Wir befinden uns gerade zwischen Ostern und Pfingsten – und Hand aufs Herz: So ganz genau wissen viele nicht, was es mit Pfingsten eigentlich auf sich hat. Der Schweizer Kabarettist Emil Steinberger hat das einmal herrlich auf den Punkt gebracht. In seiner Nummer «Kreuzworträtsel» stösst er auf das Wort Pfingsten – und plötzlich wird es still. Man kennt es, aber erklären? Gar nicht so einfach.
Genau da beginnt diese besondere Zeit im Kirchenjahr.
Ostern selbst ist vielen noch vertraut: das Fest des Lebens, der Hoffnung, des Neubeginns. Doch was danach kommt, gehört genauso dazu. Die ersten vierzig Tage nach Ostern erzählen davon, dass der Auferstandene nicht einfach «weg» ist. In den biblischen Geschichten begegnet er Menschen immer wieder – manchmal unerwartet, manchmal ganz leise. Es sind Begegnungen, die Zweifel zulassen, Fragen aushalten und langsam Vertrauen wachsen lassen. Das hat etwas sehr Menschliches: Auch wir brauchen Zeit, um das, was uns bewegt, wirklich zu begreifen.
Nach diesen vierzig Tagen feiern wir Christi Himmelfahrt. Kein Abschied im gewöhnlichen Sinn, sondern ein Perspektivenwechsel: Christus entzieht sich dem direkten Zugriff – und traut den Menschen zu, ihren Weg selbst zu gehen. Das ist kein Verlust, sondern ein Auftrag.
Darauf folgen zehn Tage des Wartens. Keine grossen Ereignisse, kein Spektakel – sondern eine Spannung, die viele von uns kennen: Man spürt, dass etwas im Werden ist, aber man kann es noch nicht greifen.
Und dann kommt Pfingsten. Plötzlich finden Menschen Worte, verstehen einander, kommen in Bewegung. Aus Unsicherheit wird Mut. Was vorher schwer erklärbar war, wird erfahrbar. Vielleicht ist das die beste Antwort auf Emils augenzwinkernde Beobachtung: Pfingsten versteht man weniger mit dem Kopf als mit dem Herzen – und oft erst dann, wenn man es lebt.
Pfingsten zeigt: Glaube ist nichts Abgehobenes. Er zeigt sich im Alltag – dort, wo Menschen einander zuhören, Brücken bauen und den Mut finden, den nächsten Schritt zu gehen.
Vielleicht liegt genau darin die Bedeutung dieser fünfzig Tage: Ostern setzt einen Anfang, Himmelfahrt öffnet den Blick – und Pfingsten bringt alles ins Leben. Dazwischen liegt ein Weg, der Geduld braucht, Offenheit und manchmal auch ein wenig Humor. Denn ganz ehrlich: Ein Glaube, über den man nicht auch einmal schmunzeln kann, bleibt schnell fern vom Leben. Und genau dort will er eigentlich hin.
Wir befinden uns gerade zwischen Ostern und Pfingsten – und Hand aufs Herz: So ganz genau wissen viele nicht, was es mit Pfingsten eigentlich auf sich hat. Der Schweizer Kabarettist Emil Steinberger hat das einmal herrlich auf den Punkt gebracht. In seiner Nummer «Kreuzworträtsel» stösst er auf das Wort Pfingsten – und plötzlich wird es still. Man kennt es, aber erklären? Gar nicht so einfach.
Genau da beginnt diese besondere Zeit im Kirchenjahr.
Ostern selbst ist vielen noch vertraut: das Fest des Lebens, der Hoffnung, des Neubeginns. Doch was danach kommt, gehört genauso dazu. Die ersten vierzig Tage nach Ostern erzählen davon, dass der Auferstandene nicht einfach «weg» ist. In den biblischen Geschichten begegnet er Menschen immer wieder – manchmal unerwartet, manchmal ganz leise. Es sind Begegnungen, die Zweifel zulassen, Fragen aushalten und langsam Vertrauen wachsen lassen. Das hat etwas sehr Menschliches: Auch wir brauchen Zeit, um das, was uns bewegt, wirklich zu begreifen.
Nach diesen vierzig Tagen feiern wir Christi Himmelfahrt. Kein Abschied im gewöhnlichen Sinn, sondern ein Perspektivenwechsel: Christus entzieht sich dem direkten Zugriff – und traut den Menschen zu, ihren Weg selbst zu gehen. Das ist kein Verlust, sondern ein Auftrag.
Darauf folgen zehn Tage des Wartens. Keine grossen Ereignisse, kein Spektakel – sondern eine Spannung, die viele von uns kennen: Man spürt, dass etwas im Werden ist, aber man kann es noch nicht greifen.
Und dann kommt Pfingsten. Plötzlich finden Menschen Worte, verstehen einander, kommen in Bewegung. Aus Unsicherheit wird Mut. Was vorher schwer erklärbar war, wird erfahrbar. Vielleicht ist das die beste Antwort auf Emils augenzwinkernde Beobachtung: Pfingsten versteht man weniger mit dem Kopf als mit dem Herzen – und oft erst dann, wenn man es lebt.
Pfingsten zeigt: Glaube ist nichts Abgehobenes. Er zeigt sich im Alltag – dort, wo Menschen einander zuhören, Brücken bauen und den Mut finden, den nächsten Schritt zu gehen.
Vielleicht liegt genau darin die Bedeutung dieser fünfzig Tage: Ostern setzt einen Anfang, Himmelfahrt öffnet den Blick – und Pfingsten bringt alles ins Leben. Dazwischen liegt ein Weg, der Geduld braucht, Offenheit und manchmal auch ein wenig Humor. Denn ganz ehrlich: Ein Glaube, über den man nicht auch einmal schmunzeln kann, bleibt schnell fern vom Leben. Und genau dort will er eigentlich hin.