Aktuell Allgemein Wädenswil

FDP-Abend im neuen Rütihof

Die Parteiversammlung der FDP Wädenswil vom Mittwoch, 26. August, bestand aus zwei Teilen: einem faszinierenden Rundgang durch das neue Hightech-Gebäude Rütihof 8 mit den Firmen SSM Schärer Schweiter Mettler AG und Stutz Medien AG, und danach interessanten Präsentationen mit Referenten zum Thema Standortförderung Zimmerberg-Sihltal und Standortförderung Wädenswil.

Endlich mal wieder Gelegenheit, einen richtigen Parteianlass durchzuführen. Die für diese Zeit typischen virtuellen Treffen sind zwar tauglich, wenn es darum geht, Entscheide zu fassen und Informationen auszutauschen. Dem Teamgeist zuträglich sind sie aber nicht besonders. Umso glücklicher waren die Teilnehmer der FDP-Parteiversammlung darüber, dass sie sich mal wieder gegenüberstehen und miteinander spontane Gespräche führen konnten. Entsprechend gut und gelöst war die Stimmung.

Die Versammlung bestand aus zwei Teilen. Nach Begrüssung durch den Parteipräsidenten Franz Blankl gab Beat Ritschard, Geschäftsführer sowohl der Stutz Medien AG als auch der Standortförderung Zimmerberg-Sihltal, eine interessante Einführung in die Entstehungsgeschichte des Gewerbehauses Rütihof 8, das die Stutz Medien AG zusammen mit dem Textilmaschinenhersteller SSM Schärer Schweiter Mettler AG und der Mantel Digital AG dieses Frühjahr bezogen hat. Danach führte Reinhard Betschart, Head Operations der SSM, durch die Firma und faszinierte die Besucher mit seinen Informationen zum «woher und wohin» der Unternehmung. Da fanden sich neben modernsten Hightech-Anlagen und Bedienerterminals für die neuzeitlichen Produktionsmaschinen auch einige museal anmutende historische Textilmaschinen, die einem eindrücklich vor Augen führten, in welch kurzer Zeit welch riesiger Entwicklungssprung stattgefunden hat und auch stattfinden musste, um mit der globalen Konkurrenz mithalten zu können.

Nach diesem eindrücklichen Ausritt in die Welt der neuesten Technologien versammelte sich die Partei in den Räumlichkeiten der Stutz Medien AG, um den Präsentationen zum Stand der aktuellen Standortförderungen zuzuhören. Der Präsentationsreigen wurde eröffnet durch unseren Stadtpräsidenten Philipp Kutter, der überzeugend und souverän darüber informierte, wie es gegenwärtig um unsere wesentlichen Standortfaktoren in Wädenswil wie beispielsweise Infrastruktur, Verkehrslage, Bildung, Mietpreisniveau, Freizeit oder aber Kooperationen mit Region und Kanton steht. Sehr fokussiert beleuchtete er danach die Frage, weshalb heute jemand nach Wädenswil ziehen oder hier seine Firma ansiedeln soll. Und um Antworten war er dabei nicht verlegen. Mit seinen Argumenten und Vergleichen mit anderen Gemeinden und Regionen löste er bei manch einem der Zuhörer den Gedanken «Stimmt eigentlich» aus – und das war in den Gesichtern vieler gut zu erkennen!

Nach Philipp Kutter stellte Beat Ritschard in seiner Funktion des Geschäftsführers der Standortförderung Zimmerberg-Sihltal die weitere, regionale Dimension der Standortförderung vor. Und auch er zeigte Entwicklungszahlen und Dimensionen, die für unseren Bezirk hoffen lassen. So stammte beispielsweise das Steueraufkommen im Bezirk Horgen im Jahre 1997 noch zu 89% von natürlichen und nur gerade zu 11% von juristischen Personen. Bis ins Jahr 2018 verlagerten sich diese Zahlen zugunsten von Firmen, indem jetzt immerhin 17% des Steueraufkommens von juristischen Personen stammen und nur noch 83% von natürlichen Personen. Die Region wurde in ihrer Entwicklung über die letzten zwei Jahrzehnte hinweg nachhaltig gestärkt. Aus der «Pfnüselküste» des letzten Jahrhunderts wurde in der Zwischenzeit eine innovative, lebenswerte Region. Gut zu wissen, dass Wädenswil da namhaft mitmischen und partizipieren kann. Und dieser Entwicklungsprozess hält an!
Weiter informierte Stadtrat Walter Münch über den aktuellen Stand der «Werkstadt Zürisee» im Allgemeinen. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass das oben beschriebene Gebäude Rütihof 8 natürlich ebenfalls zur Werkstadt zählt. Die Stadt Wädenswil schafft mit der Werkstadt Zürisee auf insgesamt ca. 40 000 Quadratmetern einen idealen Standort für KMU. Die Nutzungen sind sehr vielfältig und die optimale Verkehrsanbindung macht dieses neue Stadtquartier ganz klar zu einem Arbeitsplatzzentrum von überregionaler Bedeutung.

Abschliessend informierte Gemeinderat Christian Nufer über den aktuellen Stand des Gestaltungsplans Poststrasse/Zugerstrasse. Auch da erhielten die Zuhörer den Eindruck, dass mit kreativen und innovativen Ideen das Beste aus den dort engen Verhältnissen gemacht werden soll.
Die Parteiversammlung schloss mit einem vorzüglichen Apéro Riche, und diese Gelegenheit wurde von den meisten der Teilnehmer gerne mal wieder dazu genutzt, etwas politisch zu diskutieren und zu debattieren. Selbstverständlich erfolgte der ganze Anlass immer auch unter Wahrung der aktuellen Distanz- und Hygienevorschriften. (e)