Wädenswil

40 Jahre Engagement für die ältere Generation

Man soll die Feste feiern, wie sie fallen. Und so organisierten die «Aktiven Seniorinnen und Senioren Wädenswil» einen tollen Jubiläumsanlass zu ihrem 40-Jahr-Jubiläum.

Text & Bilder: Stefan Baumgartner

Vor über 40 Jahren stand die Einsetzung eines städtischen Altersbeauftragten zur Diskussion, da eine von der Stadt eingeforderte Studie Lücken in der Seniorenbetreuung ausmachte. Dies war gleichzeitig auch der Startschuss für die Gründung der Seniorenvereinigung, ganz nach dem Motto «Wir können selber für uns sorgen und brauchen keinen amtlichen Freizeitgestalter». Seither leisten die Aktiven Seniorinnen und Senioren in Wädenswil einen aktiven Beitrag zur Freizeitgestaltung für die ältere Generationen ab 60. Und so finden seither während des ganzen Jahres in regelmässigen Abständen Vorträge zu den verschiedensten Themen statt, seien dies Gesundheitsfragen, Reiseberichte aus nahen und fernen Ländern, Informationen über die Tier- und Pflanzenwelt oder ganz einfach die Berichterstattung über irgendeine Freizeitaktivität. Auch Jassen und Bocciaspielen hat einen festen Platz im Vereinsprogramm.
Dieses Freizeitprogramm ist mittlerweile so attraktiv, dass sich 40 Jahre nach der Gründung fast 1000 Seniorinnen und Senioren für die Aktivitäten des Vereins interessieren.

Vielfältiges Jubiläumsprogramm

Mitte Juni wurde nun das 40-Jahr-Jubiläum gefeiert. Die Mitglieder konnten aus vier verschiedenen und attraktiven Nachmittagsprogrammen auswählen: Eine Fahrt mit dem Rosswagen im Wädenswiler Berg, eine Fahrt rund um den Obersee im Doppeldecker-Bus, eine Schiffahrt zur Insel Ufnau oder eine Führung durch die reformierte Kirche inklusive Kirchturmbesteigung. Rund 180 Personen teilten sich auf diese vier Attraktionen auf und trafen sich gegen 17 Uhr in der reformierten Kirche zum von Monika Tiken und Mirjam Wagner musikalisch untermalten Festakt.
Barbara Kupper, Co-Präsidentin im aktuellen Leitungsteam, konnte so viele glückliche Gesichter begrüssen. «Wir sind begeistert, dass Ihr alle da seid und mit uns feiert», rief sie dem Publikum in der kühlen Kirche zu.
Erwin Zehnder war bis vor kurzem Präsident des Vereins und langjährig in vielen anderen Funktionen im Verein tätig. Er wusste, dass in 40 Jahren etwa gleich viele Menschen die Veranstaltungen (1052 an der Zahl) der «Aktiven Senioren» besuchten, wie das Allianz-Stadion in München fasst, nämlich rund 75 000 Fans. Erwin Zehnder liess die vergangenen 40 Jahre Revue passieren, erzählte von den Gründern und aus der Gründerzeit sowie auch von den treibenden Personen hinter dem Verein. Er erwähnte einige klingende Namen, die schon Vorträge in Wädenswil hielten, wie der Bergsteiger und Fotograf Dölf Reist, Astronaut Claude Nicollier oder die Alt-Bundesräte Brugger und Leuenberger. Mit aktuell fast 1000 Mitgliedern sei man grösser als der Fussballclub Wädenswil, schlug er den Bogen in die aktuelle Zeit.
Philipp Kutter, Alt-Stadtpräsident, durfte – in Absprache mit dem ebenfalls anwesenden aktuellen Stadtpräsidenten Christof Wolfer – die Grüsse aus dem Stadthaus überbringen. Er hob vor allem den wertvollen Beitrag zu einem funktionierenden sozialen Netz für Seniorinnen und Senioren hervor und bedauerte, dass er – weil noch nicht 60 – von den spannenden Vorträgen und Anlässen ausgeschlossen sei.
Zum Schluss des offiziellen Aktes berichtete der aktuelle Co-Präsident Erwin Keller von den Herausforderungen der Gegenwart und blickte auch in die Zukunft. Auch die «Aktiven Seniorinnen und Senioren» suchen immer wieder Personen, die nicht nur Mitglied sind, sondern sich auch engagieren. In diesem Sinne meinte er: «Wir freuen uns auf Sie!»
Im Rosenmattpark schritt die Gesellschaft schliesslich zum Apéro und Austausch über das tagsüber Erlebte. So teilten die Busreisenden ihre Erlebnisse von der Reise zur Grynau und dem Kloster Mariazell bei Wurmsbach, während die Fahrt mit dem Rosswagen im Wädenswiler Berg anscheinend einigen ungeduldigen Autofahrern nicht gleich gut gefallen hat wie den Teilnehmenden. Die Kirche auf der Ufnau ist dank der einmaligen Lage und ihren Wandmalereien immer eine Schiffahrt wert, und auch jene Seniorinnen und Senioren, die es vorzogen, «im Dorf» zu bleiben, erfuhren viel Wissenswertes über das Bauwerk «reformierte Kirche».
Der abschliessende feine Znacht, serviert wie schon der Apéro von der Stiftung Bühl, bildete den Abschluss der Feierlichkeiten.

Die Aktiven Senioren verlangen von ihren künftigen Neumitgliedern keinen Jahresbeitrag, dafür ist eine einmalige bescheidene Einschreibegebühr von Fr. 30.– zu entrichten.

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