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3 Milliarden Franken mit Wirkung für die Region

Rund 3 Milliarden Franken: Diese spektakuläre Summe haben Unternehmen aus dem Umfeld des «grow cluster» seit 2015 aufgenommen oder durch Unternehmensdeals generiert. Einer der grössten Erfolge ist die Übernahme des Wädenswiler Biotech-Unternehmens Araris im 2025. Trotz internationaler Übernahme bleibt das Unternehmen in der Au – und investiert weiter in die Region.

«grow cluster» mit sieben Standorten in Wädenswil und Horgen zählt heute zu den erfolgreichsten Life-Science-Ökosystemen der Schweiz. Seit 2015 konnten Unternehmen aus dem Netzwerk rund 3 Milliarden Franken mobilisieren.
Ein herausragendes Beispiel dafür ist die Araris Biotech AG mit Sitz in der Au. Das Unternehmen entwickelt neuartige Antikörper-Wirkstoff-Konjugate, mit denen Krebsmedikamente gezielt und wirksamer an Tumorzellen gebracht werden können. Ziel ist es, Therapien präziser, besser verträglich und für Patientinnen und Patienten effektiver zu machen.

Von japanischem Konzern übernommen

Die Entwicklungen von Araris sind derart vielversprechend, dass das Unternehmen kürzlich vom japanischen Pharmakonzern Taiho Pharmaceutical übernommen wurde. Diese legte über eine Milliarde Dollar auf den Tisch. «Solche Exits sind Leuchttürme in der internationalen Pharmabranche», sagt Peter Steiner, Geschäftsführer des «grow cluster». «Wichtig ist aber auch, was nach solch grossen Abschlüssen passiert. Und hier zeigt Araris eindrücklich, wie Wertschöpfung in der Region bleibt.»

Viel Kapital bleibt – ein Teil wirkt lokal

Natürlich fliesst bei solchen Summen ein grosser Teil des Geldes an Investoren, die ihre Erträge häufig wieder in neue Unternehmen investieren. Substanzielle Beträge gehen zudem an Gründerinnen und Gründer sowie in die weitere Entwicklung der Unternehmen. Genau dieser Teil wirkt in der Region: durch Investitionen, den Ausbau von Infrastruktur oder die Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze.

Dieses Prinzip gilt nicht nur für Araris, sondern für die gesamten rund 3 Milliarden Franken, die im grow-Umfeld generiert wurden. Es ist Kapital, das nicht einfach verschwindet, sondern in Entwicklung, Know-how und Beschäftigung zurückfliesst. Nicht selten gründen ehemalige Gründer und Mitarbeitende nach einem erfolgreichen Unternehmensverkauf neue Start-ups oder treten selbst als Investoren auf.

Bewusstes Bekenntnis zu Wädenswil

Die Araris Biotech AG bleibt trotz internationalem Eigentümer in der Au. «Ausschlaggebend sind die hochwertigen Labore, die unsere Vermieterin Elektron AG für uns eingerichtet hat, sowie die Nähe zum Bahnhof Au mit direkter Verbindung nach Zürich. Hinzu kommt die hohe Lebensqualität: Mehrere Mitarbeitende wohnen inzwischen in der Region», sagt Dr. Dragan Grabulovski, Mitgründer und CEO von Araris.
Das Unternehmen plant mittelfristig eine Vergrösserung am aktuellen Standort – verbunden mit der Schaffung zusätzlicher qualifizierter Arbeitsplätze. «Wenn Unternehmen nach einem Exit nicht abwandern, sondern investieren und wachsen, ist das ein starkes Standortsignal», so Peter Steiner. «Und ein Gewinn für die Region.» Denn wachsende Life-Science-Unternehmen beauftragen lokale KMU, nutzen Dienstleistungen vor Ort und stärken damit die regionale Wertschöpfung. Für die grow-Gemeinden Wädenswil und Horgen bedeutet dies nachhaltige wirtschaftliche Substanz.

Beispiel Schlieren

Wie positiv sich ein Technologie-Cluster auf eine ganze Region auswirken kann, zeigt beispielhaft die Entwicklung der Stadt Schlieren: Der Aufbau des Biotechnoparks um die Jahrtausendwende führte dort innerhalb von rund 25 Jahren zu einem tiefgreifenden Strukturwandel. e

Über «grow cluster»
«grow cluster», kurz grow, ist die zentrale Anlaufstelle für Start-ups und junge Unternehmen am linken Zürichseeufer. Der Fokus liegt auf Life-Sciences-Unternehmen in den Bereichen Gesundheit, Ernährung und Umwelt. In Zusammenarbeit mit Immobilienbesitzern bietet grow flexible, individuell gestaltete Labor- und Büroräume zu attraktiven Konditionen sowie ein starkes Netzwerk zu Forschung und Hochschulen. Besonders eng ist die Zusammenarbeit mit der ZHAW in Wädenswil, die im Bereich Life Sciences und auf dem Campus «Future of Food» über eine hervorragende Infrastruktur verfügt. Diese steht den grow-Unternehmen nach Absprache zur Verfügung.

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