Am Samstag, 6. Juni, beging der Turnverein Richterswil (TVR) seinen 150. Geburtstag in sportlicher, aufregender, gemütlicher und bunter Manier.
Text: Reni Bircher
Bilder: Daniela Baur
Das Wetter hätte nicht besser sein können: Schön, aber nicht zu heiss, und die Tartanbahn konnte bei trockenen Verhältnissen am frühen Morgen auf der Dorfstrasse ausgelegt werden, um für den «schnellsten Richterswiler» um 10 Uhr bereitzuliegen. Der Auflauf im Dorfkern war riesig. Familienangehörige, Freunde und Schulgspänli feuerten die Rennenden an, während andere von einem TVR-Mitglied für den Start instruiert wurden und die Reaktionszeit auf den Startschuss «probeliefen».
Je nach Alter mussten die Kinder und Jugendlichen (Jahrgänge 2009 bis 2020) eine Strecke von 40, 50, 60 oder 80 Metern in möglichst kurzer Zeit bewältigen.
351 Läuferinnen und Läufer haben am Wettkampf mitgemacht, zur grossen Erleichterung der Veranstalter unfallfrei.
Den Titel der schnellsten Richterswilerin und des schnellsten Richterswilers holten sich wie schon im vergangenen Jahr Smilla Streiff, Finalzeit 11, 30 s, und Valentin Reiner, Finalzeit 10,50 s – beide auf der 80-Meter-Strecke – und haben somit ihre Siege wiederholt.
Spiel & Spass ums Gemeindehaus und am Dorf-OL
Das Gelände um das Gemeindehaus 1 wurde zur Spielwiese umfunktioniert. Zahlreiche Aktivitäten, bei denen Gross und Klein Geschick und Schnelligkeit unter Beweis stellen konnte, waren auf der grossen Wiese drapiert. Auf der Hüpfburg musste regelmässig ein Wechsel stattfinden, weil so viele Kinder Schlange standen.
Um das Gemeindehaus herum waren die vier Posten der Plausch-Olympiade aufgebaut, bei der 81 Dreiergruppen teilgenommen haben. Die Idee und Realisierung stammen von Ursula Reist, welche die Olympiade zuvor mit sämtlichen TVR-Riegen durchgeführt und daraus für alle Altersgruppen Resultat-Schnitte errechnet hat. Nahmen am Samstag vor allem Familien daran teil, gab es auch zahlreiche Schülergrüppchen, die je nach Ergebnis einen Preis mit nach Hause nehmen durften. Ganz sicher hatten alle dabei eine Menge Spass.
Die OL-Gruppe Zimmerberg (OLZ) wirkte ebenfalls an den Festlichkeiten mit, durften sie doch ihr 20-Jahr-Jubiläum begehen. Aus diesem Grund organisierte der OLZ am Samstagnachmittag drei Orientierungsläufe mit unterschiedlichen Anforderungen. Am kurzen Parcours nahmen vor allem Familien mit 2–5 Personen teil. Insgesamt wurden 110 Starts verzeichnet mit mindestens 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
Fahnen-Weihe
Um 17 Uhr wurde es feierlich: Vom Dorfplatz her zogen unter musikalischer Begleitung der Tambouren Wädenswil Alt-Fähnrich (von 1976) Fritz Künzler mit der alten TVR-Fahne sowie der Delegation des Zürcher Turnverbandes (ZTV) mit Präsident Stephan Niederhäuser in Richtung Wisshusplatz, gefolgt von Fahnengötti Martin Felger, Fähnrich Andi Höchner sowie der Ehrendame Iris Bauer, welche die neue, noch verhüllte TVR-Fahne trugen. Diverse Delegationen begleiteten mit ihren Fahnen die Parade und reihten sich stolz auf dem Platz auf, um das repräsentative Tuch gebührend zu empfangen.
Andreas Klöti, der (zusammen mit Conny Zoller) Co-Präsident des TVR ist, begrüsste alle Anwesenden ganz herzlich zur Fahnenweihe anlässlich des 150-Jahr-Jubiläums, gefolgt von einer ganzen Litanei an Behörden- und Vereinsmitgliedern, Unterstützer und treuen Seelen, die dem Verein Gutes tun.
Teilnehmende Fahnendelegationen waren der TV Samstagern sowie deren vier Riegen, Satus, Frauenchor Richterswil, Männerchor Frohsinn Samstagern, Sängerverein Richterswil, Musikverein Richterswil-Samstagern (MRS), Tauchgruppe Biber und die Zürisee-Häxe. Vier davon trugen einen schwarzen Trauerflor in Gedenken an ihr geschätztes und treues Mitglied Bernhard Ries, welcher am 1. Juni unerwartet verstorben war.
Als die Fahne endlich vor der gespannt wartenden Zuschauerschar entrollt wurde, übernahm Conny Zoller das Erklären der Design-Idee. Der Bogen aus den Gemeindewappenfarben symbolisiert die Bucht am Zürichsee, der durch die blaue Farbe dargestellt ist. Über diesem schweben drei abstrakt dargestellte Turnerinnen und Turner, welche die drei Riegen des TVR symbolisieren. Die Symbole, welche sich an Richterswils Markenzeichen, der Fontäne, annähern, orientieren sich dabei am neuen Logo des Vereins.
Das Tuch wurde in der Schweiz gefertigt und ist aus Damast-Seide gemacht: Ungefähr 600 Gramm Seidenfaden mit einer Länge von 500 Kilometern, welcher von 1000 Seidenraupen während drei Tagen produziert worden ist.
Aufgezogen erfuhr die Fahne viel Applaus, bevor sie in einem vorbestimmten Ablauf die alte Fahne verabschiedete und dann von den anwesenden Fahnendelegationen und der musikalischen Untermalung des Musikvereins begrüsst wurde.
Abschliessend durfte der Turnverein Richterswil lobende Worte von Gemeinderätin Bernadette Dubs sowie dem ZTV-Präsidenten für ihr langjähriges Engagement im Vereins- und Dorfleben entgegennehmen. Auch Geschenke wurden überbracht, sowohl finanzieller Natur wie auch praktischer, denn vom Turnverein Samstagern gab es einen Kin-Ball, den sich der TVR schon lange gewünscht hatte.
Am Samstag, 6. Juni, beging der Turnverein Richterswil (TVR) seinen 150. Geburtstag in sportlicher, aufregender, gemütlicher und bunter Manier.
Text: Reni Bircher
Bilder: Daniela Baur
Das Wetter hätte nicht besser sein können: Schön, aber nicht zu heiss, und die Tartanbahn konnte bei trockenen Verhältnissen am frühen Morgen auf der Dorfstrasse ausgelegt werden, um für den «schnellsten Richterswiler» um 10 Uhr bereitzuliegen. Der Auflauf im Dorfkern war riesig. Familienangehörige, Freunde und Schulgspänli feuerten die Rennenden an, während andere von einem TVR-Mitglied für den Start instruiert wurden und die Reaktionszeit auf den Startschuss «probeliefen».
Je nach Alter mussten die Kinder und Jugendlichen (Jahrgänge 2009 bis 2020) eine Strecke von 40, 50, 60 oder 80 Metern in möglichst kurzer Zeit bewältigen.
351 Läuferinnen und Läufer haben am Wettkampf mitgemacht, zur grossen Erleichterung der Veranstalter unfallfrei.
Den Titel der schnellsten Richterswilerin und des schnellsten Richterswilers holten sich wie schon im vergangenen Jahr Smilla Streiff, Finalzeit 11, 30 s, und Valentin Reiner, Finalzeit 10,50 s – beide auf der 80-Meter-Strecke – und haben somit ihre Siege wiederholt.
Spiel & Spass ums Gemeindehaus und am Dorf-OL
Das Gelände um das Gemeindehaus 1 wurde zur Spielwiese umfunktioniert. Zahlreiche Aktivitäten, bei denen Gross und Klein Geschick und Schnelligkeit unter Beweis stellen konnte, waren auf der grossen Wiese drapiert. Auf der Hüpfburg musste regelmässig ein Wechsel stattfinden, weil so viele Kinder Schlange standen.
Um das Gemeindehaus herum waren die vier Posten der Plausch-Olympiade aufgebaut, bei der 81 Dreiergruppen teilgenommen haben. Die Idee und Realisierung stammen von Ursula Reist, welche die Olympiade zuvor mit sämtlichen TVR-Riegen durchgeführt und daraus für alle Altersgruppen Resultat-Schnitte errechnet hat. Nahmen am Samstag vor allem Familien daran teil, gab es auch zahlreiche Schülergrüppchen, die je nach Ergebnis einen Preis mit nach Hause nehmen durften. Ganz sicher hatten alle dabei eine Menge Spass.
Die OL-Gruppe Zimmerberg (OLZ) wirkte ebenfalls an den Festlichkeiten mit, durften sie doch ihr 20-Jahr-Jubiläum begehen. Aus diesem Grund organisierte der OLZ am Samstagnachmittag drei Orientierungsläufe mit unterschiedlichen Anforderungen. Am kurzen Parcours nahmen vor allem Familien mit 2–5 Personen teil. Insgesamt wurden 110 Starts verzeichnet mit mindestens 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
Fahnen-Weihe
Um 17 Uhr wurde es feierlich: Vom Dorfplatz her zogen unter musikalischer Begleitung der Tambouren Wädenswil Alt-Fähnrich (von 1976) Fritz Künzler mit der alten TVR-Fahne sowie der Delegation des Zürcher Turnverbandes (ZTV) mit Präsident Stephan Niederhäuser in Richtung Wisshusplatz, gefolgt von Fahnengötti Martin Felger, Fähnrich Andi Höchner sowie der Ehrendame Iris Bauer, welche die neue, noch verhüllte TVR-Fahne trugen. Diverse Delegationen begleiteten mit ihren Fahnen die Parade und reihten sich stolz auf dem Platz auf, um das repräsentative Tuch gebührend zu empfangen.
Andreas Klöti, der (zusammen mit Conny Zoller) Co-Präsident des TVR ist, begrüsste alle Anwesenden ganz herzlich zur Fahnenweihe anlässlich des 150-Jahr-Jubiläums, gefolgt von einer ganzen Litanei an Behörden- und Vereinsmitgliedern, Unterstützer und treuen Seelen, die dem Verein Gutes tun.
Teilnehmende Fahnendelegationen waren der TV Samstagern sowie deren vier Riegen, Satus, Frauenchor Richterswil, Männerchor Frohsinn Samstagern, Sängerverein Richterswil, Musikverein Richterswil-Samstagern (MRS), Tauchgruppe Biber und die Zürisee-Häxe. Vier davon trugen einen schwarzen Trauerflor in Gedenken an ihr geschätztes und treues Mitglied Bernhard Ries, welcher am 1. Juni unerwartet verstorben war.
Als die Fahne endlich vor der gespannt wartenden Zuschauerschar entrollt wurde, übernahm Conny Zoller das Erklären der Design-Idee. Der Bogen aus den Gemeindewappenfarben symbolisiert die Bucht am Zürichsee, der durch die blaue Farbe dargestellt ist. Über diesem schweben drei abstrakt dargestellte Turnerinnen und Turner, welche die drei Riegen des TVR symbolisieren. Die Symbole, welche sich an Richterswils Markenzeichen, der Fontäne, annähern, orientieren sich dabei am neuen Logo des Vereins.
Das Tuch wurde in der Schweiz gefertigt und ist aus Damast-Seide gemacht: Ungefähr 600 Gramm Seidenfaden mit einer Länge von 500 Kilometern, welcher von 1000 Seidenraupen während drei Tagen produziert worden ist.
Aufgezogen erfuhr die Fahne viel Applaus, bevor sie in einem vorbestimmten Ablauf die alte Fahne verabschiedete und dann von den anwesenden Fahnendelegationen und der musikalischen Untermalung des Musikvereins begrüsst wurde.
Abschliessend durfte der Turnverein Richterswil lobende Worte von Gemeinderätin Bernadette Dubs sowie dem ZTV-Präsidenten für ihr langjähriges Engagement im Vereins- und Dorfleben entgegennehmen. Auch Geschenke wurden überbracht, sowohl finanzieller Natur wie auch praktischer, denn vom Turnverein Samstagern gab es einen Kin-Ball, den sich der TVR schon lange gewünscht hatte.