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Einheimische Dominanz am 2. WädiLauf!

Petrus hatte es gut gemeint mit den Organisatoren des 2. WädiLaufs. Kein Wunder, schliesslich hat das OK auch dieses Mal, zwei Jahre nach der Premiere am Linken Züriseeufer, wieder alles gegeben. Über 900 Laufbegeisterte folgten dem Aufruf zum «gesunden Lifestyle». Mit Fabian Zehnder aus Wädenswil und Lilly Gross aus Richterswil siegten zwei lokale Sportgrössen.

Zahlreiche Erstplatzierte aus Wädenswil
Gestartet wurde diesmal fünf Minuten nach elf, damit der Startschuss nicht mit den Kirchenglocken in Konkurrenz treten konnte und vielleicht überhört wird. Das OK sprach zuvor mit den Kirchenvertretern, eine hübsche Geste guter nachbarschaftlicher Beziehungen, auch wenn schlussendlich weder die reformierte noch die katholische Kirche läutete. Bei endlich frühlingshaften 21 Grad starteten die Lauffreunde in die attraktive Rundstrecke quer durch Wädenswil hin zur Au, entlang dem Züriseeufer und zurück wieder zum Sportplatz Eidmatt. Vier der sechs Erstplatzierten Männer und Frauen kommen aus Wädenswil! 

Fabian Zehnder – «1. Mann», Lilly Gross – «1. Frau»
Bereits nach einer guten halben Stunde fuhr das Führungsvelo mit dem Schild «1. Mann» in die Eidmatt ein: im Schlepptau und mit gutem Vorsprung den energiegeladenen Fabian Zehnder, der von sich selbst allerdings sagte, «etwas müde gewesen zu sein». Mit 36.16 Minuten lief der Wädenswiler Primarschullehrer im 10km Run auf den 1. Rang gefolgt von Stefan Ulrich aus Hütten (37.25) und Jan Hafner aus Mosang (37.55). «Für mich war es ein Heimspiel», erklärte Zehnder nach einer Verschnaufpause gegenüber dem «Wädenswiler». Er kenne die Strecke gut und trainiere häufig hier.

Lilly Gross aus Richterswil siegte bei den Frauen mit 42.09 Minuten. Auch sie kannte einen Teil der Strecke bereits recht gut, da sie in Wädenswil arbeitet. An der Strecke seien sehr viele Fans gewesen, daher war dies ein besonderer Lauf für sie. «Ich war vom Start bis in Ziel sehr motiviert», sagte sie unserer Zeitung. Der Lauf sei zudem top organisiert gewesen. Lilly Gross ist keine Unbekannte im Laufsport und gehört mit ihren Schwestern Julia und Paula zu den erfolgreichen OL-Läuferinnen aus Richterswil. Sie war dort im Nationalkader, widmet sich aber nun vermehrt dem Strassenlauf. Valerie Widmer aus Kirchberg/SG schaffte es beim WädiLauf auf Platz 2 (44.30) gefolgt von Patricia Tschudi aus Schönenberg (45.32). 

Auch bei den Teams und Jungläufern Erfolge für Wädenswil
In der Stafette Du & Ich belegte das Team Santa Clarita Runners mit Nicole und Marco Guidali den 1. Platz unter den 52 Klassierten. Im Team Run starteten insgesamt 11 Teams, von denen die Wädenswiler Eidmatt Dragons in der Kategorie Unterstufe, das Oberriedner «Isch’s no wiit?»-Team und das Team des Sportclubs Hulftegg in der Kategorie Team Run jeweils den ersten Platz belegten. Und das wollen wir nicht unerwähnt lassen: Auch Stadtpräsident Philipp Kutter liess sich die Teilnahme nicht nehmen: Er schaffte es auf Rang 224 (2017: 321).

Topmotiviert und inzwischen bei strahlendem Sonnenschein startete um 13.30 Uhr die Laufjugend, die sich regelrecht verausgabte und dann teils mit hochrotem Kopf durchs Ziel sauste oder dort gleich zu Boden ging, um zu verschnaufen. Sie hat alles gegeben und somit auch die eigens produzierten WädiLauf-Medaillen wohl verdient. Bei den Junioren siegten die drei Wädenswiler Jungs Lukas Dilger im 1.8km Run, Emanuel Wildberger im 1.2km Run und der 9jährige Gabriel Wildberger im 600m-Lauf. Alle drei aus Wädenswil. Die Richterswilerin Kristina Dillner lief im 1.8km Run der jungen Damen als erste ins Ziel. Guilia Cortesi aus Wädenswil siegt im 1.2km Run und die 9jährige Horgnerin Chloe Chippendale schaffte es im 600m-Lauf auf Rang 1. 

Und damit die Jungläuferinnen und Jungläufer und alle anderen lebenslang motiviert bleiben: Der 72-jährige Sergio Dattrino aus Gorduno TI lief die Strecke in 51.06 Minuten und belegte Rang 1 in seiner Altersgruppe – es ist bereits sein fünfter Lauf in diesem Jahr. Und die älteste Teilnehmerin Verena Wiget (73) aus Freienbach absolvierte die Strecke in 1:07:31. Der Wädenswiler Anzeiger als Medienpartner gratuliert allen erfolgreichen Läuferinnen und Läufern. 

Volles Programm auch für Nichtläufer
Auch in Sachen Spiel, Spass und Unterhaltung haben die Organisatoren aus dem Vollen geschöpft. Zahlreiche Stände mit gesunder Verpflegung, akrobatische Darbietungen auf der WädiLauf-Showbühne und Spiel und Spass für die Kleinsten machten aus dem WädiLauf 2019 ein unvergessliches und einzigartiges Ereignis für die Region am linken Zürichseeufer. Ob er wiederholt wird, wollte OK-Präsidentin Sandra Ritzi noch nicht verraten. «Wir werden dies an der nächsten Sitzung entscheiden, die noch vor dem Sommer stattfinden wird», erklärte sie uns gegenüber. Für Wädenswil jedenfalls wäre ein WädiLauf 2021 wieder ein willkommenes Highlight!