Mit viel Euphorie übernahmen Carolin Merkinger zusammen mit ihrem Partner André Rüttimann Anfang 2022 das «Gambrinus» an der Seestrasse und führten es in den vergangenen vier Jahren mit viel Herzblut im Sinne der Vorgänger weiter: Das «Gambi» blieb der bewährte Treffpunkt mit gutbürgerlicher Küche und den beliebten Fisch- und Pouletspezialitäten. Nun geben die beiden auf Ende August auf und haben die Pacht gekündigt: Die schwierige Personalsituation und auch die Ungewissheit beim bevorstehenden Hausverkauf waren eine zu grosse Bürde.
Text & Bild: Stefan Baumgartner
Aktuell ist das Haus an der Seestrasse 85 vis-à-vis des Güterschuppens als Investitions- und Wohnobjekt zum Verkauf ausgeschrieben: 2,8 Millionen Franken wird der neue Besitzer oder die neue Besitzerin für das stolze Zürichseehaus mit drei Wohnungen und dem Restaurant mit Gartenwirtschaft hinblättern müssen. Interessenten sind bereits einige vorhanden.
Jedoch ist der bevorstehende Verkauf der Liegenschaft für Wirtin Caro Merkinger nur der kleinere Teil ihrer Sorgen: Was ihr zu schaffen machte, war die Zuverlässigkeit ihres Küchenpersonals und auch die angespannte Situation auf dem Personalmarkt in der Gastrobranche. «Hätten wir zu unseren normalen Öffnungszeiten bereits über Mittag offen, müsste ich das Küchenpersonal in eine dreistündige Zimmerstunde schicken – das will heute niemand mehr. Wenn wir erst abends öffnen, ergibt sich nur ein Teilzeitjob – das reicht manchen anderen Bewerberinnen oder Bewerbern nicht zum Leben», sagt Caro Merkinger.
Und so hätten sie vor allem im letzten halben Jahr viele «traurige Momente» erfahren müssen, so dass der Entschluss reifte, die Pacht aufzukünden. Und dies, obwohl «der Laden eigentlich gut läuft», wie auch André Rüttimann bestätigte. Er ergänzt: «Wir haben in den vergangenen Jahren so viel erlebt mit unserem Personal, dass wir nun einfach nicht mehr mögen.»
Nebst den Personalproblemen und dem bevorstehenden Hausverkauf wäre auch noch eine weitere Unwägbarkeit auf das Pächterpaar zugekommen: Der bevorstehende Bahnhofumbau hätte – nebst Baulärm und Baustellenverkehr – die Parkplatzsituation rund um das Restaurant verschärft. «Darum wollen wir aufhören, wenn’s am Schönsten ist – und vor allem können wir auch schuldenfrei abtreten!»
Das Restaurant wird voraussichtlich noch bis Ende August geöffnet bleiben, aber ab April nur noch von Mittwoch bis Samstag. Am Mittwoch bleibt zudem die Küche geschlossen, als Alternativprogramm könne man sich einen Hot Dog selbst zusammenbasteln, erklärt Caro Merkinger.
Und was macht das Pächterpaar anschliessend? Es bleibt zu hoffen, dass Caro Merkinger der Gastro-Szene in der näheren Umgebung erhalten bleiben wird.
Mit viel Euphorie übernahmen Carolin Merkinger zusammen mit ihrem Partner André Rüttimann Anfang 2022 das «Gambrinus» an der Seestrasse und führten es in den vergangenen vier Jahren mit viel Herzblut im Sinne der Vorgänger weiter: Das «Gambi» blieb der bewährte Treffpunkt mit gutbürgerlicher Küche und den beliebten Fisch- und Pouletspezialitäten. Nun geben die beiden auf Ende August auf und haben die Pacht gekündigt: Die schwierige Personalsituation und auch die Ungewissheit beim bevorstehenden Hausverkauf waren eine zu grosse Bürde.
Text & Bild: Stefan Baumgartner
Aktuell ist das Haus an der Seestrasse 85 vis-à-vis des Güterschuppens als Investitions- und Wohnobjekt zum Verkauf ausgeschrieben: 2,8 Millionen Franken wird der neue Besitzer oder die neue Besitzerin für das stolze Zürichseehaus mit drei Wohnungen und dem Restaurant mit Gartenwirtschaft hinblättern müssen. Interessenten sind bereits einige vorhanden.
Jedoch ist der bevorstehende Verkauf der Liegenschaft für Wirtin Caro Merkinger nur der kleinere Teil ihrer Sorgen: Was ihr zu schaffen machte, war die Zuverlässigkeit ihres Küchenpersonals und auch die angespannte Situation auf dem Personalmarkt in der Gastrobranche. «Hätten wir zu unseren normalen Öffnungszeiten bereits über Mittag offen, müsste ich das Küchenpersonal in eine dreistündige Zimmerstunde schicken – das will heute niemand mehr. Wenn wir erst abends öffnen, ergibt sich nur ein Teilzeitjob – das reicht manchen anderen Bewerberinnen oder Bewerbern nicht zum Leben», sagt Caro Merkinger.
Und so hätten sie vor allem im letzten halben Jahr viele «traurige Momente» erfahren müssen, so dass der Entschluss reifte, die Pacht aufzukünden. Und dies, obwohl «der Laden eigentlich gut läuft», wie auch André Rüttimann bestätigte. Er ergänzt: «Wir haben in den vergangenen Jahren so viel erlebt mit unserem Personal, dass wir nun einfach nicht mehr mögen.»
Nebst den Personalproblemen und dem bevorstehenden Hausverkauf wäre auch noch eine weitere Unwägbarkeit auf das Pächterpaar zugekommen: Der bevorstehende Bahnhofumbau hätte – nebst Baulärm und Baustellenverkehr – die Parkplatzsituation rund um das Restaurant verschärft. «Darum wollen wir aufhören, wenn’s am Schönsten ist – und vor allem können wir auch schuldenfrei abtreten!»
Das Restaurant wird voraussichtlich noch bis Ende August geöffnet bleiben, aber ab April nur noch von Mittwoch bis Samstag. Am Mittwoch bleibt zudem die Küche geschlossen, als Alternativprogramm könne man sich einen Hot Dog selbst zusammenbasteln, erklärt Caro Merkinger.
Und was macht das Pächterpaar anschliessend? Es bleibt zu hoffen, dass Caro Merkinger der Gastro-Szene in der näheren Umgebung erhalten bleiben wird.