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«Virus hat uns gezwungen,  uns rasch neu zu organisieren»

Benedikt Koch - Bild Homeoffice

Ein unsichtbares Ding, 120–160 Millionstel Millimeter gross, hat unser Leben komplett auf den Kopf gestellt. Schulen und Läden sind geschlossen, Veranstaltungen verboten, Flugzeuge bleiben reihenweise am Boden, der Zürcher Hauptbahnhof ist menschenleer. Selbst die Tweets von Donald Trump zeugen von Verunsicherung. 

Noch vor kurzer Zeit völlig unvorstellbar.

Auch für mich hat sich mit dem Coronavirus auf einen Schlag einiges geändert: Statt mit Konferenzen, Sitzungen und persönlichen Treffen ist meine Agenda mit Links zu Skype for Business, Teams oder Zoom gut gefüllt. Mit den Gewerkschaften verhandle ich nicht am Sitzungstisch, sondern digital – was die Uneinigkeit jedoch kaum beeinflusst.

Der ausnahmslose Austausch über digitale Tools hätte ich mir so nicht vorstellen können. Und es funktioniert – besser oft auch viel effizienter als erwartet. Das Coronavirus hat uns dazu gezwungen, uns rasch und unbürokratisch neu zu organisieren. Mein Sohn Tizian erhält Schulunterricht über Jitsi Meet und Posaunenunterricht über FaceTime. Selbst die Vorstandssitzungen der Jugendmusik Wädenswil halten wir zurzeit als Telefonkonferenzen ab. Die Digitalisierung hat nun definitiv in unserem Alltag Einzug gehalten. Ohne Vernehmlassungen, ohne Debatten und ohne gross angelegte Pilotversuche. Trotzdem freue ich mich wieder auf etwas Normalität, mit weniger Social Distancing, dafür mehr persönlichem Austausch. Und die abgesagte Familienreise in die USA werden wir nachholen – irgendwann, mit oder ohne Trump.

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