In diesem Jahr feiert die Musikschule einen runden Geburtstag! Zeit zurückzublicken, der Musikschule gute Wünsche mit auf den Weg zu geben und gemeinsam zu feiern. Am 13. Juni ist die Bevölkerung zu einem musikalischen Feuerwerk mit anschliessender Uraufführung des Jubiläumssongs eingeladen.
Vor 50 Jahren war Felix Schudel Leiter der Musikschule. Zuvor war er bereits Lehrer für Violine und Gesang. Er und der aktuelle Schulleiter, Martin Albrecht, haben sich zu einem Austausch getroffen.
Felix, wie sah Dein Alltag als Schulleiter vor einem halben Jahrhundert aus?
Ich war damals Primarlehrer in der Au und habe im Nebenamt, quasi von zu Hause aus, die Musikschule geleitet. Alles war noch viel kleiner und anfangs noch etwas improvisiert. Schon damals war es jedes Semester aufs Neue eine Sorge genügend Unterrichtsräume in den Schulhäusern zu bekommen. Je nach Instrument war es auch nicht einfach gut qualifizierte Lehrpersonen zu finden. Manchmal brauchte es sogar Verhandlungen, damit die notwendige Arbeitsbewilligung ausgestellt wurde. Eine hilfreiche Grundlage waren die Richtlinien des «Verbandes Jugendmusikschulen Zürich». Denn schon damals war es ein Spannungsfeld, zwischen zahlbaren Tarifen und fairer Entlohnung für Lehrpersonen.
Die 1976 von mir ins Leben gerufene Singschule war mir ein wichtiges Anliegen. Ich wollte einen Beitrag leisten, um das Fach Musik zu stärken. Es hatte schon damals nicht immer einen einfachen Stand an der Volksschule. Ich bin der Meinung, dass jedes Kind ein Anrecht auf eine gute musikalische Grundausbildung hat.
Neben vielen schönen Begegnungen gab es ab und zu Eltern, welche alles besser wussten. Da brauchte ich einen langen Arm, um den Telefonhörer etwas auf Distanz zu halten … (lacht).
Auch gab es schon damals vereinzelt die Ansicht, dass alles Spass machen müsse. Hineinknien und dranbleiben war nicht immer beliebt. Nach wie vor bin ich aber überzeugt, dass es nicht reicht, nur Spass zu haben, wenn man etwas erreichen will.
Vieles von dem, was Du erzählst, kommt mir vertraut vor. Es scheint fast so, als wären die Hauptthemen die gleichen geblieben.
Lass uns in die Zukunft schauen. Gibt es etwas, das Du den Schülerinnen und Schülern, den Eltern sowie der Musikschule mit auf den Weg geben möchtest?
Die politische Unterstützung ist wichtig! Eine Musikschule kostet zwar Geld, diese Investition zahlt sich für die jungen Menschen und für unsere Gesellschaft aber allemal aus. Möglichst viele Kinder sollen gemeinsam in den verschiedenen Ensembles musizieren. Hier werden wichtige Fähigkeiten und Werte wie das Zuhören, das Einfügen in ein grosses Ganzes, das Einhalten eines Tempos und das gemeinsame Erreichen von Zielen vermittelt.
Eine Musikschule trägt dazu bei, dass unser Kulturgut erhalten bleibt. Den Eltern wünsche ich, dass sie sich im riesigen Freizeitangebot für ihre Kinder zurechtfinden und den Mut haben, Prioritäten zu setzen. Zu grosser Individualismus kann auch eine Bremse sein. Und zuletzt: Nicht nur Sport, sondern auch Musik ist gesundheitsfördernd!
Unter dem Motto «Gemeinsam auf der Bühne» feiert die Musikschule ihr Jubiläum mit Kurzkonzerten in der reformierten Kirche Wädenswil und auf der Open-Air-Bühne auf dem Eidmatt-Areal.
Die Konzerte werden durch Musik-Marktstände ergänzt, an denen musiziert, gebastelt und gespielt werden kann.
Die Aktivitäten beginnen um 13.00 Uhr. Um 18.15 Uhr erklingt der eigens für das Jubiläum komponierte Song mit einem riesigen Chor, einer Band, einem Orchester und Solisten auf der Open-Air-Bühne. Eine Verpflegungsmöglichkeit ist vorhanden.
Auf unserer Webseite www.mswr.ch gibt es unter «Aktuell» und «Agenda» detailliertere Informationen.
In diesem Jahr feiert die Musikschule einen runden Geburtstag! Zeit zurückzublicken, der Musikschule gute Wünsche mit auf den Weg zu geben und gemeinsam zu feiern. Am 13. Juni ist die Bevölkerung zu einem musikalischen Feuerwerk mit anschliessender Uraufführung des Jubiläumssongs eingeladen.
Vor 50 Jahren war Felix Schudel Leiter der Musikschule. Zuvor war er bereits Lehrer für Violine und Gesang. Er und der aktuelle Schulleiter, Martin Albrecht, haben sich zu einem Austausch getroffen.
Felix, wie sah Dein Alltag als Schulleiter vor einem halben Jahrhundert aus?
Ich war damals Primarlehrer in der Au und habe im Nebenamt, quasi von zu Hause aus, die Musikschule geleitet. Alles war noch viel kleiner und anfangs noch etwas improvisiert. Schon damals war es jedes Semester aufs Neue eine Sorge genügend Unterrichtsräume in den Schulhäusern zu bekommen. Je nach Instrument war es auch nicht einfach gut qualifizierte Lehrpersonen zu finden. Manchmal brauchte es sogar Verhandlungen, damit die notwendige Arbeitsbewilligung ausgestellt wurde. Eine hilfreiche Grundlage waren die Richtlinien des «Verbandes Jugendmusikschulen Zürich». Denn schon damals war es ein Spannungsfeld, zwischen zahlbaren Tarifen und fairer Entlohnung für Lehrpersonen.
Die 1976 von mir ins Leben gerufene Singschule war mir ein wichtiges Anliegen. Ich wollte einen Beitrag leisten, um das Fach Musik zu stärken. Es hatte schon damals nicht immer einen einfachen Stand an der Volksschule. Ich bin der Meinung, dass jedes Kind ein Anrecht auf eine gute musikalische Grundausbildung hat.
Neben vielen schönen Begegnungen gab es ab und zu Eltern, welche alles besser wussten. Da brauchte ich einen langen Arm, um den Telefonhörer etwas auf Distanz zu halten … (lacht).
Auch gab es schon damals vereinzelt die Ansicht, dass alles Spass machen müsse. Hineinknien und dranbleiben war nicht immer beliebt. Nach wie vor bin ich aber überzeugt, dass es nicht reicht, nur Spass zu haben, wenn man etwas erreichen will.
Vieles von dem, was Du erzählst, kommt mir vertraut vor. Es scheint fast so, als wären die Hauptthemen die gleichen geblieben.
Lass uns in die Zukunft schauen. Gibt es etwas, das Du den Schülerinnen und Schülern, den Eltern sowie der Musikschule mit auf den Weg geben möchtest?
Die politische Unterstützung ist wichtig! Eine Musikschule kostet zwar Geld, diese Investition zahlt sich für die jungen Menschen und für unsere Gesellschaft aber allemal aus. Möglichst viele Kinder sollen gemeinsam in den verschiedenen Ensembles musizieren. Hier werden wichtige Fähigkeiten und Werte wie das Zuhören, das Einfügen in ein grosses Ganzes, das Einhalten eines Tempos und das gemeinsame Erreichen von Zielen vermittelt.
Eine Musikschule trägt dazu bei, dass unser Kulturgut erhalten bleibt. Den Eltern wünsche ich, dass sie sich im riesigen Freizeitangebot für ihre Kinder zurechtfinden und den Mut haben, Prioritäten zu setzen. Zu grosser Individualismus kann auch eine Bremse sein. Und zuletzt: Nicht nur Sport, sondern auch Musik ist gesundheitsfördernd!
Unter dem Motto «Gemeinsam auf der Bühne» feiert die Musikschule ihr Jubiläum mit Kurzkonzerten in der reformierten Kirche Wädenswil und auf der Open-Air-Bühne auf dem Eidmatt-Areal.
Die Konzerte werden durch Musik-Marktstände ergänzt, an denen musiziert, gebastelt und gespielt werden kann.
Die Aktivitäten beginnen um 13.00 Uhr. Um 18.15 Uhr erklingt der eigens für das Jubiläum komponierte Song mit einem riesigen Chor, einer Band, einem Orchester und Solisten auf der Open-Air-Bühne. Eine Verpflegungsmöglichkeit ist vorhanden.
Auf unserer Webseite www.mswr.ch gibt es unter «Aktuell» und «Agenda» detailliertere Informationen.