Pro Natura fördert mit einem neuen Angebot mehr Natur in Schweizer Gärten.
Mit Beginn des Frühlings erwacht der Igel – Tier des Jahres 2026 – aus seinem Winterschlaf. Damit er und andere gefährdete Arten in unseren Gärten wieder ein Zuhause finden, startet Pro Natura das Projekt «Bonjour Nature». Ab sofort können sich Privatpersonen in der ganzen Schweiz für kostenlose Gartenberatungen und Zertifizierungen anmelden – und so die natürliche Vielfalt zu sich einladen. Private Gärten machen mehr als ein Prozent der Fläche der Schweiz aus. In ihrer Gesamtheit sind sie etwa so gross wie der Bodensee oder dreimal so gross wie der Nationalpark. Naturnah angelegt und gepflegt ist ihr Potenzial als Rückzugsgebiet für zahlreiche Tiere und Pflanzen enorm. Genau das ist das Ziel von «Bonjour Nature».
Kostenlose Gartenberatungen
Nach einer Pilotphase im Vorjahr rollt Pro Natura 2026 ihr neues Projekt in Zusammenarbeit mit den kantonalen Sektionen schweizweit aus. Vor Ort und via Telefon bietet die Naturschutzorganisation kostenlose Gartenberatungen an, damit Interessierte in ihrem Garten die natürliche Vielfalt fördern und geniessen können. So erfahren die Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer beispielsweise, wie man Wildhecken, Blumenwiesen, Tümpel oder Kleinstrukturen wie Stein- oder Holzhaufen anlegt. Vorkenntnisse braucht es dafür keine. Oft erzielen einfache Massnahmen, wie weniger häufiges Rasen mähen, schon eine grosse Wirkung.
Zertifizierungen und Veranstaltungen
Naturgärten, die bestimmte Kriterien erfüllen (naturnahe Gestaltung, einheimische Pflanzen, Verzicht auf Pestizide usw.), werden auf Anfrage zertifiziert und mit ein bis drei Schmetterlingen ausgezeichnet und die Nachbarschaft sensibilisiert. Wer mit zwei oder drei Schmetterlingen ausgezeichnet wurde, kann sich einem Netzwerk von Schaugärten anschliessen und seinen Garten im Rahmen von Veranstaltungen als Ort für Inspiration und Austausch zugänglich machen.
Anlässlich des Internationalen Tages der Biodiversität findet beispielsweise vom 22.–24. Mai das Wochenende der Offenen Schmetterlingsgärten statt.
Mehr Natur in Dorf und Stadt
Mit der zunehmenden Verbauung steigt die Bedeutung grüner Trittsteine in Städten und Dörfern. Laut Zahlen des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) hat sich die bebaute Fläche in der Schweiz seit 1970 fast verdoppelt. In einem neuen Bericht der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT) wird der Zustand der Biodiversität im Siedlungsraum als «schlecht» bewertet, insbesondere aufgrund der Lebensraumzerstückelung, des Verkehrs und der zu intensiven Pflege der Grünflächen.
Mosaik voller Leben
Vor diesem Hintergrund erhalten Naturgärten eine Schlüsselrolle. Zusammen können sie ein Mosaik wertvoller Lebensräume bilden, von dem zahlreiche Arten profitieren. Wo Igel und Co. sich wohlfühlen, steigt oft auch die Lebensqualität der Menschen. Studien zeigen, dass Vogelgezwitscher das Gemüt erhellt und eine hohe Artenvielfalt die Verbundenheit mit der Natur fördert. (e)
«Bonjour Nature»
Andrea Haslinger, Projektleitung, Tel. 061 317 91 49,
andrea.haslinger@pronatura.ch
Nathalie Leutenegger, Leiterin Kommunikation, Tel. 061 317 91 59, nathalie.leutenegger@pronatura.ch
Pro Natura fördert mit einem neuen Angebot mehr Natur in Schweizer Gärten.
Mit Beginn des Frühlings erwacht der Igel – Tier des Jahres 2026 – aus seinem Winterschlaf. Damit er und andere gefährdete Arten in unseren Gärten wieder ein Zuhause finden, startet Pro Natura das Projekt «Bonjour Nature». Ab sofort können sich Privatpersonen in der ganzen Schweiz für kostenlose Gartenberatungen und Zertifizierungen anmelden – und so die natürliche Vielfalt zu sich einladen. Private Gärten machen mehr als ein Prozent der Fläche der Schweiz aus. In ihrer Gesamtheit sind sie etwa so gross wie der Bodensee oder dreimal so gross wie der Nationalpark. Naturnah angelegt und gepflegt ist ihr Potenzial als Rückzugsgebiet für zahlreiche Tiere und Pflanzen enorm. Genau das ist das Ziel von «Bonjour Nature».
Kostenlose Gartenberatungen
Nach einer Pilotphase im Vorjahr rollt Pro Natura 2026 ihr neues Projekt in Zusammenarbeit mit den kantonalen Sektionen schweizweit aus. Vor Ort und via Telefon bietet die Naturschutzorganisation kostenlose Gartenberatungen an, damit Interessierte in ihrem Garten die natürliche Vielfalt fördern und geniessen können. So erfahren die Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer beispielsweise, wie man Wildhecken, Blumenwiesen, Tümpel oder Kleinstrukturen wie Stein- oder Holzhaufen anlegt. Vorkenntnisse braucht es dafür keine. Oft erzielen einfache Massnahmen, wie weniger häufiges Rasen mähen, schon eine grosse Wirkung.
Zertifizierungen und Veranstaltungen
Naturgärten, die bestimmte Kriterien erfüllen (naturnahe Gestaltung, einheimische Pflanzen, Verzicht auf Pestizide usw.), werden auf Anfrage zertifiziert und mit ein bis drei Schmetterlingen ausgezeichnet und die Nachbarschaft sensibilisiert. Wer mit zwei oder drei Schmetterlingen ausgezeichnet wurde, kann sich einem Netzwerk von Schaugärten anschliessen und seinen Garten im Rahmen von Veranstaltungen als Ort für Inspiration und Austausch zugänglich machen.
Anlässlich des Internationalen Tages der Biodiversität findet beispielsweise vom 22.–24. Mai das Wochenende der Offenen Schmetterlingsgärten statt.
Mehr Natur in Dorf und Stadt
Mit der zunehmenden Verbauung steigt die Bedeutung grüner Trittsteine in Städten und Dörfern. Laut Zahlen des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) hat sich die bebaute Fläche in der Schweiz seit 1970 fast verdoppelt. In einem neuen Bericht der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT) wird der Zustand der Biodiversität im Siedlungsraum als «schlecht» bewertet, insbesondere aufgrund der Lebensraumzerstückelung, des Verkehrs und der zu intensiven Pflege der Grünflächen.
Mosaik voller Leben
Vor diesem Hintergrund erhalten Naturgärten eine Schlüsselrolle. Zusammen können sie ein Mosaik wertvoller Lebensräume bilden, von dem zahlreiche Arten profitieren. Wo Igel und Co. sich wohlfühlen, steigt oft auch die Lebensqualität der Menschen. Studien zeigen, dass Vogelgezwitscher das Gemüt erhellt und eine hohe Artenvielfalt die Verbundenheit mit der Natur fördert. (e)
«Bonjour Nature»
Andrea Haslinger, Projektleitung, Tel. 061 317 91 49,
andrea.haslinger@pronatura.ch
Nathalie Leutenegger, Leiterin Kommunikation, Tel. 061 317 91 59, nathalie.leutenegger@pronatura.ch