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Gäste und Belegschaft vom Tertianum Etzelblick sind in Samstagern «angekommen»

Nach baulichen Verzögerungen und Covid-19-geprägtem Umzug im vergangenen März, sind die Gäste vom Tertianum im Pavillon Samstagern definitiv «angekommen» und haben sich gut eingelebt.

Text und Bilder: Reni Bircher

Wenn man den «Tertianum Etzelblick Pavillon» am Haslenweg 8 betritt, so kann man kaum glauben, dass die Bewohner gerade mal seit sechs Monaten dort leben. Alles ist sehr wohnlich eingerichtet, jedes Zimmer beschriftet, an manchen Türen hängen Bilder und Fotos, das Personal huscht gezielt in den Gängen und Räumen umher, und im Restaurant wird Kaffee getrunken und geplaudert. Natürlich brauchte es ein bisschen Zeit, um sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. Zur Orientierung in den sich optisch gleichenden Gängen beider Stockwerke wurden die Abteilungen mit gleichfarbigen Bildern bestückt, damit sich die Gäste einfacher zurechtfinden.

«Unsere Gäste schätzen vor allem den Platz und das Licht in allen Räumen», erzählt Geschäftsführer Stefan Hartmann. Und ein jedes Zimmer bietet einen schönen Ausblick, entweder auf die Wiesen mit Obstbäumen, die Berge oder vom oberen Stock auch auf den See. Die Demenzabteilung bekam eine eigene Terrasse mit Umzäunung, welche durch die Begrünung kaum auffällt. Bis jetzt ist die Abteilung nicht geschlossen, weil das Tertianum derzeit keine schweren Demenzbetroffenen beherbergt und alle Bewohner ihre Mahlzeiten gemeinsam im Restaurant einnehmen. «Das tut allen unseren Gästen gut, dass so eine Gemeinschaft beim Essen stattfinden kann», freut sich Stefan Hartmann.

Die Terrasse links neben dem Eingang wird gerne genutzt, vor allem wenn Angehörige zu Besuch kommen. Küche und Wirtschaftsräume liegen allesamt gegen den Parkplatz gerichtet, so dass eine einfache Zulieferung stattfinden kann.

Freude am Unbekannten
Für die Gäste und ihre Angehörigen war es nicht einfach, den Umzug von der Gartenstrasse nach Samstagern während dem Corona-Lockdown zu bewältigen. Damit die Familien einen Eindruck davon bekamen, wo und wie ihre Lieben nachher wohnen werden, wurde vom Tertianum eine vorgängige Begehung organisiert: In kleinen Gruppen durften sie den «Pavillon» begutachten und wurden von der Geschäftsführung regelmässig über die einzelnen Schritte informiert.

Nach dem Umzug, der unter strengsten Gesundheitsvorkehrungen durchgeführt wurde, haben einige Angehörige etwas «eingeführt», was man heute fast nur noch aus einem Gotthelf-Roman kennt: sie haben mit ihren Lieben «gfeischterlet». So standen ab und an Leute vor den Fenstern und haben sich mit dem Tertianum-Gast unterhalten können, ohne die nötige physische Distanz aufzugeben. Dass schliesslich am 1. August die Familien zusammenkommen durften, um auf der Terrasse einen gemütlichen Grillplausch mit Ländlermusik zu erleben, das haben alle sehr genossen.

Eingang Tertianum Etzelblick, Samstagern

Gesundheit als höchstes Gut
Auch wenn sich die Regeln im Umgang mit der Pandemie fast wöchentlich verändern, so stehen die Sicherheit und Gesundheit der Bewohner, Angehörigen und Mitarbeitenden täglich an erster Stelle. Dazu gehört eine Registrierung mit Temperaturmessung beim Eingang, und im Haus gilt eine Maskenpflicht für alle Mitarbeiter und externen Besucher. Dies ermöglicht, dass Angehörige und Freunde ihre Lieben nach kurzer Voranmeldung wieder regelmässig besuchen können.
«Wir sind mit diesen Massnahmen bislang gut gefahren», erzählt der Geschäftsführer, «wir haben glücklicherweise keine Corona-Fälle zu beklagen. Aber das ist es, was wir brauchen: Glück und strikte Regeln.»
Inzwischen dürfen auch wieder Gäste für Kurzaufenthalte aufgenommen werden. Das sind beispielsweise Leute, die nach einer Operation nicht alleine zuhause agieren können und für eine Übergangszeit ins Tertianum ziehen.

In der Gemeinde zuhause
Die präventiven Massnahmen scheinen die Gäste im «Tertianum Etzelblick Pavillon» tatsächlich zu schützen, auch wenn ein hoher betrieblicher Aufwand damit verbunden ist. «Sie sind wichtig, denn die Auswirkungen beim Nicht-Einhalten sind uns allen bekannt», bedauert Stefan Hartmann die weltweite Lage. Was die nächsten Monate der Welt bezüglich Covid-19 noch bringen werden, das vermag keiner zu sagen. Sicher ist jedoch, dass der «Pavillon» in Samstagern für viele Gäste während zwei Jahren ein Zuhause sein wird und der Umzug in die neuen Häuser, welche derzeit an der Gartenstrasse in Richterswil fürs Tertianum gebaut werden, im Frühsommer 2022 stattfinden soll. Vorerst freut sich Stefan Hartmann nach einer herausfordernden und vielseitigen Zeit auf einen wohlverdienten Urlaub.

www.etzelblick.tertianum.ch

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