Der Tabellenstand vor dem letzten Saisonspiel sorgte für grösstmögliche Dramaturgie. Infolge Punktgleichheit und schlechterem Torverhältnis als der FC Oerlikon/Polizei konnten die Wädenswilerinnen die Ligazugehörigkeit nur mit einem Sieg sichern. In der Startviertelstunde war die Nervosität greifbar; das Spiel wog hin und her. Trotz Chancen der Einheimischen zogen die Gäste aus Oerlikon bis zur Pause auf 2:0 davon.
Text: Ernst Brändli
Bild: zvg
Nach dem Wiederanpfiff boten sich den Wädenswilerinnen dank guten Kampfgeists und konsequentem Angriffsspiel Torchancen. In der 49. Minute fiel dann der verdiente Anschlusstreffer zum 1:2. Durchs Publikum angepeitscht, schien plötzlich wieder alles möglich, und die Platzfrauen drückten vehement auf den Ausgleich. Der Stadtclub aber verschleppte das Spiel durch zahlreiche Pflege-Unterbrüche routiniert und brach dadurch den Rhythmus der Gastgeberinnen. Leider fiel dann das Tor auf der anderen Seite, und der Abstieg war somit besiegelt. Das Publikum zollte dem bitter enttäuschten Team mit langanhaltender Standing-Ovation grösstmöglichen Respekt für die gezeigte Leistung während der vergangenen Spielzeit in der zweithöchsten schweizerischen Liga.
Dieser Abstieg ist der erste richtige Rückschlag, welches das Frauen-Team des FCW seit dessen Gründung hinnehmen musste. Das Team hegt eine Geschichte, welche schon fast 20 Jahre dauert. Ein Teil der Spielerinnen und des Trainerteams sind schon seit der Juniorinnenzeit mit dabei. Während dieser Zeit wurden die Wädenswilerinnen in jeder Juniorenabteilung Meisterinnen und gewannen auch den Cup. In den ersten Saisons wurde ausschliesslich gegen Jungs gespielt. Den Trainern und Spielerinnen ist das erste Meisterschaftsspiel noch gut in Erinnerung. Auf der Horgner Allmend wurde das Team von den Gegnern mit der Aussage «Das sind ja nur Meitli, gäge die günnemer mit eme Stängeli» empfangen. Das Stängeli schaute in die Gegenrichtung und die jungen Horgner Spieler weinten bitterlich. In den aktiven Ligen konnte das Team jeweils innert kurzer Zeit den Aufstieg in die nächsthöhere Liga erreichen. Leider war das Kader in der vergangenen Saison aus verschiedenen Gründen nicht mehr gross genug. So war es nicht verwunderlich, dass einige Punkte liegengelassen wurden, welche mit mehr Spielerinnen und auch etwas Glück möglich gewesen wären.
Sicherlich hat auch die ausgesprochene Trainerentlassung durch einen Teil des Vorstandes im März für zusätzliche Unruhe gesorgt. Dieser Umstand, welcher auch von vielen Aussenstehenden nicht verstanden wurde, sorgte vielerorts für Kopfschütteln, zumal Trainer Christian Geiger schon vorher seinen Rücktritt auf Ende Saison bekanntgegeben hatte. Auch die Spielerinnen des Teams kommunizierten den Verantwortlichen, dass sie so nicht mehr bereit seien und voll hinter dem Trainerstaff stehen würden. Darum wurde diese Entlassung rückgängig gemacht. Dank des hervorragenden Teamgeistes konnte sich die Frauschaft bis zum besagten letzten Spiel im Rennen um den Ligaerhalt behaupten.
Zusätzlich zu den Trainern Christian Geiger und Remo Mayer treten auch sechs Spielerinnen aus verschiedenen Gründen (welche nichts mit dem Abstieg zu tun haben), zurück. Alle diese wurden vor Anpfiff des letzten Spiels verabschiedet.
Die verschworene Gesellschaft feierte das Saisonende und den Abschied der Trainer und Spielerinnen mit einem wunderschönen Fest, bei welchem Erinnerungen aus der ganzen Fussballzeit der letzten 20 Jahre FCW-Frauen präsentiert wurden. Mit Bildern und Präsentationen, bei welchen auch ehemalige Akteurinnen ihre Grussbotschaft mitteilten, kam einmal mehr zum Vorschein, welch guter Teamspirit in dieser Truppe herrscht.
Der Tabellenstand vor dem letzten Saisonspiel sorgte für grösstmögliche Dramaturgie. Infolge Punktgleichheit und schlechterem Torverhältnis als der FC Oerlikon/Polizei konnten die Wädenswilerinnen die Ligazugehörigkeit nur mit einem Sieg sichern. In der Startviertelstunde war die Nervosität greifbar; das Spiel wog hin und her. Trotz Chancen der Einheimischen zogen die Gäste aus Oerlikon bis zur Pause auf 2:0 davon.
Text: Ernst Brändli
Bild: zvg
Nach dem Wiederanpfiff boten sich den Wädenswilerinnen dank guten Kampfgeists und konsequentem Angriffsspiel Torchancen. In der 49. Minute fiel dann der verdiente Anschlusstreffer zum 1:2. Durchs Publikum angepeitscht, schien plötzlich wieder alles möglich, und die Platzfrauen drückten vehement auf den Ausgleich. Der Stadtclub aber verschleppte das Spiel durch zahlreiche Pflege-Unterbrüche routiniert und brach dadurch den Rhythmus der Gastgeberinnen. Leider fiel dann das Tor auf der anderen Seite, und der Abstieg war somit besiegelt. Das Publikum zollte dem bitter enttäuschten Team mit langanhaltender Standing-Ovation grösstmöglichen Respekt für die gezeigte Leistung während der vergangenen Spielzeit in der zweithöchsten schweizerischen Liga.
Dieser Abstieg ist der erste richtige Rückschlag, welches das Frauen-Team des FCW seit dessen Gründung hinnehmen musste. Das Team hegt eine Geschichte, welche schon fast 20 Jahre dauert. Ein Teil der Spielerinnen und des Trainerteams sind schon seit der Juniorinnenzeit mit dabei. Während dieser Zeit wurden die Wädenswilerinnen in jeder Juniorenabteilung Meisterinnen und gewannen auch den Cup. In den ersten Saisons wurde ausschliesslich gegen Jungs gespielt. Den Trainern und Spielerinnen ist das erste Meisterschaftsspiel noch gut in Erinnerung. Auf der Horgner Allmend wurde das Team von den Gegnern mit der Aussage «Das sind ja nur Meitli, gäge die günnemer mit eme Stängeli» empfangen. Das Stängeli schaute in die Gegenrichtung und die jungen Horgner Spieler weinten bitterlich. In den aktiven Ligen konnte das Team jeweils innert kurzer Zeit den Aufstieg in die nächsthöhere Liga erreichen. Leider war das Kader in der vergangenen Saison aus verschiedenen Gründen nicht mehr gross genug. So war es nicht verwunderlich, dass einige Punkte liegengelassen wurden, welche mit mehr Spielerinnen und auch etwas Glück möglich gewesen wären.
Sicherlich hat auch die ausgesprochene Trainerentlassung durch einen Teil des Vorstandes im März für zusätzliche Unruhe gesorgt. Dieser Umstand, welcher auch von vielen Aussenstehenden nicht verstanden wurde, sorgte vielerorts für Kopfschütteln, zumal Trainer Christian Geiger schon vorher seinen Rücktritt auf Ende Saison bekanntgegeben hatte. Auch die Spielerinnen des Teams kommunizierten den Verantwortlichen, dass sie so nicht mehr bereit seien und voll hinter dem Trainerstaff stehen würden. Darum wurde diese Entlassung rückgängig gemacht. Dank des hervorragenden Teamgeistes konnte sich die Frauschaft bis zum besagten letzten Spiel im Rennen um den Ligaerhalt behaupten.
Zusätzlich zu den Trainern Christian Geiger und Remo Mayer treten auch sechs Spielerinnen aus verschiedenen Gründen (welche nichts mit dem Abstieg zu tun haben), zurück. Alle diese wurden vor Anpfiff des letzten Spiels verabschiedet.
Die verschworene Gesellschaft feierte das Saisonende und den Abschied der Trainer und Spielerinnen mit einem wunderschönen Fest, bei welchem Erinnerungen aus der ganzen Fussballzeit der letzten 20 Jahre FCW-Frauen präsentiert wurden. Mit Bildern und Präsentationen, bei welchen auch ehemalige Akteurinnen ihre Grussbotschaft mitteilten, kam einmal mehr zum Vorschein, welch guter Teamspirit in dieser Truppe herrscht.