Wädenswil

Hauptversammlung der Horgner Schützenveteranen

Mit dem ersten Frühlingserwachen Anfang März findet traditionsgemäss die Hauptversammlung (HV) der Schützenveteranen des Bezirks Horgen (SVBH) statt; heuer zum 42. Mal. Die wie gewohnt gewissenhaft vorbereitete Präsidentin, Charlotte M. Baer, konnte 45 Mitglieder und zwei Gäste begrüssen.

Die ordentlichen Traktanden lieferten kaum Diskussionsstoff und konnten zügig abgewickelt werden. Einziger Wermutstropfen – und das bei weitem nicht nur in den Schützenvereinen – sind die fehlenden Nachwuchskräfte im Vorstand. Heinz Sonderegger, Schützenmeister 300 m, trat nach achtjähriger Tätigkeit zurück. Trotz intensiver Suche konnte bis jetzt keine Nachfolge gefunden werden, was die Durchführung von schiesssportlichen Anlässen faktisch verunmög-licht. Charlotte M. Baer zollte dem verdienstvollen Wirken von Heinz Sonderegger hohe Wertschätzung und überreichte ihm unter kräftigem Applaus ein Präsent.

Dunkle Wolken über der Zukunft des Schiesssports

Bereits in ihrem Jahresbericht vermittelt die Präsidentin ein durchzogenes Szenario. Zwar konnten die Schützinnen und Schützen im vergangenen Vereinsjahr ungehindert ihren sportlichen Aktivitäten nachgehen. Doch am Horizont steigen dunkle Wolken auf – vor allem aus Bundesbern. Aktuell ist in den Eidgenössischen Räten eine Motion aus dem linken Lager hängig, wonach der Staat den ehemaligen Schweizer Soldaten ihre rechtmässig zu Eigentum erworbenen Militärwaffen wegnehmen soll, sofern sie diese während mehr als zehn Jahren nicht für den Schiesssport verwenden.

Ernennung von drei Ehrenveteranen

Mit Hans Ruedi Leinsmer und Toni Zemp (beide Schützenverein Wädenswil) sowie Fritz Pörtig (Schützenverein Oberrieden) konnten drei Kameraden mit Jahrgang 1946 für ihre Treue zum SVBH zu Ehrenveteranen ernannt werden. Bei Überreichung der Urkunden hob die Präsidentin den eindrücklichen Leistungsausweis der drei Geehrten hervor. Namentlich Hans Ruedi Leinsmer unterstützt den SVBH-Vorstand nach wie vor in nicht wegzudenkender Weise. «Da sollte sich jede(r) ein Beispiel nehmen», meinte die Präsidentin.

Doppelsieg von Pistolenschütze Walter Stamm am Herbstschiessen

Traditionell an der HV werden die Herbstmeister des SVBH-Herbstschiessens erkoren. Für die Rangierung zählt das Resultat des Einzelwettkampfs plus ein prozentualer Anteil des Ergebnisses im Auszahlungsstich. Die Sieger erhalten einen Barpreis sowie eine Urkunde. Bei der Pistole 50 m sicherte sich Walter Stamm (Pistolenschiessverein Wädenswil) den 1. Rang mit 127,9 Punkten. Ihm folgen auf Rang 2 Urs Hollinger mit 125,6 Punkten und auf Rang 3 Otto C. Kober mit 123,3 Punkten (beide Feldschützenverein Rüschlikon).
Bei der Pistole 25 m siegte wiederum Walter Stamm mit 149 Punkten. Auf den Rängen 2 und 3 platzierten sich Anton Hauser (Pistolenschiessverein Wädenswil) mit 145,5 Punkten bzw. abermals Urs Hollinger mit 139,5 Punkten.
Bei den 300-m-Gewehrschützen siegte Hanspeter Steinemann (Schützenverein Wädenswil) mit 142,7 Punkten. Rang 2 belegt Heinz Melliger (Schützenverein Adliswil) mit 142,1 Punkten. Denn 3. Rang erzielte Werner Bachmann (Feldschützenverein Schönenberg) mit 141,5 Punkten. (e)

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