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«Sans Gêne» auf dem Bummel in Wädenswil

Fast genau so wichtig wie der Morgestraich sind für die Basler Fasnachts­cliquen die Bummelsonntage: Nach der Fasnacht begeben sich alle Cliquen und auch Guggenmusiken an einem der drei folgenden Sonntage auf den Bummel. Dieser ist Abschluss des Fasnachtsjahres und wird in Form einer kleinen Reise und eines Restaurantbesuchs durchgeführt. Abends, nach der Rückkehr nach Basel, ziehen die Fasnächtler in Strassenkleidern – unmaskiert und unverkleidet – durch die Basler Innenstadt, speziell immer auch die ganze Freie Strasse hin­unter, die wichtigste Strasse der Innenstadt. 

Hin und wieder verirren sich einzelne Cliquen auf dem Bummel auch ins Züribiet, manchmal auch sogar nach Wädenswil. So passiert 2011 mit «Los Ventilos», und auch dieses Jahr wieder am 19. März. Die 1922 gegründete Clique Sans Gêne besuchte Wädenswil. Eingefädelt hat dies Zampano «Cheesy» Tessarolo, dessen «Zouft Fäldchuchi 39» das 20-Jahr-Jubiläum feiert.

Es war Sonntag um 11 Uhr, als zwei vollbeladene Cars (aus dem süddeutschen Raum notabene) die Basler Drümmeler und Pfyffer an die frische Luft entliess und wo sie auch sogleich von den Zöiftern empfangen wurden. Im «Cortège», wie die Basler sagen würden, pfeifend und trommelnd, bewegte sich der Zug dann durch Gerbe-, Schönenberg- und Oberdorfstrasse in die Kulturhalle. Nach gegenseitigen Begrüssungsworten und Grussworten durch Stadtpräsident Philipp Kutter wurden dann neben verbalen Nettigkeiten – die zürcherisch-baslerische Hassliebe wurde aufs Schönste zelebriert – auch noch Geschenke ausgetauscht. So erhielten Patricia Schaub, Obfrau der Sans Gêne, sowie Hugo Buchs als Bummelorganisator die Insignien der Fäldchuchi-Zouft. Die Basler revanchierten sich ebenso. Im Anschluss hielten die Basler noch Rat und verabschiedeten sich mit einem Ständchen von ihren Gastgebern. Dem Vernehmen nach waren sie überwältigt von der Wädenswiler Gastfreundschaft.

(stb)

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