Grossvater trat 1925 in die Brauerei Wädenswil ein und arbeitete dort rund 50 Jahre. Seine Mutter machte Werbung für den Schweizer Bierbrauerverein und war dabei, als 1973 in Wädenswil das erste Cardinal gebraut wurde. Er selbst und sein Bruder absolvierten ihre Brauerlehre in Wädenswil – und Gnos stand 1992 beim Neustart des Wädi-Brau-Huus als Braumeister am Sudkessel. «Von 200 Jahren sind wir hundert mit dabei», sagt er. Und weil seine Kinder nichts anderes kennen als Brauerei und Bier, ist die Familie längst in der vierten Generation angekommen. Nach dem Konkurs des Wädi-Brau-Huus Ende 2024 hat Gnos das Wädenswiler Bier gerettet – und feiert das Jubiläum nun dort, wo bis heute gebraut wird. «Wädenswil lässt mich einfach nicht los», sagt er.
Vom Felsenkeller bis aufs Schiff
Die Geschichte, die er weiterführt, hat es in sich: Was Heinrich Rusterholz 1826 begann, prägte ab 1856 vor allem Braumeister Michael Weber. Beim Giessen-Wasserfall liess er einen der ersten Felsenkeller der Schweiz in den Sandstein sprengen, um Bier zu lagern. In der Blütezeit lieferte die Brauerei über zehn Millionen Liter Bier aus – transportiert wurde es sogar per Schiff über den Zürichsee. Eines dieser Schiffe ziert bis heute das historische Logo. Selbst die beiden Weltkriege überstand der Familienbetrieb. 1990 schloss die alte Brauerei im Giessen, 1992 übernahm das Wädi-Brau-Huus die Tradition. Wer vorbeischaut, stösst also nicht einfach auf ein Bier, sondern auf eine Tradition, die nach Konkursen, Kriegen und Wiederanläufen immer noch lebt. (e)
200 Jahre Wädenswiler Brautradition – Jubiläumsfeier
Freitag, 17. Juli 2026, 11 bis 19 Uhr
Samstag, 18. Juli 2026, 11 bis 17 Uhr
Einkaufszentrum «di alt fabrik», Sudhaus/Mall, Wädenswil. Eintritt frei. Jubiläumsbier, Bierstengel und ein Bier zum Mitnehmen – offeriert, solange der Vorrat reicht.