Hinter dem Fabrikgelände der ehemaligen Metallwarenfabrik Blattmann entsteht der erste Teil einer neuen grossen Wohnsiedlung in Wädenswil.
Text & Bilder: Ernst Brändli
Im Beisein des verantwortlichen Stadtrats Martin Bislin, von Stadtpräsident Christof Wolfer, Stadträtin Claudia Bühlmann und Stadtrat Daniel Tanner sowie verschiedener Vertreterinnen und Vertreter von Bauherrschaft und Bauunternehmen, wurde in der Baugrube eine Zeitkapsel mit verschiedenen Dokumenten deponiert. Stadtrat Martin Bislin ging in einer seiner ersten Amtshandlungen als neugewählter Stadtrat in seiner Ansprache auf die Geschichte der Gartenhäuser und insbesondere der Geschichte der Industriellenfamilie Blattmann ein.
Mit der Grundsteinlegung startet auf dem Areal der geschichtsträchtigen Firma eine neue Epoche.
Geschichtsträchtig
1838 eröffnete Gottfried Blattmann an der Zugerstrasse 13 eine Bauspenglerei und stellte Laternen, Giesskannen und Wasserkessel her, die seine Frau im Laden verkaufte. 1858 übernahm Sohn Ernst den Betrieb. Dessen Sohn Paul kaufte 1908 die Metallwarenfabrik von Alfred Diener am Floraweg. 1923 und 1929 traten die Söhne Paul und Willi in den Familienbetrieb ein. Stahlmöbel, Feuerlöscher und Blechemballagen bildeten bald neue Schwerpunkte im Fabrikationsprogramm. 1934 liessen die Gebrüder Blattmann vom Architekten Hans Fischli an der Zugerstrasse 64 im Musli einen modernen Neubau erstellen, den man später in verschiedenen Etappen erweiterte. Bekannt wurde die Firma mit dem Landi-Stuhl, einen 1939 für die Landesausstellung in Zürich fabrizierten Leichtmetallstuhl.
1954 trat mit Ernst Blattmann die fünfte Generation ins Unternehmen ein. Ab 1978 wurde die Metallwarenfabrik Blattmann als Aktiengesellschaft geführt. 1998 übergab Ernst Blattmann den Betrieb an die Mewa-Metalight AG, welche die Räume und Maschinen mietete. 2001 ging diese Firma in Konkurs, und die Produktion wurde eingestellt. Nach dem Abbruch eines Grossteils der Gebäude sollen auf dem Areal 150 moderne Mietwohnungen entstehen.
Mit der gemeinsamen Grundsteinlegung vom Dienstag, 16. Juni 2026, markierten die Stadt Wädenswil, die Blattmann Metallwarenfabrik AG und das Baukonsortium Büelenweg 6/8 den offiziellen Beginn der Bauarbeiten für die Gartenhäuser auf dem MEWA-Areal. Die Stadt schafft damit 26 altersgerechte Mietwohnungen.
Mehrfamilienhäuser und altersgerechte Mietwohnungen
Die Bauherren erstellen auf drei Baufeldern eine Siedlung mit insgesamt fünf Mehrfamilienhäusern mit 61 Wohnungen, die auf einer gemeinsamen Tiefgarage stehen werden. Für das Projekt besteht ein privater Gestaltungsplan. Aus dem Architekturwettbewerb ist das Bauprojekt des Architekturbüros Hosoya Schaefer Architects hervorgegangen.
Im Jahr 2010 hat die Stadt Wädenswil die Liegenschaft in der Büelenstrasse 5 und 7 mit insgesamt zwölf Mietwohnungen in zwei Gebäuden erworben. Damit wurde das Ziel verfolgt, sich an der Entwicklung und Neugestaltung des angrenzenden Industriegebietes zu beteiligen und daran mitzuwirken.
Eine Sanierung der bestehenden Liegenschaft wäre dringend nötig gewesen, erwies sich jedoch nicht als wirtschaftlich, so dass man sich entschieden hat, die Liegenschaft bis zu einem allfälligen Rückbau möglichst kosteneffizient im Bestand zu halten, um die dort befindlichen Wohnungen zumindest bis zum Rückbau noch als sehr günstige Mietwohnungen vermieten zu können.
Nach erfolglosen Versuchen der Stadt Wädenswil, die Liegenschaft für preisgünstiges sowie altersgerechtes Wohnen im Baurecht zu vergeben, hat sie sich entschieden, die altersgerechten Wohnungen im Baufeld der Stadt selbst zu realisieren. Damit behält die Stadt die Vermietung in der eigenen Hand und kann diese gezielt auf Einwohnerinnen und Einwohnern aus Wädenswil ausrichten.
Die Wohnungen verfügen alle über Loggias mit viel Privatsphäre, im Erdgeschoss teilweise mit Aussensitzplatz bzw. direktem Zugang in die wunderbare grüne Gartenlandschaft und dem geplanten, offengelegten Verlauf des Gulmenbachs. Die Ausstattung der Wohnungen ist gezielt auf Bedürfnisse für altersgerechtes Wohnen abgestimmt.
Bei den stillgelegten Fabrikgebäuden wurde auch bereits mit dem Abriss begonnen. Dort werden ebenfalls Wohnungen und Gewerberäume geplant. Damit der Charakter der ehemaligen Industriebauten vorhanden bleibt, wird ein Teil in Form der bestehenden Shedhalle erhalten bleiben.
Zum Schluss der Veranstaltung wurde kräftig zur Schaufel gegriffen und die Zeitkapsel dem Erdreich übergeben. Stadtrat Bislin bedankte sich bei allen Beteiligten und wünschte alles Glück für die kommende Bauzeit.
Hinter dem Fabrikgelände der ehemaligen Metallwarenfabrik Blattmann entsteht der erste Teil einer neuen grossen Wohnsiedlung in Wädenswil.
Text & Bilder: Ernst Brändli
Im Beisein des verantwortlichen Stadtrats Martin Bislin, von Stadtpräsident Christof Wolfer, Stadträtin Claudia Bühlmann und Stadtrat Daniel Tanner sowie verschiedener Vertreterinnen und Vertreter von Bauherrschaft und Bauunternehmen, wurde in der Baugrube eine Zeitkapsel mit verschiedenen Dokumenten deponiert. Stadtrat Martin Bislin ging in einer seiner ersten Amtshandlungen als neugewählter Stadtrat in seiner Ansprache auf die Geschichte der Gartenhäuser und insbesondere der Geschichte der Industriellenfamilie Blattmann ein.
Mit der Grundsteinlegung startet auf dem Areal der geschichtsträchtigen Firma eine neue Epoche.
Geschichtsträchtig
1838 eröffnete Gottfried Blattmann an der Zugerstrasse 13 eine Bauspenglerei und stellte Laternen, Giesskannen und Wasserkessel her, die seine Frau im Laden verkaufte. 1858 übernahm Sohn Ernst den Betrieb. Dessen Sohn Paul kaufte 1908 die Metallwarenfabrik von Alfred Diener am Floraweg. 1923 und 1929 traten die Söhne Paul und Willi in den Familienbetrieb ein. Stahlmöbel, Feuerlöscher und Blechemballagen bildeten bald neue Schwerpunkte im Fabrikationsprogramm. 1934 liessen die Gebrüder Blattmann vom Architekten Hans Fischli an der Zugerstrasse 64 im Musli einen modernen Neubau erstellen, den man später in verschiedenen Etappen erweiterte. Bekannt wurde die Firma mit dem Landi-Stuhl, einen 1939 für die Landesausstellung in Zürich fabrizierten Leichtmetallstuhl.
1954 trat mit Ernst Blattmann die fünfte Generation ins Unternehmen ein. Ab 1978 wurde die Metallwarenfabrik Blattmann als Aktiengesellschaft geführt. 1998 übergab Ernst Blattmann den Betrieb an die Mewa-Metalight AG, welche die Räume und Maschinen mietete. 2001 ging diese Firma in Konkurs, und die Produktion wurde eingestellt. Nach dem Abbruch eines Grossteils der Gebäude sollen auf dem Areal 150 moderne Mietwohnungen entstehen.
Mit der gemeinsamen Grundsteinlegung vom Dienstag, 16. Juni 2026, markierten die Stadt Wädenswil, die Blattmann Metallwarenfabrik AG und das Baukonsortium Büelenweg 6/8 den offiziellen Beginn der Bauarbeiten für die Gartenhäuser auf dem MEWA-Areal. Die Stadt schafft damit 26 altersgerechte Mietwohnungen.
Mehrfamilienhäuser und altersgerechte Mietwohnungen
Die Bauherren erstellen auf drei Baufeldern eine Siedlung mit insgesamt fünf Mehrfamilienhäusern mit 61 Wohnungen, die auf einer gemeinsamen Tiefgarage stehen werden. Für das Projekt besteht ein privater Gestaltungsplan. Aus dem Architekturwettbewerb ist das Bauprojekt des Architekturbüros Hosoya Schaefer Architects hervorgegangen.
Im Jahr 2010 hat die Stadt Wädenswil die Liegenschaft in der Büelenstrasse 5 und 7 mit insgesamt zwölf Mietwohnungen in zwei Gebäuden erworben. Damit wurde das Ziel verfolgt, sich an der Entwicklung und Neugestaltung des angrenzenden Industriegebietes zu beteiligen und daran mitzuwirken.
Eine Sanierung der bestehenden Liegenschaft wäre dringend nötig gewesen, erwies sich jedoch nicht als wirtschaftlich, so dass man sich entschieden hat, die Liegenschaft bis zu einem allfälligen Rückbau möglichst kosteneffizient im Bestand zu halten, um die dort befindlichen Wohnungen zumindest bis zum Rückbau noch als sehr günstige Mietwohnungen vermieten zu können.
Nach erfolglosen Versuchen der Stadt Wädenswil, die Liegenschaft für preisgünstiges sowie altersgerechtes Wohnen im Baurecht zu vergeben, hat sie sich entschieden, die altersgerechten Wohnungen im Baufeld der Stadt selbst zu realisieren. Damit behält die Stadt die Vermietung in der eigenen Hand und kann diese gezielt auf Einwohnerinnen und Einwohnern aus Wädenswil ausrichten.
Die Wohnungen verfügen alle über Loggias mit viel Privatsphäre, im Erdgeschoss teilweise mit Aussensitzplatz bzw. direktem Zugang in die wunderbare grüne Gartenlandschaft und dem geplanten, offengelegten Verlauf des Gulmenbachs. Die Ausstattung der Wohnungen ist gezielt auf Bedürfnisse für altersgerechtes Wohnen abgestimmt.
Bei den stillgelegten Fabrikgebäuden wurde auch bereits mit dem Abriss begonnen. Dort werden ebenfalls Wohnungen und Gewerberäume geplant. Damit der Charakter der ehemaligen Industriebauten vorhanden bleibt, wird ein Teil in Form der bestehenden Shedhalle erhalten bleiben.
Zum Schluss der Veranstaltung wurde kräftig zur Schaufel gegriffen und die Zeitkapsel dem Erdreich übergeben. Stadtrat Bislin bedankte sich bei allen Beteiligten und wünschte alles Glück für die kommende Bauzeit.