Kolumne Wädenswil

Schneeschuh-Gruss vom höchsten Punkt Wädenswils

Die zweite Schneeschuhtour der Artikelserie «Wädi wandert» führt uns auf den Höhronen, der mit seinen 1229 Metern der höchste Punkt unserer Gemeinde ist. Im Sommer ist der Hügelzug wegen der abwechslungsreichen Strecke ein beliebtes Ziel für Mountainbiker. Wir sind bewusst gemächlicher und ruhiger unterwegs und geniessen es umso mehr. Vom höchsten Punkt der Gemeinde, der sich im Wald befindet, gibt es noch keine Sicht auf unsere Stadt hinunter, aber später kommt sie dafür umso spektakulärer.

Text: Sebastian Epp; Bilder: zvg

Der Raten, wo wir unsere Tour starten, ist ein schöner, offener und flacher Pass im Kanton Zug, der Biberbrugg mit Oberägeri verbindet und auf 1077 Metern über Meer liegt. Ein grosses Ausflugsrestaurant und Kinder-Skilifte im Winter locken viele Besucher hier hoch, wenn es Schnee hat. Wir begeben uns auf die andere Strassenseite, wo die Wanderer und Schneeschuhgeher unter sich sind. Im offenen Gelände zu Beginn der Tour windet es häufig zügig, bei der kleinen Kapelle «Chlausenchappeli» biegen wir ab zur Langenegg und dann in den Gutschwald, der die gesamte Südseite des Höhronen und den Rücken des Hügelzugs bedeckt.
Unter Bäumen geht es mit regelmässiger, moderater Steigung zum Höhepunkt des Hügelzugs auf 1229 Metern über Meer. Dort haben wir (noch) keine Aussicht auf den Zürichsee und unsere Stadt. Aber Geduld, das kommt noch!

«Belle vue» vom Bellevue beim Gottschalkenberg

Vom Höhronen geht es zunächst in den Aufstiegsspuren zurück, dann führt der Weg beim Sparengatter über kurze, teilweise steilere Passagen hinunter in das Tobel des Sparenbachs. Nach einem kurzen Aufstieg auf der anderen Seite des Tobels dauert es dann noch ca. 20 Minuten, bis wir aus dem Wald heraus sind und uns auf der Ebene des Gottschalkenbergs befinden.
Nicht mehr lange, und wir sind auf der Bellevue-Aussichtsplattform, die hoch über dem Zürichsee thront. Es ist immer wieder ein erhebendes Gefühl, von hier – nomen est omen – den Blick in die Ferne schweifen zu lassen. Danach ist Mittagszeit und eine gute Gelegenheit, im bekannten Ausflugsrestaurant Gottschalkenberg eine Kleinigkeit (oder auch mehr) zu essen.

Nach dem Mittagessen liegt noch die landschaftlich reizendste Schlussetappe vor uns, die uns in einem gemächlichen Abstieg durch eine wunderschöne, einsame Moorlandschaft wieder zum Raten führt.
Die Tour ist sicher konditionell anspruchsvoller als diejenige aus der vorletzten Ausgabe des Wädenswiler Anzeigers. Trotzdem sind Schneeschuh-Novizen willkommen, sofern eine vierstündige Wanderung bewältigt werden kann. Einige Schneeschuh-Paare kann ich vermieten, wer selber noch keine hat. Soviel schon vorweg: Aus Praktikabilitätsgründen fahren wir mit den Autos auf den Raten. 

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