Die Jahresrechnung 2025 der Stadt Wädenswil weist einen Ertragsüberschuss von 12,0 Mio. Franken aus und liegt damit um 2,3 Mio. Franken über dem Budget. Das Ergebnis ist geprägt von stabilen Steuereinnahmen und Sondereffekten, während die Verselbstständigung des Alterszentrums Frohmatt die Bilanzstruktur nachhaltig verändert hat.
Die Erfolgsrechnung 2025 schliesst bei einem Gesamtaufwand von 220,8 Mio. Franken und einem Gesamtertrag von 232,8 Mio. Franken mit einem positiven Ergebnis ab, was zum Ertragsüberschuss von 12,0 Mio. Franken führt. Das budgetierte Jahresergebnis von 9,7 Mio. Franken konnte somit um 2,3 Mio. Franken übertroffen werden.
Im Steuerhaushalt wurde eine Selbstfinanzierung von 20,2 Mio. Franken erzielt, die etwa die Hälfte der Investitionen deckt. Durch die Kapitalisierung der 2025 gegründeten Aktiengesellschaften Alterszentrum Frohmatt AG und Energieverbund Wädenswil AG waren die Nettoinvestitionen überdurchschnittlich hoch. Werden diese Investitionen bei der Berechnung ausgeschlossen, zeigt sich, dass alle anderen Investitionen selbst finanziert werden konnten.
Grundlage für diese sehr gute Selbstfinanzierung sind die nicht direkt beeinflussbaren und um 5,2 Mio. Franken über dem langjährigen Durchschnitt liegenden Grundstückgewinnsteuern. Dazu kam ein nicht budgetierter Ertrag von 5,4 Mio. Franken aus dem Rechtsstreit mit dem Kanton Zürich über die Versorgertaxen. Ein weiterer Sondereffekt stellten die Bruttogewinne über 1,1 Mio. Franken aus dem Verkauf der letzten Parzelle der Werkstadt Zürisee sowie des Vorprojekts Energieverbund Wädenswil dar.
Die Steuerkraft von Wädenswil fiel 2025 wieder unter die Schwelle von 95 % des kantonalen Steuerkraftmittels, nachdem sie im Jahr 2024 überraschend früh über dieser Schwelle zu liegen kam. Mit 91,9 % des kantonalen Mittels im Jahr 2025 erhält die Stadt einen Nettobeitrag von rund 2,5 Mio. Franken.
Negativ beeinflusst wird die Rechnung durch ein um 1,7 Mio. Franken höheres Nettodefizit bei der Abteilung Primarschule und 1,4 Mio. Franken höheren Kosten bei der Pflegefinanzierung.
Gebührenerhöhungen müssen umgesetzt werden
Die Gebührenhaushalte weisen insgesamt einen Finanzierungsfehlbetrag von rund 1,4 Mio. Franken aus. Der tiefe Selbstfinanzierungsgrad der Abwasseranlagen sowie der Wasserversorgung macht deutlich, dass in den kommenden Jahren die vorgesehenen Gebührenerhöhungen umgesetzt werden müssen.
Hohe Investitionen getätigt
Die mit 44,9 Mio. Franken überdurchschnittlich hohen Investitionen verursachen eine Verlängerung der Bilanz um 29,5 Mio. Ursache hierfür ist die Kapitalisierung der Alterszentrum Frohmatt AG und der Energieverbund Wädenswil AG. Ein Teil davon musste durch Fremdkapital finanziert werden.
Die Ausschöpfung der Investitionsausgaben im Verwaltungsvermögen beträgt sowohl im Steuerhaushalt als auch im Gebührenhaushalt hervorragende 97 %. Das verdeutlicht, dass die Stadt ihre Vorhaben effizient umsetzen konnte.
Aufgrund der hohen Investitionstätigkeit, inklusive der Darlehen und Beteiligungen an der Alterszentrum Frohmatt AG sowie der Energieverbund Wädenswil AG, stieg die Nettoschuld pro Einwohnerin oder Einwohner auf 1225 Franken (Vorjahr: 463 Franken). Dennoch bleibt die finanzielle Lage mit einer Eigenkapitalquote von 50,9 % und einer vernachlässigbaren Zinsbelastung sehr stabil. Ein Augenmerk gilt nach wie vor dem wachsenden Aufwand, um die langfristige Stabilität auch ohne Sondereffekte zu sichern. (w)
Die Jahresrechnung 2025 der Stadt Wädenswil weist einen Ertragsüberschuss von 12,0 Mio. Franken aus und liegt damit um 2,3 Mio. Franken über dem Budget. Das Ergebnis ist geprägt von stabilen Steuereinnahmen und Sondereffekten, während die Verselbstständigung des Alterszentrums Frohmatt die Bilanzstruktur nachhaltig verändert hat.
Die Erfolgsrechnung 2025 schliesst bei einem Gesamtaufwand von 220,8 Mio. Franken und einem Gesamtertrag von 232,8 Mio. Franken mit einem positiven Ergebnis ab, was zum Ertragsüberschuss von 12,0 Mio. Franken führt. Das budgetierte Jahresergebnis von 9,7 Mio. Franken konnte somit um 2,3 Mio. Franken übertroffen werden.
Im Steuerhaushalt wurde eine Selbstfinanzierung von 20,2 Mio. Franken erzielt, die etwa die Hälfte der Investitionen deckt. Durch die Kapitalisierung der 2025 gegründeten Aktiengesellschaften Alterszentrum Frohmatt AG und Energieverbund Wädenswil AG waren die Nettoinvestitionen überdurchschnittlich hoch. Werden diese Investitionen bei der Berechnung ausgeschlossen, zeigt sich, dass alle anderen Investitionen selbst finanziert werden konnten.
Grundlage für diese sehr gute Selbstfinanzierung sind die nicht direkt beeinflussbaren und um 5,2 Mio. Franken über dem langjährigen Durchschnitt liegenden Grundstückgewinnsteuern. Dazu kam ein nicht budgetierter Ertrag von 5,4 Mio. Franken aus dem Rechtsstreit mit dem Kanton Zürich über die Versorgertaxen. Ein weiterer Sondereffekt stellten die Bruttogewinne über 1,1 Mio. Franken aus dem Verkauf der letzten Parzelle der Werkstadt Zürisee sowie des Vorprojekts Energieverbund Wädenswil dar.
Die Steuerkraft von Wädenswil fiel 2025 wieder unter die Schwelle von 95 % des kantonalen Steuerkraftmittels, nachdem sie im Jahr 2024 überraschend früh über dieser Schwelle zu liegen kam. Mit 91,9 % des kantonalen Mittels im Jahr 2025 erhält die Stadt einen Nettobeitrag von rund 2,5 Mio. Franken.
Negativ beeinflusst wird die Rechnung durch ein um 1,7 Mio. Franken höheres Nettodefizit bei der Abteilung Primarschule und 1,4 Mio. Franken höheren Kosten bei der Pflegefinanzierung.
Gebührenerhöhungen müssen umgesetzt werden
Die Gebührenhaushalte weisen insgesamt einen Finanzierungsfehlbetrag von rund 1,4 Mio. Franken aus. Der tiefe Selbstfinanzierungsgrad der Abwasseranlagen sowie der Wasserversorgung macht deutlich, dass in den kommenden Jahren die vorgesehenen Gebührenerhöhungen umgesetzt werden müssen.
Hohe Investitionen getätigt
Die mit 44,9 Mio. Franken überdurchschnittlich hohen Investitionen verursachen eine Verlängerung der Bilanz um 29,5 Mio. Ursache hierfür ist die Kapitalisierung der Alterszentrum Frohmatt AG und der Energieverbund Wädenswil AG. Ein Teil davon musste durch Fremdkapital finanziert werden.
Die Ausschöpfung der Investitionsausgaben im Verwaltungsvermögen beträgt sowohl im Steuerhaushalt als auch im Gebührenhaushalt hervorragende 97 %. Das verdeutlicht, dass die Stadt ihre Vorhaben effizient umsetzen konnte.
Aufgrund der hohen Investitionstätigkeit, inklusive der Darlehen und Beteiligungen an der Alterszentrum Frohmatt AG sowie der Energieverbund Wädenswil AG, stieg die Nettoschuld pro Einwohnerin oder Einwohner auf 1225 Franken (Vorjahr: 463 Franken). Dennoch bleibt die finanzielle Lage mit einer Eigenkapitalquote von 50,9 % und einer vernachlässigbaren Zinsbelastung sehr stabil. Ein Augenmerk gilt nach wie vor dem wachsenden Aufwand, um die langfristige Stabilität auch ohne Sondereffekte zu sichern. (w)