Wädenswil

Ein WC für das Seegüetli

Anlässlich des Sommerendfests der «Tankstell» auf der Seegüetli-Wiese überreichte die Grüne Partei Wädenswil dem Stadtrat eine von 350 Unterzeichnenden gestützte Petition, die eine permanente WC-Anlage auf dem Areal verlangt.

Seit die Stadt Wädenswil das Seegüetli in der Vorderen Seeferen erwarb, wird die Wiese auch gerne und oft genutzt. Die Betreiber der «Tankstell» stellten den Gästen Velos zur Verfügung für die WC-Fahrt zur öffentlichen Toilette beim Strandbad. Eine Notlösung für die Notdurft, ebenso wie das von der Grünen Partei Wädenswil gesponserte Kompotoi – die grüne Variante zur herkömmlichen mobilen WC-Anlage. Daher lancierten die Grünen eine Petition, die die Stadt auffordert, auf Sommer 2018 für eine permanente WC-Anlage zu sorgen. Innert Kürze kamen so über 350 Unterschriften zusammen. Claudia Bühlmann, Grüne-Gemeinderätin, übergab nun die Unterschriften an Stadtrat Heini Hauser sowie Stadtpräsident Philipp Kutter. Bühlmann wies darauf hin, dass lediglich bei der «Tankstell» und beim Kompotoi Unterschriftenbogen auflagen. Ausserdem bemerkte sie, dass das von der Stiftung Bühl gezimmerte Kompotoi rund 6000-mal benützt worden sei. «Wenn man sich vorstellt, wo diese Benutzer sonst hingegangen wäre, um ihr Geschäft zu verrichten – dann will man das gar nicht so genau wissen!», meinte sie schmunzelnd. Jedoch lobte sie die Kompotoibenutzer, wie sie sorgsam damit umgegangen seien: keine Kritzeleien oder Schmierereien seien zu beklagen gewesen.
Philipp Kutter nahm die Unterschriften entgegen und oute­te sich nicht nur als «Seegüetli-Fan», sondern gleich auch als Unterzeichner der Petition. «Man kann nicht alles aufs Mal machen», meinte der Stapi und verwies auf die gemauerte Feuerstelle und das Beachvolleyball-Feld. Eine WC-Anlage stehe als nächstes auf der Pendenzenliste, «daher rennt diese Petition offene Türen ein». Allerdings koste es auch etwas, da es viele Leitungen brauche. Klar sei aber, dass eine solche Wiese auch sanitäre Anlagen brauche.

Zur konkreten Umsetzung sprach der Stadrat Planen und Bauen, Heini Hauser. Leider sei dies ein leidiges Thema, da nicht gleich ein Leitungsschacht unmittelbar zur Verfügung stehe. Der nächste sei vor dem Strandbad, und dies sei über 300 Meter entfernt. Das koste etwas, darum sei’s noch nicht realisiert. Es werde aber ins Budget 2018 aufgenommen. Persönlich jedoch fand Hauser, dass der pädagogische Wert des Kompotois sehr wertvoll gewesen sei.(stb)

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