Wädenswil

LED-Fussgänger-Lichter hinterfragt

Auf Gemeindeebene wurden Mitte 2018 die ersten LED-Lichter bei Fussgängerstreifen in den Boden eingearbeitet. Die SVP-Fraktion stellte im Februar dem Stadtrat diesbezüglich Fragen über deren Installation, Kosten und Nutzen. Nun liegt die Antwort des Stadtrats vor.

Die neuartige Kenntlichmachung der Fussgängerüberquerungen soll dem Autofahrer in der Nacht als zusätzlicher Warnhinweis dienen und so Unfälle mit den schwächeren Verkehrsteilnehmern verhindern. Deren Sicherheit ist dem Stadtrat in der kommunalen Verkehrspolitik schon immer ein besonderes Anliegen gewesen. 

Ein Fussgängerstreifen soll ja besonders sicher sein zur Überquerung der Strasse, trotzdem kommt es dort immer wieder zu Unfällen. Aus diesem Grund wurde die Stadtpolizei schon früher beauftragt, Berichte und Untersuchungen zur Sicherheit an Fussgängerstreifen zu sammeln und auszuwerten. 

Im Herbst 2013 wurden in der Stadt Wädenswil alle Fussgängerstreifen mit Fachleuten der Kantonspolizei, der Stadtpolizei und der Abteilung Planen und Bauen überprüft. Dabei wurden einige sinnvolle Massnahmen aufgezeigt. Einzelne Übergänge wurden mit dem Fussgängerstreifen-Signal nachgerüstet, bei anderen wurde der Fahrbahnrand abgesenkt oder die Beleuchtung verbessert.

Im Rahmen von Analysen stellten sich die LED-Lichter an Fussgängerstreifen als eine kosteneffiziente und ­wirksame Massnahme zur Erhöhung der Sicherheit der schwächeren Verkehrsteilnehmenden heraus. 

Im Sinne der Verkehrssicherheit will der Stadtrat weitere Fussgängerstreifen mit grossen Gefährdungspotenzial mit den LED-Lichtern ausrüsten. Für das Jahr 2020 sind zwei, drei Standorte in der Abklärung, die Umsetzung auf diesen Herbst geplant. Es liegen jedoch keine Pläne vor, jeden Fussgängerstreifen auf Stadtgebiet mit den Lichtern auszustatten. Die Aufrüstung ebendieser wird nach folgenden Kriterien diskutiert und festgelegt: wie stark wird der Zebrastreifen sowohl von Fussgängern wie Fahrzeugen frequentiert; liegt er an einem Schulweg; wie übersichtlich ist er. Zudem werden Rückmeldungen aus der Bevölkerung berücksichtigt.

Eine Auswertung seit der In­stal­lierung dieser Sicherheitsbeleuchtung gibt es keine, denn der Zeitraum seit deren Einsatz ist noch zu kurz. Die Rückmeldungen  aus der Bevölkerung sind jedoch durchwegs positiv.

Auf Anfrage nach den Kosten für die in den Boden einge­lassenen LED-Lichter erklärt der Stadtrat in seiner Beantwortung der Schriftlichen Anfrage, dass für einen Fussgängerstreifen in der Regel vier Leuchteinheiten benötigt werden, deren Gesamtkosten ungefähr 2700 Franken betragen, inklusive Montage. Zudem werden die Modelle laufend verbessert. Hergestellt wird die Beleuchtung von der ortsansässigen Baufirma Divico AG. (rb)