Wir sind Carmen Kern und Stefan Spichiger und sind beide 54 Jahre alt. Seit dem 1. August 2025 leben wir in Drevdagen, Schweden, zusammen mit unseren Huskies, und betreiben hier eine kleine Ferienlodge, die wir gerade am Aufbauen sind.
Die Lodge bietet:
• 1 Ferienwohnung
• 2 Campingstellplätze
• Zugang zur Sauna und gratis
WLAN
• 2 Hundeausläufe (Zwinger),
davon einer mit einer Hütte
mit Hundeboxen
• In der Wohnung sind bis zu
6 Hunde erlaubt
In Drevdagen kann man Hundeschlittentouren buchen, Schneemobil fahren, und es gibt eine Langlaufloipe. Auf dem nahegelegenen Idre Fjäll kann man Skifahren. Auch im Sommer ist es wunderbar in Drevdagen, und die Umgebung lädt zu verschiedenen Aktivitäten ein.
Im Januar 2025 haben wir uns dazu entschlossen nach Drevdagen in Schweden zu ziehen. Seit 9 Jahren machen wir Urlaub in diesem kleinen Dörfchen an der Grenze zu Norwegen. Nun war es Zeit für uns, endgültig da zu leben. Wir waren der Meinung, dass es mit 54 Jahren Zeit ist, noch einmal etwas Neues anzufangen, ein Ortswechsel angebracht ist und wir Lust hatten auf ein neues Abenteuer. Wir haben 54 Jahre in Wädenswil gelebt und miterlebt, wie sich der Ort gewandelt hat.
Wädenswil war immer unsere Heimat. Die Wädenswiler Chilbi, die Betschart-Schweinsbratwürste, das Poulet im Chörbli und das «Koreander Leaf» werden wir noch lange vermissen. Wir haben erlebt, wie sich Wädenswil von einem Dorf, wo sich jeder kannte, zu einer kleinen Stadt mit mehr Anonymität entwickelt hat. Der Holzofen-Beck, Bettio, Portmanns Käserei, das «Volkshaus», das «Central» mit «Chnöpfli» und die Brauerei Wädenswil – das alles gibt es nicht mehr, ist aber ein fester Bestandteil unserer Erinnerungen an Wädenswil.
Nach Schweden auszuwandern ist mit vielen administrativen Aufwänden verbunden. Man braucht eine Aufenthaltsbewilligung, eine Personen-ID (ohne diese existiert man in Schweden nicht und kann nichts machen) und eine Bank-ID (mit dieser meldet man sich auf jedem Amt, jeder Behörde, jedem Online-Shop und sonstigen Online-Diensten an), man muss das Fahrzeug umschreiben und den Führerausweis umtauschen. Das alles geht online, relativ einfach und schnell. Schweden ist in Sachen Digitalisierung wesentlich weiter als die Schweiz, und wir haben sehr viel Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit erfahren. Nur, wenn man für ein Passfoto oder einen Fingerabdruck auf ein Amt muss, kann das Tage dauern. So sind wir für fünf Minuten Amtstermin 10 Stunden Auto gefahren (ja, Schweden ist gross und die Ämter dünn gesät).
Aber Schweden (gerade Nordschweden) hat einige Herausforderungen bereit, und es ist nicht immer so romantisch, wie es manchmal berichtet wird. Im Dezember hatten wir 9 Stunden Stromausfall. Bei –15 °C wird dann das Haus schnell kalt, wenn man keinen Holzofen hat. Auch das Wasser läuft dann nicht mehr, da die Wasserpumpen ausfallen.
Wenn es über Nacht dann 50–100 cm Schnee gibt, heisst es am nächsten Morgen Schneeschippen. Temperaturen bis –40 °C sind eine Herausforderung, und man muss lernen, wie man sich in solchen Situationen richtig verhält.
Die Serie «Out of Wättischwiil» porträtiert ausgewanderte Wädenswilerinnen und Wädenswiler.
Kennen Sie auch ausgewanderte Wädenswilerinnen oder Wädenswiler? Wir freuen uns auf einen Hinweis auf
redaktion@waedenswiler-anzeiger.ch
Wir sind Carmen Kern und Stefan Spichiger und sind beide 54 Jahre alt. Seit dem 1. August 2025 leben wir in Drevdagen, Schweden, zusammen mit unseren Huskies, und betreiben hier eine kleine Ferienlodge, die wir gerade am Aufbauen sind.
Die Lodge bietet:
• 1 Ferienwohnung
• 2 Campingstellplätze
• Zugang zur Sauna und gratis
WLAN
• 2 Hundeausläufe (Zwinger),
davon einer mit einer Hütte
mit Hundeboxen
• In der Wohnung sind bis zu
6 Hunde erlaubt
In Drevdagen kann man Hundeschlittentouren buchen, Schneemobil fahren, und es gibt eine Langlaufloipe. Auf dem nahegelegenen Idre Fjäll kann man Skifahren. Auch im Sommer ist es wunderbar in Drevdagen, und die Umgebung lädt zu verschiedenen Aktivitäten ein.
Im Januar 2025 haben wir uns dazu entschlossen nach Drevdagen in Schweden zu ziehen. Seit 9 Jahren machen wir Urlaub in diesem kleinen Dörfchen an der Grenze zu Norwegen. Nun war es Zeit für uns, endgültig da zu leben. Wir waren der Meinung, dass es mit 54 Jahren Zeit ist, noch einmal etwas Neues anzufangen, ein Ortswechsel angebracht ist und wir Lust hatten auf ein neues Abenteuer. Wir haben 54 Jahre in Wädenswil gelebt und miterlebt, wie sich der Ort gewandelt hat.
Wädenswil war immer unsere Heimat. Die Wädenswiler Chilbi, die Betschart-Schweinsbratwürste, das Poulet im Chörbli und das «Koreander Leaf» werden wir noch lange vermissen. Wir haben erlebt, wie sich Wädenswil von einem Dorf, wo sich jeder kannte, zu einer kleinen Stadt mit mehr Anonymität entwickelt hat. Der Holzofen-Beck, Bettio, Portmanns Käserei, das «Volkshaus», das «Central» mit «Chnöpfli» und die Brauerei Wädenswil – das alles gibt es nicht mehr, ist aber ein fester Bestandteil unserer Erinnerungen an Wädenswil.
Nach Schweden auszuwandern ist mit vielen administrativen Aufwänden verbunden. Man braucht eine Aufenthaltsbewilligung, eine Personen-ID (ohne diese existiert man in Schweden nicht und kann nichts machen) und eine Bank-ID (mit dieser meldet man sich auf jedem Amt, jeder Behörde, jedem Online-Shop und sonstigen Online-Diensten an), man muss das Fahrzeug umschreiben und den Führerausweis umtauschen. Das alles geht online, relativ einfach und schnell. Schweden ist in Sachen Digitalisierung wesentlich weiter als die Schweiz, und wir haben sehr viel Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit erfahren. Nur, wenn man für ein Passfoto oder einen Fingerabdruck auf ein Amt muss, kann das Tage dauern. So sind wir für fünf Minuten Amtstermin 10 Stunden Auto gefahren (ja, Schweden ist gross und die Ämter dünn gesät).
Aber Schweden (gerade Nordschweden) hat einige Herausforderungen bereit, und es ist nicht immer so romantisch, wie es manchmal berichtet wird. Im Dezember hatten wir 9 Stunden Stromausfall. Bei –15 °C wird dann das Haus schnell kalt, wenn man keinen Holzofen hat. Auch das Wasser läuft dann nicht mehr, da die Wasserpumpen ausfallen.
Wenn es über Nacht dann 50–100 cm Schnee gibt, heisst es am nächsten Morgen Schneeschippen. Temperaturen bis –40 °C sind eine Herausforderung, und man muss lernen, wie man sich in solchen Situationen richtig verhält.
Die Serie «Out of Wättischwiil» porträtiert ausgewanderte Wädenswilerinnen und Wädenswiler.
Kennen Sie auch ausgewanderte Wädenswilerinnen oder Wädenswiler? Wir freuen uns auf einen Hinweis auf
redaktion@waedenswiler-anzeiger.ch