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Vierhunderter-Marke geknackt bei Töffsegnung

Vierhunderter-Marke geknackt bei Töffsegnung

Am Sonntag, 26. Mai, fand im Horn die siebte Töffsegnung unter der Leitung des Motorradclubs MC RiSa statt. Bei strahlendem Sonnenschein nahmen 410 zwei- und dreirädrige Motorfahrzeuge extra dazu den Weg unter die Räder.

Schon vor Festbeginn um zehn Uhr standen einige Fahrzeuge in Reih und Glied auf der Wiese, waren Sitzbänke belegt, Getränke wurden fleissig ausgeschenkt und der Grill angeheizt. Vor der Bühne machten sich die Mitglieder der Vorgruppe parat, welche die Anwesenden musikalisch unterhalten würden. «The Toms», wie sich die vier 14- bis 17-jährigen Burschen aus Richterswil nennen, haben sich beim 40-jährigen Jubiläum der Musikschule Wädenswil-Richterswil formiert und treten seitdem regelmässig auf. Inzwischen wurden sie sogar von DJ Sir Colin aus Wädenswil unter die Fittiche genommen. Ob sie aufgeregt seien vor so viel Publikum zu spielen? «Am Anfang schon, aber das legt sich dann vor dem Auftritt», sind sich die Jungs einig und wollten ihr Repertoire zum Besten geben. Unter den Covers befinden sich auch zwei selbst geschriebene Titel, mehr sollen folgen.

Derweil die Band die Bühne erklomm, ergriff MC-RiSa-Präsident Mario Malacarne das Mikrofon und begrüsste Biker und Gäste herzlich. Dankbar ob des unerwartet schönen Wetters fand Malacarne nur lobende Worte für die Mitarbeiter: Marlies Glaser mit der Servicecrew und Stephan Bürgler als Grillverantwortlicher mit seinen Leuten. Für allfällige Beschwerden wurde mit einem Augenzwinkern auf Sohn Marco verwiesen, er sei der OK-Präsident und trage die Verantwortung. Nach dieser kurzen Ansprache wurde die Band vorgestellt und die «Toms» legten mit einem Instrumentalintro los.

 

Mehr E-Bike-Unfälle
Inzwischen reihten sich Klassiker neben modernen Maschinen, Trikes, Motorroller, Mopeds und sogar E-Bikes auf der Hornwiese ein, um an der diesjährigen Töffsegnung durch Pfarrer Mario Pinggera dabei zu sein. Sie sind aus Nah und Fern angereist, die weiteste Strecke hatten wohl die Zweiradfahrer aus dem Wallis auf sich genommen. Unter den Besuchern wurde gefachsimpelt, Reiserouten ausgetauscht, begutachtet und bewundert, während das Brummeln der Neuankömmlinge nicht abriss.

Nachdem das Set der Jungband geendet hatte, liessen es sich die gestandenen Kaliber von «Buddy Dee & The Gostriders» nicht nehmen, mit den Nachwuchstalenten zu posieren und ihnen ein paar Tipps für ihren musikalischen Werdegang zu geben. Buddy Dee, Sänger der Band, räumte «The Toms» gute Chancen ein für eine weiterführende Karriere.

Als Pfarrer Mario Pinggera das Wort ergriff, drehten sich ihm die Köpfe der zahlreichen Anwesenden zu. Die erfreuliche Nachricht, dass es weniger Töffunfälle gegeben habe, wurde gerne gehört. Ein neues Problem stellen allerdings die E-Bikes dar, deren Unfallbilanz nicht so rosig aussieht. Er ermahnte zur Eigenverantwortung: «Lieber geniessen statt schnell fahren», lautet Pinggeras Devise. Religionszugehörigkeit spielt hier keine Rolle. Beim Gang durch die Reihen, warf er die Frage auf, warum die Leute heute hier seien. «Kollegen treffen», «Gemütlich zusammensein», «Sicher durchs Jahr fahren» kamen die Antworten.

 

Familiäre Atmosphäre
Nachdem der Pfarrer/Motorradfahrer jedes Gefährt der Reihe nach gesegnet hatte – nicht ohne ab und an mit einem bewundernden Blick – betrat die bekannte und beliebte Countryband «Buddy Dee & The Gostriders» die Bühne und heizte dem Publikum ein. Manchmal wurden Gastsänger und -musiker eingeladen mitzumachen, was beim Publikum gut angekommen ist. Die friedliche und familiäre Stimmung auf dem Platz sorgte bei den Organisatoren für ein Hochgefühl. Der Besucherandrang war gewaltig und es mussten sogar zusätzliche Grilladen besorgt werden, weil alles verkauft worden war. Fünfzig Kilogramm Pommes frites wurden verkauft, an der Kuchentheke herrschte zum Schluss gähnende Leere.

Mario Malagarne ist glücklich, dass alles problemlos funktionierte, es sei gut organisiert gewesen, die Richterswiler und angereisten Gäste seien äusserst zufrieden gewesen mit dem Tag. Er freut sich bereits aufs nächste Jahr. Freuen darf sich auch die Theodora-Stiftung (Traumdoktoren für kranke Kinder im Spital): sie erhalten vom MC RiSa eine gesammelte Spende von 1170 Franken. (rb)

 

www.mc-risa.ch