Lokalsport Vereine Wädenswil

Wädenswilerinnen ziehen sich zurück

Es sollte nicht sein: Ohne Teamstütze Svenja Holzinger unterlagen die Wädenswiler Tischtennisspielerinnen im Playoff-Final den Dauerkonkurrentinnen aus Kloten klar mit 2:6. Nachdem sich beide Zürcher Teams gegen Westschweizer Vertretungen im Halbfinal hatten durchsetzen können, waren beim Saisonhöhepunkt in Zürich die Rollen schon bald verteilt.

Die jungen Klotnerinnen setzten sich von Beginn an besser in Szene und vergrösserten ihren Vorsprung stetig. Bereits Mo Förstels Niederlage gegen die tiefer eingestufte Uliana Gerashchenko stand sinnbildlich für den weiteren Verlauf der Begegnung. Wie Julia Bodmer musste auch Förstel auch ihr zweites Einzel hergeben. Nur gerade Mara Aebersold erfüllte die Erwartungen. Mit zwei gewonnenen Einzeln konnte sie wenigstens den Schaden ein wenig begrenzen.
Im nachfolgenden Doppel harmonierten Förstel/Bodmer nicht nach Wunsch: Auch dieser Punkt ging an Kloten, das in Julia Gajewska die überragende Akteurin der Partie in seinen Reihen hatte. Im Duell der beiden noch ungeschlagenen Spielerinnen fand Aebersold kein wirksames Rezept und unterlag schliesslich, wie ihre Mitstreiterinnen, in drei Sätzen. Den Wädenswilerinnen bleibt lediglich die Genugtuung, in der regulären Meisterschaft als einziges Team ungeschlagen geblieben zu sein.

Das Ende einer erfolgreichen Geschichte

Die 2:6-Niederlage ist für die Wädenswilerinnen zwar enttäuschend, doch steigt mit Kloten verdientermassen ein junges Team aus eigener Kraft in die höchste nationale Spielklasse auf. Zu Ende ist für die Grünschwarzen nicht nur eine spannende Saison, sondern vorerst auch die Präsenz auf dem nationalen Parkett. Nach vielen Jahren in der Nationalliga zieht der TTC Wädenswil seine Frauenvertretung mangels verfügbarer Spielerinnen zurück, geht eine Ära mit vielen Hochs und Tiefs vorbei, in der die Wädenswilerinnen sogar einmal den Meistertitel erringen konnten. Rücktritte und kurzfristig zustande gekommene Studienaufenthalte von Spielerinnen im Ausland veranlassen den Verein zu diesem Schritt. Die verbleibenden weiblichen Lizenzierten werden die Zürcher Young Stars verstärken und dort ihr Glück versuchen. Die Linksufrigen werden in der kommenden Saison mit grosser Wahrscheinlichkeit auch auf regionaler Ebene nicht mehr vertreten sein. Sie pausieren für mindestens ein Jahr.

Fantastischer Schlussspurt für Wädenswiler Männerteam

Mit einem weiteren deutlichen 8:2-Heimsieg verschafften sich Patrick Jund, Lukas Ott und Livio Schärrer die nötigen Zähler, um den dritten Schlussrang zu untermauern. Gegen die Absteiger hatten die Wädenswiler nur zu Beginn der Partie etwas zu nagen. Lautstark unterstützt durch das zahlreich erschienene Publikum, löste sich die anfängliche Anspannung schon bald, und das Heimteam holte Punkt um Punkt. Vor allem Jund drehte nach einer schwierigen Startpartie mächtig auf und blieb schliesslich als einziger seiner Mannschaft gegen die Stadtzürcher Young Stars ungeschlagen. Auch im Doppel an der Seite Otts liess er nichts anbrennen und pushte sich immer wieder zu phänomenal gespielten Bällen. Je eine Einzelniederlage zu beklagen hatten Ott und Schärrer. Diese fielen indes nicht ins Gewicht, da der Schlussresultat deutlich ausfiel und die zu verteilenden Punkte alle dem heimischen Fanionteam gutgeschrieben werden konnten.
Ende gut, alles gut? Das darf aus Wädenswiler Sicht getrost konstatiert werden. Mit einer jungen Mannschaft hat der Verein nach dem letztjährigen Aufstieg nun den angestrebten Klassenerhalt erreicht. Auf die kommende Saison wird die Mannschaft mit einem jungen deutschen Spieler verstärkt, der dem Team den Rücken freihalten soll. Die Grünschwarzen sind zuversichtlich, dadurch gleich beim nächsten Meisterschaftsstart gegen die wiederum starke Konkurrenz positive Akzente setzen zu können.

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