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Mit Volldampf über den Furkapass

Am Bahnhof in Realp UR.

Es war ein Tag wie im Bilderbuch! Am Samstag, 29. Juni 2019, nahmen rund 44 Leserinnen und Leser des Wädenswiler/Richterswiler Anzeigers an der Leserreise zur nostalgischen Furka-Dampfbahn teil und genossen die Fahrt mit der historisch restaurierten Zahnrad-Dampflok und den Reisezugwagen von Realp nach Oberwald.

Das Wetter hätte wirklich nicht besser sein können! Eine strahlende Sonne schien vom blauen Himmel und erfreute die muntere Reisegruppe, die sich für die Leserreise des Wädenswiler-/Richterswiler Anzeigers angemeldet hatte. Mit Bührer Reisen, Hirzel, konnte ein kompetenter Partner für diesen Ausflug gewonnen werden. Nach diversen Einstiegsorten begrüsste der Car-Chauffeur Roy Keller alle Teilnehmenden herzlich und wünschte ihnen einen wunderbaren Tag. Im bequemen Reisecar ging die Fahrt zuerst über den Hirzel nach Erstfeld, Andermatt und dann nach Realp. Marlies Meier, zuständig für den Inserateverkauf beim Verlag, leitete an diesem Tag die Reisegruppe. Sie gab auf frische Art und Weise hin und wieder einige Infos weiter oder unterhielt die Leute mit passenden Sagen zur umliegenden Gegend.  

Der Ausgangspunkt der Dampfbahn-Strecke liegt auf 1538 m ü. M. beim Bahnhof von Realp im Kanton Uri und folgt der Reuss flussaufwärts. Danach steigt die Zahnradstrecke über die Station Tiefenbach (1846 m ü. M.) zum Kulminationspunkt bei der Station Furka auf 2160 m ü. M. 

Direkt unter der Passhöhe führt der beinahe zwei Kilometer lange Scheiteltunnel zur Station Muttbach-Belvédère ins Rhonetal und danach über Gletsch nach Oberwald, das auf 1366 Metern ü. M. im Kanton Wallis liegt. Die  ganze Strecke zwischen Realp und Oberwald hat eine Länge von rund 18 Kilometern und führt durch grandiose Gebirgslandschaften der Zentral-Alpen.

Viel Dampf und Rauch

Schon das Eintreffen der alten Lokomotive in Realp war ein Erlebnis. Mit viel Dampf und Rauch fuhr sie in den Bahnhof ein und wurde sofort umringt von vielen Schaulustigen und Loki-Liebhabern, die ein Foto von der alten Schönheit machen wollten. Die historisch aufgearbeiteten, geschlossenen Reisezugwagen verfügten über offene Aussichtsplattformen, die man während der Fahrt begehen konnte und eine sensationelle Sicht auf die Berge bereithielt. Die gute Stimmung unter den Reisenden erreichte ihren Höhepunkt, als die Sprinkleranlagen neben den Bahngleisen die Passagiere auf den Freiluftplattformen überraschenderweise mit Wasser besprühte, sodass diese mit gellendem Aufschrei in die Zugwagen flüchteten. Grosses Gelächter war die Folge davon!

In Oberwald stand schon Chauffeur Roy Keller mit seinem Reisecar bereit und kutschierte die Teilnehmenden den Grimselpass hinauf zum Restaurant Alpenrösli. Dort gab es ein feines Mittagessen und ein gluschtiges Dessert. Wer wollte, hatte danach noch genügend Zeit um die Gegend zu erkunden und den Totensee mit seinen schmelzenden Eisschollen zu bestaunen. Dies war wirklich ein wunderschöner und sehenswerter Anblick. 

Die Rückreise mit dem Car führte über Meiringen, Brünig, Luzern über den Hirzel wieder zu den verschiedenen Einstiegsorten. Glücklicherweise herrschte kein grosser Reiseverkehr und die Fahrt konnte ungehindert bis nach Hause erfolgen. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Roy Keller, der sein Metier super beherrschte und den Car ruhig und sicher chauffierte, was bei den zum Teil engen Pass-Strassen nicht immer einfach war. Die sichtlich zufriedene Reisegruppe dankte es ihm mit grossem Applaus. Auch Marlies Meier wurde dafür verdankt, dass sie die Teilnehmenden auf angenehme Weise durch den Tag begleitete und dafür sorgte, dass alles klappte. Dieser tolle Ausflug mit den vielen schönen Eindrücken wird allen noch lange in bester Erinnerung bleiben, und man freut sich schon auf die nächste Leserreise. (ott)

Ausführliche Fotostrecke auf unserer Homepage: www.waedenswiler-anzeiger.ch