Wädenswil

Bahnhofumbau erfordert Anpassung des Chilbi-Areals

Vom bevorstehenden Umbau des Bahnhofs Wädenswil ist das Chilbi-Areal betroffen. Infolge der Bauarbeiten und Neugestaltung soll der Perimeter für die Chilbi vom Bahnhof weg Richtung Schulanlage Eidmatt verlegt werden. Die beteiligten Parteien planen dies erstmals, im Sinne eines Testlaufs, für die Chilbi 2028.

Jeweils Ende August findet im Stadtzentrum die traditionelle Chilbi statt. Der Anlass dauert drei Tage und bildet den Höhepunkt im Wädenswiler Veranstaltungskalender – die Chilbi ist das eigentliche Stadtfest. Die Beliebtheit spiegelt sich auch in den Besucherzahlen: Jedes Jahr kommen mehrere 10 000 Personen aus der ganzen Region an die Wädenswiler Chilbi.
Durch den bevorstehenden Umbau des Bahnhofs Wädenswil, der voraussichtlich 2029 be-ginnt, wird das Chilbi-Areal nicht nur vorübergehend, sondern auf Dauer eingeschränkt. Die SBB werden breitere Perrons, neue Aufgänge und ein zusätzliches Gleis für die Südostbahn in Richtung Einsiedeln realisieren. Gleichzeitig ist in Zusammenarbeit mit der Stadt eine Neugestaltung des öffentlichen Raums geplant. Durch diese Veränderungen gehen weite Teile, die bislang für die Chilbi genutzt werden konnten, verloren. Ausserdem sind zusätzliche Einschränkungen während der rund sechsjährigen Bauzeit zu erwarten.
Der Verkehrsverein und seine Chilbikommission, die im Auftrag der Stadt für die Organisation der Chilbi operativ verantwortlich sind, haben sich nun zusammen mit der Stadt Gedanken über die Zukunft der Chilbi gemacht. Es wurden verschiedene Varianten eingehend geprüft. Schliesslich hat sich die Verlegung der Chilbi ins Gebiet zwischen der Oberdorfstrasse und Friedbergstrasse mit Schwerpunkt auf der Schulanlage Eidmatt als favorisierte Lösung herausgestellt.

Wädenswilerinnen und Wädenswiler erinnern sich: Bereits in den Jahren 2012 und 2013 wurde die Eintrachtstrasse und der Gasiplatz in das Chilbiareal eingebunden. Grund: der Umbau des Bahnhofgebäudes. Der Gasiplatz bestand damals diese Prüfung, und die Marktfahrer freuten sich an grösseren Umsätzen an einer der Einfallachsen zur Chilbi.

Aus Sicht des Stadtrats eignet sich der neu definierte Perimeter für die Durchführung der Chilbi im gewohnten Umfang. Der Stadtrat und der Verkehrsverein bzw. die Chilbikommission sind sich bewusst, dass die Verlegung Einschränkungen für neue Bereiche des Stadtzentrums bringen und unweigerlich neue Betroffene schaffen wird. Auf der Schulanlage Eidmatt hat die Sicherheit der Schulkinder oberste Priorität. Entsprechend wird ein Sicherheitskonzept ausgearbeitet, damit die Sicherheit jederzeit gewährleistet ist. Für Anwohnerinnen und Anwohner sind zu gegebener Zeit detaillierte Informationen geplant.

Es sind aber auch neue Investitionen insbesondere für die Stromversorgung, Wasser- und Abwasseranschlüsse notwendig. Dafür wird mit Kosten zwischen 500 000 und 600 000 Franken gerechnet, die von der Stadt, den SBB sowie dem Verkehrsverein getragen werden.
Der Verkehrsverein bzw. die Chilbikommission wird sich zusammen mit der Stadt der Detailplanung annehmen, um die Verlegung vom Bahnhof weg Richtung Schulanlage Eidmatt vorzubereiten.
Die Verlegung der Chilbi weg vom See ist auch in den sozialen Medien Thema: Während sich einige darauf freuen, dass damit auch ein Anlauf genommen werden könnte, den brach liegenden Seeplatz zu verschönern, finden einige: «Die Chilbi gehört an den See!»
Erstmals soll die Chilbi, im Sinne eines Testlaufs, im Sommer 2028 innerhalb des neuen Perimeters stattfinden. stb/w

Teilen mit: