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A3 Zürich bis Pfäffikon SZ: Installation von Anlagen zur Geschwindigkeitsharmonisierung mit Gefahrenwarnung

Mit dem Ziel, zu Spitzenzeiten die Auslastung der Autobahn zu verbessern und damit Staustunden zu reduzieren, installiert das Bundesamt für Strassen ASTRA bis 2021 auf der A3 zwischen Zürich Wollishofen und Pfäffikon SZ alle nötigen Anlagen zur Geschwindigkeitsharmonisierung mit Gefahrenwarnung (GHGW). Von März bis Dezember 2020 ist in diesem Abschnitt deshalb immer wieder mit einer veränderten Verkehrsführung zu rechnen. Arbeiten, für die eine temporäre Reduktion der Fahrspuren oder eine kurze Sperrung eines Autobahnabschnitts nötig sind, werden in der Nacht durchgeführt.

Der Autobahnabschnitt zwischen Zürich Wollishofen und Pfäffikon SZ auf der A3 ist stark frequentiert. Im Durchschnitt passieren täglich mehr als 60 000 Fahrzeuge diese Strecke. Um die Staustunden zu senken und die Sicherheit zu erhöhen, installiert das Bundesamt für Strassen ASTRA von März bis Ende 2020 auf dem rund 29 Kilometer langen Abschnitt alle Anlagen zur flexiblen Geschwindigkeitsharmonisierung mit Gefahrenwarnung (GHGW). Rund alle 1000 Meter montiert das ASTRA über der Fahrbahn ein Signalportal. Daran befestigt werden die flexiblen Geschwindigkeits- und Gefahrenwarnanzeigen sowie Verkehrskameras und Verkehrszähler, die für die Verkehrserfassung und -steuerung nötig sind. Voraussichtlich im Frühling 2021 nimmt das ASTRA die Geschwindigkeitsharmonisierung in Betrieb.

Spurabbauten und kurze Totalsperren in der Nacht

Die Arbeiten starten in der 1. Märzwoche. Tagsüber wird es keine Einschränkungen geben. In den Nächten von Sonntagabend bis jeweils Freitagmorgen kommt es abschnittsweise zwischen Zürich Wollishofen und Pfäffikon SZ zum temporären Abbau von Spuren. In den Nächten, in denen die Signalportale über die Fahrbahn eingehoben werden, sind Intervallsperrungen notwendig. Dabei wird der Verkehr auf der Autobahn in beide Fahrtrichtungen für rund 15 Minuten angehalten. Das ASTRA wird zeitnah über diese Sperrungen im Juli, September und November 2020 informieren.

Dafür braucht es die Geschwindigkeitsharmonisierung mit Gefahrenwarnung

Gemäss aktuellem Forschungsstand erreicht ein Autobahnabschnitt seine maximale Kapazität dann, wenn alle Fahrzeuge mit einer Geschwindigkeit von unter 80 km/h unterwegs sind. Auf stark frequentierten Abschnitten wird deshalb zu Spitzenzeiten die Geschwindigkeit temporär reduziert. Durch die schrittweise Reduktion der Maximalgeschwindigkeit von 120 auf 100 und 80 km/h können die Fahrzeuge näher aufschliessen. So kann die Autobahn bei dichtem Verkehr besser ausgelastet werden. Damit die Verkehrsteilnehmenden wissen, warum sie nicht mit der Höchstgeschwindigkeit weiterfahren können, informiert zusätzlich ein Gefahrenwarnsignal über den Anlass der Geschwindigkeitsreduktion (Verkehrsüberlastung, Unfall, Baustelle usw.).

VideoSo funktioniert die Geschwindigkeitsharmonisierung mit Gefahrenwarnung

Ausbau Verkehrsmanagement-Infrastruktur

Die GHGW auf der A3 ist Teil des Projekts «Ausbau Verkehrsmanagement-Infrastruktur». Dieses voraussichtlich bis 2021 laufende Projekt beinhaltet die Erneuerung und Ergänzung verschiedener Verkehrsmanagementanlagen auf dem Nationalstrassennetz der Nordostschweiz. Damit verfolgt die ASTRA Infrastrukturfiliale Winterthur das Ziel, die Staustunden zu senken und den Verkehr auf den Nationalstrassen flüssig zu halten, indem der bestehende Strassenraum effizienter und intelligenter genutzt wird. 

Mehr Informationen zu GHGW und zum Projekt:

www.astra.admin.ch/verkehrsmanagement-nordostschweiz

Die Standorte der neuen Anlagen für die GHGW finden Sie in der interaktiven Karte.

Kein Zusammenhang mit Radarkontrollen

Die Anlagen zur Geschwindigkeitsharmonisierung und Gefahrenwarnung können und dürfen nicht für Radarkontrollen genutzt werden. Das liegt nicht in der Befugnis des ASTRA. Für Geschwindigkeitskontrollen auf Autobahnen sind die kantonalen Polizeistellen zuständig. Die Verkehrserfassung durch die Kameras und Verkehrszähler dient lediglich der Steuerung des Verkehrs. Geschwindigkeitskontrollen werden von der Polizei mit eigenen Geräten durchgeführt.