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Zur Abstimmung über das Energiegesetz

Bald dürfen wir über das neue Energiegesetz abstimmen. Der Kanton Zürich möchte neue Wege gehen und den Ersatz von bestehenden Öl- und Gasheizungen verbieten. Somit wird es in 20 Jahren in unserem Kanton praktisch keine solcher Anlagen mehr geben. Alles soll nun mit Strom geheizt werden! Zeitgleich hat der Bundesrat erkannt, dass wir künftig zu wenig Strom haben, um unseren Bedarf zu decken. Dies, weil in Teilen Europas die Energiewende eingeführt und somit der Kernkraft- und der Kohleausstieg beschlossen worden ist. Diese Länder werden den Strom mit oder ohne Stromabkommen selber brauchen. Aus Wind- und Sonnenkraft konnten bereits 9,5 GJ (Gigajoule) bzw. 1,27% des schweizerischen Endenergieverbrauchs (BFE Stand 2020) an erneuerbarem Strom erzeugt werden. Aber wie sollen Kernenergie, Gas, Erdöl und Treibstoffe durch Strom vollständig abgelöst werden? Auch wenn die Wind- und Sonnenkraft 100-fach ausgebaut würde, reicht es dennoch nicht aus, diese zuverlässigen Bandenergien (Grundbedarf) zu ersetzen. Es würde sogar noch ein grösseres Problem erschaffen, weil extreme Stromschwankungen produziert und damit das Risiko eines Blackouts massiv erhöht wäre. Auch wenn es sich wunderbar anhört: der Traum vom «Erneuerbaren ausbauen und alles sauber elektrifizieren» ist seit der Warnung vor den drohenden Strommangellagen endgültig ausgeträumt. Vorläufig brauchen wir die Energievielfalt, darum keine Energieverbote zulassen! Ich sage Nein zu diesem unvernünftigen Energiegesetz.

Bruno Zürcher, 8804 Au
Dipl. Haustechnikinstallateur und EDU-Gemeinderat Wädenswil

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